Wasser: Umkehr-Osmose (UO), Aktivekohle, Destillierung, pH-Wert, basisches Wasser & Co.

Direct-Flow-Umkehrosmoseanlage (UO) mit Vor-Filtern und Hauptfilter.

Wieder mal so ein verwirrendes Thema – zumindest für mich. Zu jedem und allem finde ich hier Pro- und Contra – und wenn ich mal weiterschaue wird dann oft wieder auf irgendeinen Hersteller mit Heilversprechen verlinkt, welcher natürlich nur das beste verkauft und damit auch mein Portmonnaie leerer machen möchte.

Was sind die Aspekte denen ich hier hauptsächlich nachgehen möchte?

Ich stolpere immer wieder über das Thema Wasserfiltration (z.B. einfacher Aktivkohle bzw.  Carbonitfilter bzw. Umkehr-Osmose), optimaler pH-Wert für das Wasser, ggf. Remineralisierung des (gefilterten Wassers) & Co. Auf vielen Seiten wird dann noch ein Bericht an die WHO [1] in Bezug auf demineralierung des Wasser bei der Umkehrosmose im speziellen und von Filtern im allgemeinen angeführt. Alternativ werden mit diesem Argument ‘Remineralisierungen’ oft zweifelhafter Art angeboten – weil meist nicht klar ist, was in diesen Plaste-Kartuschen wirklich steckt.

Andere bemängeln den sehr niedrigen pH-Wert des Osmosewassers (pH <6.0, oft 5,5) und die wenigen verbleibenden Mineralstoffe. Dazu  kann ich nur schreiben: Mein Leitungswasser hat einen pH um die 8,8 und kaum Mineralstoffe – auch ausweislich der Wasseranalyse. Zudem ist der pH-Wert des UO-Wassers nach der Filtration >7,5. Mein TDS-Tester zeigt beim Leitungswasser ca. 20 an – das geht überein mit den Angaben der Wasserwerke und ist das, was viele nach einer UO-Superfiltration noch im Wasser haben. So währe mein Leitungswasser nach den Laborwerten und dem TDS-Wert in Bezug auf den Report an die WHO [1] schon demineralisiertes Wasser…

Nun weiß ich nicht was mit dem Wasser auf dem Weg zu mir passiert… langer weg, altes Haus, alte Installationen – und der Geschmack wechselt doch schon stark im Jahr (Talsperrenwasser…) + ist von ‘leichten’ Mineralwässern und Osmosewasser (was ich selber als neutral empfinde) klar zu unterscheiden. Aber es gibt ja noch andere Thematiken bei den Filtern: Verkeimungsrisiko wenn länger kein Wasser fließt, sowie das ganze Angebot an Wasserwirblern & Co.

Was ist also dran an:

  • Wasserfiltration
    • Umkehrosmose (UO), Destillation, Aktivkohle
    • angeblichen Mineralstoffdefiziten durch das Filtern,
    • Remineralisierung und
    • Verkeimungsrisiken?
  • pH-Wert
    • u.a. pH-Wert Reduzierung bei UO (sauer, pH-Wert <6)
    • basischem Wasser (pH-Wert >>7) und
    • Wasser-Ionisierung?
  • Sonstigem
    • Wasserwirblern,
    • Re-Energetisierern,
    • Steinchen & EM-Keramik?

Mit diesem Blog-Beitrag versuche ich etwas Licht in die Konfusion zu bringen… Eines schon vorab: Komplett überzeugende Informationen habe ich nicht gefunden. Das beste ist wohl gutes Quellwasser mit pH-Wert um 6,5 oder 7,5, gerne basischer – was dann hoffentlich nicht die falschen Mineralien enthält (insb. keine Schwermetalle, Uran, Arsen, Fluor, etc. pp)…

Die verschiedenen Flitrationssysteme

Magnetventil, angesteuert über einen Funkschalter mit Spülautomatik.

Funkschalter für die UO-Anlage

Basierend auf recht kritischen US-Blogs bzw. Ärzten [2][3] und eigenen Erfahrungen und Recherchen möchte ich nur kurz die verschiedenen Systeme vorstellen:

  • Umkehrosmose (UO): Hier wird Wasser mit hohem Druck durch eine semi-permeable (Plastik)-Membran ganz kleinen löchern bzw. Poren gepresst, so das hoffentlich nur die Wassermoleküle durch passen. UO gilt als sehr effektiv (ca. 92-97% Filtrationsrate) gegen die meisten Verunreinigungen mineralischer und chemischer Art – so wie auch in Bezug auf Bakterien & Co. Bei diesem Prozess gibt es jedoch auch Schmutzwasser, so das je nach System 50-75% des zugeführten Wassers in den Ausguss gehen.
    • Bei Installationen in höheren Stockwerken von Gebäuden fällt der Wasser-/Leitungsdruck ab und es ist ggf. eine Wasser-Druckerhöhungspumpe (Membranpumpe) nötig um das System sinnvoll zu betreiben.
    • Der UO-Hauptfilter (Membran) muss nach spätestens 2 Jahren getauscht werden (ca. 40-50€), mindestens zwei Vorfilter, welche die Membran schützen, alle 6 Monate (ca. 25€).
    • Es gibt Systeme mit Wasserspeicher und welche ohne (Direct-Flow). Das Problem bei den Speichersystemen ist eine potentielle Verkeimung bei mehrwöchiger nicht-Nutzung. Dem wird dann teils mit einer nachgeschalteten UV-Sterilisierung abgeholfen. Bei Direct-Flow Systemen erledigt dies im besten Falle eine Spülautomatik, die z.B. alle 6h die Anlage für 1-2 Minuten in Betrieb nimmt.
    • Eine Installation geschieht meist unter der Spüle mittels eines T-Stücks mit Magnetschalter, welches das Wasser zur UO-Anlage führt (siehe auch nebenstehende Bilder).
  • Destillierung: Hier wird Wasser verdampft (gekocht) und wieder kondensiert. Die festen Bestandteile verbleiben dann am am Boden des Verdampfers. Teilweise werden die Systeme noch mit einem Vor- bzw. Nachfiltrierungssystem ausgestattet. Das System ist ebenfalls sehr Effektiv gegenüber den meisten Verschmutzungen.
    • Durch das abkochen entstehen leider sehr hohe Stromkosten pro Liter Wasser.
    • Das Dampf-destilieren ist recht zeitaufwändig und für Mehrpersonenhaushalte meiner Ansicht nach nicht praktikabel.
    • Systeme ohne spezielle Vor- oder (Aktivkohle-)Nachfilter sollten (wenn richtig konstruiert) kein Verkeimungsrisiko aufweisen. Bei jeder Art von Filtern und stehendem Wasser bzw. Luftzugang ist jedoch Vorsicht geboten.
  • Aktivkohlefilter: Sind mit die günstigsten (Einstiegs-)Systeme. Hier reagiert die Aktivkohle mit einigen Schadstoffen aus dem Wasser – wobei es hier bei der Filterleistung und bei der Art der gefilterten Stoffe große Unterschiede gibt. Oft könne jedoch anorganische Stoffe wie Arsen, Fluor, Chrom, Nitrate und Perchlorate nicht effektiv entfernt werden und verlangen dann spezielle Vor- oder Nachfilter. Vorteilhaft soll hier sein, das die guten Mineralien nicht alle drastisch reduziert werden (Magnesium, Kalzium & Co.) wie bei der Destillation und der UO.
    • Einfachste Auf-Tisch-Systeme bestehen nur aus einem Filterelement und sind sehr Günstig.
    • Auch hier müssen die Filter (spätestens nach 6 Monaten) regelmäßig ausgetauscht werden.
    • In Bezug auf Verkeimungsrisiken sind die Filter meist mit zusätzlichem Silber ausgestattet. Stehendes Wasser – also mehrere Tage oder Wochen keine Nutzung – kann jedoch problematisch sein.

So, das erst einmal grob zu den wichtigsten Filtrierungssystemen.

Mineralstoffdefizite durch das filtern? 

Eingangs hatte ich ja schon einen Bericht der sich bei der WHO finden lässt angegeben [1]. Dieser äußert sich kritisch zur Entsalzung bzw. UO, weil dadurch auch alle Mineralstoff entfernt werden. Hintergrund war wohl eine breitere Nutzung von UO-Geräten in Tschechien. Aus dem Bericht:

“Sufficient evidence is now available to confirm the health consequences from drinking water deficient in calcium or magnesium. Many studies show that higher water magnesium is related to decreased risks for CVD and especially for sudden death from CVD. ” (Anm.: CVD = Herz-Kreislauf-Krankheiten)

Am Ende schlägt der Bericht vor den gefilterten Wasser wieder Magnesium und Calcium zuzugeben und auf einen entsprechenden Mindest-TDS Wert zu achten. Zu den Auswirkungen von niedrigen TDS-Werten schreibt der Bericht u.a.:

“Experiments in animals, primarily rats, for up to one-year periods have repeatedly shown that the intake of distilled water or water with TDS ≤ 75 mg/L leads to: 1.) increased water intake, diuresis, extracellular fluid volume, and serum concentrations of sodium (Na) and chloride (Cl) ions and their increased elimination from the body, resulting in an overall negative balance.., and 2.) lower volumes of red cells and some other hematocrit changes (3). Although Rakhmanin et al. (6) did not find mutagenic or gonadotoxic effects of distilled water, they did report decreased secretion of tri-iodothyronine and aldosterone, increased secretion of cortisol, …”

Auf diesen Bericht verlinken dann meiner Recherche nach insb. die Hersteller von Aktivkohle und Sedimentfiltrationsanlagen bzw. alles was nicht mit UO und Destillation zu tun hat. Komisch ist hier nur, das selbst mein Leitungswasser nur einen TDS-Wert von ca. 20 hat sowie kaum Magnesium- und Calcium enthält (siehe den Link auf die Wasseranalyse weiter oben). Mein Leitungswasser ist damit ‘reiner’ also viele UO-Wasser in Gebieten mit einer hohen Belastung – muss ich mir jetzt diesbezüglich Gedanken machen?

Eine indische Studie (Arme) [9] gibt noch an, das beim Kochen mit demineralisiertem Wasser mehr Spurenelemente und Mineralien in das Kochwasser verloren gehen (bis zu 60%) und schließt am Ende damit, das Chlorieren billiger als UO & Co. wären. Ein Schelm wer böses denkt. Eine andere Indische Studie will B12-Mangel bei Menschen mit UO-Wasser ausgemacht haben – Sie wissen jedoch nicht warum das so sein könnte [12]. Ein anderer Arzt [10] gibt an, das bei über 3000 Mineralienanalysen (Blut, Urin, Haare) alle seine Patienten die UO- oder destilliertes Wasser trinken eventuell Defizite in Bezug auf Mineralien und Spurenelemente entwickeln würden – und das eine Supplementierung diese nur verlangsamen würde. Er empfiehlt diese Wasser denn auch nur für den kurzfristigen Einsatz, z.B. im Rahmen einer Entgiftung. Ein anderer Artikel den ich gelesen habe [22], sagt aus das es sich bei den Vitaminen denn nun genau anders als mit den Mineralien verhält: Basisches Wasser (durch Natron) zerstört wohl mehr Vitamine… zumindest in Bezug auf Vitamin-C habe ich da etwas gefunden, das dies bestätigen könnte [23].

Gleichzeitig findet sich jedoch bei der WHO auch anderes. Aus den WHO-Richtlinien zur Wasserqualität [5] ist im Kapitel 6.5.2 “Potential health benefits of bottled drinking-water” auf S. 114 folgendes zu lesen:

“Packaged waters with very low mineral content, such as distilled or demineralized waters, are also consumed. Rainwater, which is similarly low in minerals, is consumed by some populations without apparent adverse health effects. There is insufficient scientific information on the benefits or hazards of regularly consuming these types of bottled waters (see WHO, 2003b).”

Da wird also geschrieben das es auch (Mineral-)Wasser in Flaschen oder Regenwasser gibt – was arm an Mineralien ist – wobei keine offensichtlichen Gesundheitsrisiken bekannt wären. Danach steht im Bericht das die Mineralien auch über die normale Ernährung zugeführt werden sollten. So halte ich es auch persönlich. Denn wer sich bei der Versorgung mit Mineralien auf ein Mineralwasser verlässt, da ggf. auch noch viele unerwünschte Bestandteile hat (Fluor, Arsen, etc.), der macht meiner Ansicht nach etwas falsch. Wer hingegen 1-2 Kg Gemüse am Tag isst, der macht es meiner persönlichen Ansicht nach richtig.

Remineralisierung?

Um den pH-Wert des UO- bzw. destilierten Wassers wieder anzuheben werden teils so-genannte Remineralisierungs-Kartuschen bzw. Zusätze angeboten die dieses in der Regel über das hinzufügen von Calcium und Magnesium erreichen. Das Problem: Oft ist nicht klar was in diesen Kartuschen, Tropfen oder Pulvern wirklich enthalten ist und wie rein sie sind. So können über Kartuschen mit z.B. (Sango-)Korallen auch Schwermetalle in das Wasser gelangen, weil gerade das UO-Wasser direkt nach der Filtration sehr bindungsfreudig ist. Ggf. kann das Osmosewaser dann auch als Mittel dienen die aufgenommenen Schwermetalle in die Zellen einzuschleusen [3]. Wenn ich diese Logik jedoch anwende, dann wäre auch Tee- oder Kaffee mit UO-Wasser keine gute Idee… Hmmm…

Von der Zugabe von Salz wird dann gleich mehrfach abgeraten. In Bezug auf das Buch ‘The 4th Phase of Water’ (Seite 97) [11] sollte auch Salz (NaCl) nicht in das Trinkwasser gegeben werden, weil sich sonst die ‘Exclusion Zone’ (EZ) verkleinert. Mehr dazu in meinem Beitrag zu Natrium (ganz am Ende). Salz sollte am besten zum festen Essen gegeben werden.

Eine Studie die sich jedoch mit der Zugabe von Calcium und Magnesium zum UO-Wasser in Bezug auf den Geschmack beschäftigt hat (40 bzw. 120 mg Ca/L, in Form von CaCO3, und 4 bzw. 24 mg Mg/L als MgCl2) kommt zu folgenden Schlüssen [14]:

“The greatest fresh taste was found for water with a TDS between 190 and 350 mg/L. Remineralisation of water after reverse osmosis can improve drinking quality significantly.” sowie “In addition, perceived freshness of the waters correlated positively with calcium concentration”

Ich schließe mit der Überlegung: Wenn also mit der Zugabe von Mineralien experimentiert wird, sollten diese hohe bzw. pharmazeutische Qualität haben und an den täglichen und individuellen Bedarf angepasst sein. Eine Beschränkung auf sehr geringe Mengen CalciumMagnesium ggf. noch Kalium pro Liter Wasser halte ich ebenfalls für sinnvoll – Anhaltspunkte können Konzentrationen in üblichen Mineralwässern geben. Natron würde ich in keinem Falle benutzen, da dieses noch andere Auswirkungen im Verdauungsprozess hat (u.a. Seifenbildung in Kombination mit Fetten im Verdauungsprozess). Von allen Kartuschen & Co. würde ich absehen – da dort auch nicht klar ist was alles und wie viel davon hinterher im Wasser landet.

Verkeimung(srisiken)?

UO-Auslauf für Rein- und Schmutzwasser

Darauf bin ich grundsätzlich schon eingegangen. Dr. Willson [3] sieht alle Systeme kritisch. Was ich diesbezüglich anmerken kann ist, das ich gerade stehendes Wasser in allen Systemen als kritisch empfinde. Ich vertrete die Ansicht das alle paar Stunden Wasser durch die Systeme gespült werden sollte – Tag & Nacht sowie auch unbedingt bei Abwesenheit. Das kann z.B. über eine Automatik mit Magnetventil passieren (siehe Bilder weiter oben). Weiterhin ist es mir wichtig, das die Systeme immer hydriert sind und nicht trocken laufen – was gerade bei den günstigen einstufigen Aktivkohlefiltern, welche an den Perlator geschraubt werden, passieren könnte.

Insofern finde ich auch UO-Systeme mit Wasserspeicher nicht optimal. Keiner kann in den Tank schauen bzw. diesen optimal reinigen. Hier wäre in diesem Falle unbedingt auf eine Nachbehandlung mit UV-Licht zu achten (was den gesamten Spaß nicht günstiger macht), was auch durch eine Studie bestätigt wird (‘to minimize bacterial growth in the RO permeate water and in the distribution system must consider post-disinfection.’) [13].

Deswegen würde ich bei UO-Systemen immer auf Direct-Flow zurückgreifen, da es dort nur minimale Verkeimungsrisiken (u.a. Kartuschen & Schläuche) gibt. Die Schläuche sind jedoch einfach und günstig austauschbar – und die Kartuschen werden sowieso regelmäßig gewechselt (siehe auch das Bild am Anfang des Artikels). Wenn dann noch UO- und Schmutzwasser über eine Kombi-Armatur über das Spülbecken entlassen werden – dann besteht auch kein (bzw. sehr wenig) Rückverkeimungsrisiko.

pH-Werte

pH-Werte illustriert. Quelle: Wikimedia. Lizenz: CC BY 3.0

Zur Einführung erst einmal kurz was zu PH-Werten. Ganz wichtig zum Anfang: Die pH-Werteskala ist Zehnerlogarithmisch – das bedeutet das ein Wasser mit pH 4 hundert mal ‘saurer’ ist als eines mit pH-Wert von 6. Dabei gilt insgesamt:

  • =7 => Neutral
  • <7 => Sauer /Säure (vereinfacht ‘Protonenüberschuss’ -> positiv geladen)
  • >7 => Basisch / Alkalisch / Lauge (vereinfacht ‘Elektronenüberschuss’ -> negativ geladen)

Die meisten ‘Empfehlungen’ die ich in Bezug auf einen ‘optimalen’ pH-Wert gefunden habe waren im Bereich von 6,4-6,8 bzw. 7,2 bis ca. 8 – also entweder leicht alkalisch bzw. leicht basisch. Letztendlich Weiß es keiner genau…. denn das Wasser gelangt nach dem Trinken erst einmal in den sauren Magen – mit einen pH-Wert des Magensafts von ca. 1-1,5. Sehr basisches Wasser (in größeren Mengen) hebt dann also den Effekt von Magensäure auf – nicht unbedingt (immer) etwas positives, weil dann mehr Magensäure produziert werden muss. Wenn letzteres dann Chronisch wird… naja.

Veränderungen der pH-Werte durch die Filtration

Das entfernen von Mineralien & Co. aus dem Wasser bleibt nicht ohne Folgen für den pH-Wert. So ist der pH-Wert des UO- und Destillationswasser nach der Filtrierung zwar 7 (im Vakuum) – jedoch reagiert das (bindungsfreudige) Wasser wohl unmittelbar mit dem CO2 aus der Luft, so das sich der pH-Wert bis auf ca. 5,8 (Destillationswasser) senken soll [4]. Da beim Aktivkohleblock die anorganischen Stoffe nicht gefiltert werden – soll sich hier der pH-Wert des Wassers nicht so stark verändern.

Ich habe mittels Messgerät (Adwa AD-14, Kalibriert) beim (frischen) Leitungswasser ca. pH 8,8 gemessen und beim UO-Wasser >7,5 – irgendwie passt das alles was so geschrieben wird nicht zu meinen Messwerten. Natürlich ändern sich die pH-Werte schleichend… also je nachdem wie lange das Wasser an der Luft steht. Meine Werte sind innerhalb von 5 Minuten nach dem ‘Zapfen’ ermittelt.

Ionisierung und basisches Wasser (u.a. pH-Wert & Redux-Potential Erhöhung)

Hier wird Wasser ionisiert um einen Elektronenüberschuss im Wasser zu erzeugen (negatives Redox-Potential und ORP-Wert) – dabei steigt dann als Nebeneffekt auch der pH-Wert auf Werte zwischen 8 und 10 (oder höher), weswegen es auch basisches Wasser genannt wird. Die Effekte sind umstritten, wobei es auch erste zurückhaltend positive Forschungsergebnisse zu geben scheint [24].

Für die Herstellung mittels Geräten werden meist Platin- und/oder Titanlelektroden + eine Gleichspannung benutzt um das Wasser mittels Elektrolyse in eine basische (Hydroxid-Ionen, OH-) und eine saure (Wasserstoff-Ionen, H+) Komponente zu zerlegen. Je nach Vorfiltration und Verunreinigung des zugeführten Wassers kann dieses jedoch zu ungewünschten Effekten führen (u.a. Bildung von Natronlauge & Salzsäure, etc.) [6]. Auch können Bestandteile der Elektroden (Platin- und/oder Titan-Ionen) in das basische Wasser übergehen, so das Menschen bei dauerhaften Konsum eine Metall-Sensitivität entwickeln können [2] was bei längerer Anwendung insbesondere für Menschen mit Nieren oder Leberproblemen problematisch sein könnte [3]. So raten die angegebenen (kritischen) Quellen alle von solchen Geräten ab. Die Problematik der Elektroden wird hier auch in Deutsch in Bezug auf Selbstbaugeräte beschrieben – sollte allerdings bei entsprechender (professioneller) Fertigung nicht auftauchen [19]. Ein weiteres Problem ist dann wohl auch folgendes:

“Leider haben die bisher auf dem Markt befindlichen Ionisatoren den Nachteil, dass Sie für die Funktion stark leitfähiges Wasser benötigen. Die Geräte leiten Strom durch das Wasser. Zudem verkalken die meisten Geräte wohl leicht und sind dann relativ aufwendig zu reinigen. Sie arbeiten nicht mit reinem Umkehrosmose Wasser.” (Quelle)

Stark leitfähiges Wasser heißt: Mineralien, bzw. hohe TDS-Werte. Die habe ich jedoch nicht einmal in meinem Leitungswasser. Letztendlich müsste das Wasser also a) in Bezug auf anorganische Stoffe, Schwermetalle & Co. gefiltert werden (z.B. UO), dann b) entsprechend mineralisiert werden um dann c) mittels Elektrolyse ionisiertes Wasser herzustellen (Überlegungen, die auch Herr W. Last bestätigt [23] -> TDS-Werte unter 50 ppm sind wohl zu gering, optimal sind hingegen 350-400 ppm). Wie soll das bitte noch privat günstig möglich sein? Wer macht die Qualitätskontrolle? Wer wartet die Geräte? Ziemlich viel Technik…

Zudem scheint es wohl so, das von diesem Wasser in erster Linie Menschen profitieren welche eine schlechte und übersäuernde Ernährung haben (Zucker, Weißmehl, Transfette, etc.) [2][3]. Ich habe selber mal kurz bei PubMed reingeschaut – dort jedoch auch nichts konklusives gefunden, außer das es (in Tierstudien mit Mäusen) ggf. bei der Refluxkrankheit (Übersäuerung) helfen kann, was auch der Wasserforscher Dr. Pollack in einem Interview bestätigt hat [17]. Ansonsten wird oft noch angeführt, das stark basisches Wasser (u.a. pH>9,5) wohl den pH-Wert der Magensäure erhöht, was die Verdauung und hier insbesondere die Proteinverwertung, behindern kann. Bei leicht basischem (ca. bis pH 8,5) Wasser – die Trinkwasserverordnung lässt ja selber bis pH 9,5 zu – vermute ich da eher weniger Probleme. Es ist jedoch sicher hilfreich entsprechenden zeitliche Abstände zum Essen einzuhalten.

Noch ein paar Gedanken zu ionisiertem Wasser…

Was ich in diesem Kontext aus dem Buch ‘The 4th Phase of Water’ von Dr. Pollack [11] gelernt habe, ist das basisches Wasser einen Elektronenüberschuss hat. Mehr Elektronen (=> höherer pH-Wert) befördern nach Pollack die Bildung der ‘Exclusion Zone’, dem ‘quasi’ vierten Aggregatzustand des Wassers an hydrophilen Schichten (u.a. auch Zellmembrane). So gibt Pollack im einem Interview [17] auch an, das basisches Wasser tendenziell wohl positive Wirkungen zugeschrieben werden und erwähnt Forschungen in Japan. Das (sehr) basische Wasser kann jedoch für den Magen – in zu hohen Dosen und auf Dauer – sehr schlecht sein, weil der Magen einen niedrigen pH braucht um u.a. mit Bakterien & Co. umgehen zu können und uns zu schützen. Wie jedoch die Elektronenzufuhr über den Magen genau wirken könnte und ob diese Elektronen dann auch in den Zellen ankommen… dazu habe ich noch keine Theorie oder Erklärung gefunden.

Ich denke der Elektronenüberschuss bei basischem Wasser könnte erklären warum es ggf. wirksam ist – weil es bei Menschen mit schlechtem (negativem) Redox-Potential zusätzliche Elektronendonatoren (Redox-Quellen) bereitstellt, welche normalerweise über Gemüse, Sonnenlicht und Grounding ‘getankt’ werden. Als ich in diesem Bezug weiter gesucht habe, bin ich dann u.a. auf verschiedene Webseiten [19] gestoßen, welche dies genau in meiner Logik theoretisieren, mehr aber auch nicht. Hier habe ich dann auch ein Interview mit Ray Kurzweil gefunden [21] – leider ohne richtige Quellenangabe auf einer Homepage eines Geräteherstellers. Interessant fand jedoch folgende Aussage:

“Basisches Wasser hat mehr zu bieten als einfach nur einen basichen pH Wert. Die wichtigste Eigenschaft von basischem Wasser aus Wasserionisierern ist das Oxidations-Reduktions-Potential (ORP). Wasser mit einem hohen negativen ORP ist von besonderer Bedeutung wegen seiner Fähigkeit, freie Radikale zu neutralisieren.”

Das hohe negative ORP [20] (gemessen in Millivolt) ist wie Eigangs schon beschrieben dann auch der wichtigste Unterschied von ionisiertem bzw. ‘basischem Wasser’ in Bezug auf Wasser das nur einen hohen pH-Wert aufweist. Denn ein hoher bzw. höherer pH-Wert alleine kann auch über die Zugabe von Calcium, Magnesium und insb. Natron erreicht werden. Gerade letzteres ist dann jedoch für den Magen auf die Dauer nicht so gut – und es liefert eben auch keine Elektronen (also das negative Redox-Potential). Jedoch: Auch die Zugabe von Mineralien, Natron, Vitamin-C & Co. haben direkte Auswirkungen auf den ORP-Wert (siehe auch hier)… alles nicht so einfach, wie auch Herr W. Last in seinem ausführlichen Beitrag zum ORP erklärt [22].

Ich hatte dann noch ein interessantes Video in Bezug auf Sankokoralle (primär Calcium und Magnesium) gefunden, wo auch auf den pH- und ORP-Wert eingegangen wird – inkl. Messungen und visuellen Beispielen [25]. Erreicht wird dann ein ORP-Wert von ca. -260mV bei einem pH-Wert von deutlich über 7 auf Basis eines destillierten (bzw. UO)-Wassers. Sehr interessant! Wie jedoch die Auswirkung des Pulvers auf unsere Magenschleimhaut ist – Fehlanzeige. Hier wird ein Aspekt hervorgehoben – alle anderen werden ausgeblendet bzw. nicht behandelt.

Fazit: Hier scheint ggf. mehr dran zu sein als ich zuerst dachte – irgendwann mal mehr dazu in einem eigenen Artikel! Das Kern-Problem das ich für den Privatanwender sehe: Wie mache ich einen vernünftigen Gerätehersteller (u.a. Elektrodenbeschichtung) mit vernünftiger Vorfilterung aus? Wer kontrolliert und wartet das Gerät? Wer reinigt die Elektroden? In welchem (Nutzen-Risiko-)Verhältnis steht diese Investition zum Konsum von frisch gepressten Gemüsesäften und/oder dem Verzehr von 1-2 Kg Gemüse am Tag? Und: Wie viel ‘basisches Wasser’ ist dann zu viel des Guten – oder ist es langfristig überhaupt gut?, denn der Körper kann wohl mit zu viel Basen, insb. wenn diese über den Magen gehen, nicht in beliebigen Mengen umgehen [26][27].

Sonstiges – also Steinchen, Magneten, Wirbler & Co.?

EM-Keramikröhrchen

(Edel-)steinchen

Da gibts so viel… von EM-Keramikröhrchen über Edelsteine, Wasserwirblern, Magneten & Co.  – dazu etwas zu schreiben ist sehr schwierig. Schaden kann das alles wohl kaum – höchstens dem Geldbeutel. J. Brisson [7] gibt dann auch genau das an was ich schon bei Dr. Jack Kruse und teils auch Dr. Gerald Pollack gelesen bzw. gehört hatte:

  • Ein ‘Vortexter’ bzw. Wasserverwirbler nutzen, z.B. einen ‘Vinturi Weinbelüfter’ – den gibts unter 30€ und er wurde auch von Kruse in seinem Forum empfohlen. Nach Pollack sind Verwirbler aus Kupfer optimal.
  • Das Wasser in Glasflaschen bzw. einem Glaskrug dem Sonnenlicht aussetzten. Nach dem Buch von Pollack [11] macht gerade IR-Licht (3000nm) das Wasser mehr ‘EZ’.
  • Dr. Kruse empfiehlt dann auch noch das Wasser auf einen (statischen) Magneten zu setzten (>> 5 Gauss) – dieses soll die Clusterbildung im Wasser [15][16] fördern – was auch immer der physiologische Effekt davon sein mag.
  • Die Zugabe von frischen Obst oder Gemüse um zu helfen das Wasser zu strukturieren. Ich mag ja einen Spritzer Zitrone bzw. eine Zitronenscheibe oder Ingwer im Wasser sehr gerne.

Ich nutze dann noch gebrannte EM-Keramikröhrchen – in der Wasser-Karaffe. Edelsteine jedoch nur außen um die Karaffe (ich möchte da keine Verunreinigung) – zumindest sieht es ganz schick aus 😉 Beides hatte ich mal umsonst bei einer Bestellung dazu bekommen – ansonsten hätte ich es nicht gekauft. Zur EM-Keramik gibt ein Vertrieb u.a. an:

“Die graue EM Keramik vom K-Typ wird bei 1200-1300° C gebrannt und ist deshalb hart und nahezu unbegrenzt haltbar. Sie wirkt hauptsächlich durch elektromagnetische Resonanzschwingung und infrarote Strahlung, die für ein stabiles regeneratives und antioxidatives Milieu sorgen. Von Zeit zu Zeit sollte man die graue Keramik gründlich säubern und in der Sonne oder unter Infrarotlicht trocknen lassen.”

Was auch immer 😉

Was darf es denn nun sein – UO, Destillation, Aktivkohle – oder besser nichts davon?

Tja, da streiten sich die Geister, denn [1][2][3][9][10] raten letztendlich von UO & Destillierung ab (u.a. Mineralien, pH-Wert, ‘Struktur’) und stehen Aktivkohle, soweit es untersucht wurde, wegen Verkeimungsrisiken auch kritisch gegenüber. Frau Meyers schreibt [2]:

“Then I read on Dr. L Wilson’s website that reverse osmosis water does not hydrate as well as spring water. I can certainly attest to this. Since then, I have only drunk spring water and feel fully hydrated after 8 glasses a day. Reverse osmosis, sadly, is not good for drinking. In fact, it is terrible. It does not matter if someone has added minerals back to it.”

Der zitierte Dr. Willson schreibt dann [3]:

“Water filtered by reverse osmosis or RO is not good drinking water, in our experience. It does not matter if someone has added minerals back to the RO water, boiled it, or done other things to it like praying over it or “energizing” it in any way that I have seen, so far. These methods do not seems to undo the damage to the water that occurs due to passing it through the plastic RO membrane. Please avoid all water made this way for best hydration.”

Leider habe ich bei all meinen Recherchen noch keine faktuellen Belege in Bezug auf die angebliche Schädlichkeit von UO-Wasser gefunden. Ich selber kann die Berichte subjektiv nicht bestätigen – habe jedoch keine entsprechenden Vergleichsgruppen oder Langzeituntersuchungen gemacht.

J. Brisson [7] empfiehlt dann UO mit Verweis auf Pollack und Kruse – wobei in den Links bzw. Quellen die er dafür angibt solche Hinweise nicht zu finden sind. Von Pollack weiß ich aus Interviews nur, das einige Quellwasser wohl eine besonders positive Wirkung haben und das UO & Destillation die ‘EZ’ des Wassers reduziert. Grundsätzlich ist für beide (Kruse & Pollack) gutes Quellwasser das optimale, gefolgt von (schadstofffreiem) Grundwasser. Kruse empfiehlt jedoch durchaus UO – wenn beides nicht vorhanden und das Trinkwasser fluorodiert ist. Brisson schließt mit:

“I consume reverse osmosis (RO) water frequently myself, and store it (and consume it) in glass bottles. Reverse osmosis water is not as pure, though, as it removes 90% or more fluoride from water, compared to 100% from distilled. I do like that a greater quantity of water can be purified in a short amount of time with RO machines and filters, and they are less expensive than distillers.”

Ich kann dazu nur schreiben, das UO-Wasser mir sehr gut schmeckt und ich, wie es Frau Meyers schreibt, auch gerne mehr davon trinke. Ich empfinde es jedoch anders als Sie: Wo ich bei Leitungswasser eher eine Abneigung habe mein 0,5-1l am morgen zu trinken – schaffe ich das mit UO-Wasser ohne Probleme. Ich selber habe eher das Gefühl, das mir mein Körper sagt: Das Leitungswasser ist irgendwie komisch…. So verschieden können also die (subjektiven) Wahrnehmungen & Interpretationen sein.

Tja.. zusammenfassend würde ich mal schreiben:

  • UO hat das größte Potential die Struktur des Wassers zu verändern – wie auch immer – filtert jedoch sehr gut, hat einen guten Durchsatz und akzeptable Betriebskosten. Die (potentielle) pH-Wert Erniedrigung auf ca. 5,5-5,8 ist jedoch eher ungünstig, wobei das bei mir nicht der Fall war. Zum ORP-Wert kann ich leder nichts sagen, weil ich dazu nichts gefunden habe.
  • Destillation (Verdampfung / Konsensation) scheint noch irgendwie natürlich – der ganze prozess ist jedoch teuer von den Stromkosten her und nicht gerade Schnell in der Bereitung des Wassers. Zum pH-Wert gilt wohl ähnliches wie beim UO-Wasser.
  • Aktivkohle filtert am schlechtesten, hat wohl das höchste Verkeimungsrisiko – ändert die Struktur des Wasser jedoch wohl recht gering und hat einen guten Durchsatz beim Filtern zu akzeptable Kosten (teils geringer als UO). In Bezug auf den pH-Wert dürfte hier am wenigsten passieren…

Das ist dann auch meine Sicht der Dinge als Synthese mit den angeführten Quellen bzw. ‘Meinungen’. Die Qual der Wahl…. nichts genaues weiß man nicht. So muss jeder letztendlich selber überlegen warum und wieso das Wasser – zumindest in Deutschland – gefiltert werden sollte und was sich derjenige davon persönlich verspricht. Die günstigste Lösung ist immer noch: Aus der Wasserleitung. Alternativ: Quellwasser in Glasflaschen und als letzte Option die Filtration – die auch nicht umsonst kommt. Vor allem: hier müssen regelmäßig (min. 2 mal im Jahr) die Filter gewechselt werden! Wer sich das nicht zutraut oder mag – sollte die Finger von jeder Art von Filtrationssystemen lassen.

Letzte Gedanken zu Wasser, Qualität, elektromagnetische Felder, UO & Co.

Ob nun UO-Wasser besser oder schlechter ist – das weiß aktuell noch keiner, weil wir Wasser einfach zu schlecht verstehen. Pollacks Buch [11] hat mir dieses sehr, sehr gut aufgezeigt – wirklich erschreckend. Zudem gibt es dann auch noch Forschungen die sich mit dem Einfluss von Magnetfeldern und EMF auf Wasser und Wasser-Clusterbildung beschäftigen [15][16] – alles Themen bei denen die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt – ggf. schreibe ich dazu auch noch mal einen Artikel.

So kann ich am Ende nur noch mal den Wasserforscher Dr. Gerald Pollack [11] aus einem Interview [17] zitieren (ca. min. 28):

“there are a lot of waters out there …. nobody knows which ones are the best ….”

Wobei er dann basisches Wasser, UO, etc. erwähnt. Pollack erwähnt dann bei min. 35 das der Körper ggf. Protonen loswerden möchte – das mag für die Eukaryontischen Zellen im Körper stimmen, nicht jedoch für die Prokaryoten in unserem Magen welche Protonen mögen (niedriger pH!). Also pauschal zu sagen basisch oder sauer ist gut – so einfach ist die Geschichte jedenfalls nicht! Optimal scheint es zu sein sich im Bereich leicht sauer oder leicht basisch zu bewegen.

Magnetfeld vom (betätigten) Magnetventil der UO-Anlage unter der Spüle am Ausguss gemessen.

Magnetisches Feld einer Herdplatte zum Vergleich…

Problematisch scheinen jedoch elektromagnetische Felder in Bezug auf die Clusterbildung [16]. Wo gibt es die? Bei UO-Anlagen z.B. beim Magnetventil und ggf. auch einer Druckerhöhungspumpe oder einer UV-Nachbehandlung. Bei der Destillation generell bei dem Heizelement. Bei den Anlagen die basisches Wasser mit Hilfe der Elektrolyse machen… da will ich gar nicht drüber nachdenken… zumindest ist es Gleichspannung. Ist das alles so schlimm? Keine Ahnung… Wer mit einem Elektro-Herd oder Wasserkocher sein Wasser erwärmt, der setzt es noch größeren Magnetfeldern aus… und ein Induktionsfeld dürfte noch mal schlimmer sein, weil das Magnetfeld sich dann ja im (und nicht unter) Topfboden bildet…. Aua!

So möchte ich mit einem Quote von Dr. Jack Kruse die Verwirrung am Ende Komplet machen:

“Water is structured in your cells……..RO water has hydrogen bonds that can accept more energy therefore any discussion of RO water has to begin with what happens to it AFTER it is assimilated…”

Wie das Wasser das in unsere Zellen aufgenommen wird und dann in den Zellen wirkt – ja das ist das was wichtig ist – und ohne Erklärung dazu ist viel der Diskussion um UO-Wasser & Co. müssig. Nach Kruse könnte das RO-Wasser hier sogar vorteilhaft sein, weil es Bindungsfreudig ist. Wer weiß…. weil bis es zu den Zellen kommt hat es einen langen Weg hinter sich.

Fazit

Ein (für mich) komplexes & kompliziertes Thema – bisher ohne definitive Antworten. Wer belastetes Wasser hat (z.B. uralte Hausinstallation in einer Mietwohnung, viel Nitrat, Fluor & Co. im Wasser) für den ist das ganze Thema sicher eine Überlegung wert. Da ist es dann sicher auch egal mit was gefiltert wird, weil hier insgesamt eine Entlastung des Körpers und der Entgiftungssysteme erreicht werden könnte (wenn denn letztere überhaupt funktionieren… Cystein -> Glutathion -> NADH+/-…).

In Bezug auf die Filtration könnte es ggf. interessant sein, den pH & ORP-Wert des Wasser festzustellen – also vor und nach der Filtration. Sollte der ORP-Wert nach der Filtration zu positiv (in mV) sein, der pH wert sehr niedrig, dann wäre das (potentiell) nicht so vorteilhaft. Gleiches gilt dann jedoch auch für die Auswahl an Quell- und Mineralwässern – die haben wohl auch alle eher einen positiven ORP-Wert. Ich merke jedoch das ich bei dieser ersten Recherche hier (für mich) einen Punkt erreicht habe an dem das ganze Thema Wasser wirklich sehr, sehr komplex wird… nicht umsonst beschäftigen sich Menschen alleine nur mit diesem Thema Ihr Leben lang…

Was abschließend bei dieser Recherche noch interessant war: Kochen in demineralisiertem Wasser – ob nun UO, Destillation, Regenwasser oder das aus der Leitung (was bei mir ja der Fall ist) – kann wohl (noch) mehr Nährstoffe ‘auswaschen’. Insofern ist es sinnvoll so zu kochen, das so wenig wie möglich bzw. gar kein Kochwasser weg geschüttet wird. Das heißt: Zubereitung in der Pfanne mit Sud bzw. Sauce, dem Römertopf – oder Dämpfen. Klassisch (z.B. Kartoffeln) im Wasser kochen war schon immer eine schlechte Idee – mit dem gewonnenen Verständnis ist diese veraltete Praxis noch schlechter zu beurteilen.

Guten Durst!


Quellen

8 Gedanken zu „Wasser: Umkehr-Osmose (UO), Aktivekohle, Destillierung, pH-Wert, basisches Wasser & Co.

  1. Also hast du das oben abgebildete UO-System gar nicht im Einsatz bei dir? Du nimmst nach wie vor Leitungswasser?

    Was kostet denn das Durchspülen alle 6 h für 1 min? Ich muss das mal testen, was bei mir in 1 min aus dem Hahn kommt.

  2. Ich habe das abgebildete System im Einsatz, überlege jedoch es ggf. “stillzulegen”. Mir ist jedoch kein anderes UO-System untergekommen das ich anstatt dessen lieber hätte. Aber auch dieses System hat noch Optimierungspotential in bez. auf den Magnetschalter.

    Und: Im Vergleich/Verhältnis zum Abwaschen, Duschen, Baden, Klospülen, etc. pp. sind die Wasserverluste / Verbräche eines UO-Systems für Trinken & Kochen meiner Ansicht nach vernachlässigbar.

      • Grundsätzlich. Die Automatik ist in der optionalen Funkschalter-Steckdose von ELV integriert. Das war einer der Gründe für die Anschaffung des Systems – kein Tank, kein stehendes Wasser, keine systemisch angelegten Verkeimungsprobleme. Über die Doppelarmatur besteht auch für den Schmutzwasserablauf keine Rückverkeimungsproblematik – weil der Schlauch keinen direkten Kontakt zum Abfluss hat.

        Einzig der Magnetschalter für die Wasserzuführung könnte anders realisiert werden, so das das elektrische und magnetische Feld, was auf das Wasser wirkt, reduziert würde.

  3. Hi,
    habe mich auch lange mit dem Thema beschäftigt und beschäftige mich immer noch damit 🙂

    habe eine Aquaphor Morion. Mit Blasentank und Keimsperre als Nachfilter. Am Hahn ist ein Verwirblermodul von Aquadea montiert. Die sind echt toll.
    Bekomme hier TDS-Werte von 2-8 ppm raus.
    Abwasserverhältnis liegt zwischen 1:5 bis 1:11, abhängig natürlich von Wasserdruck,-temperatur und Zustand der Filter.
    Kommt nach Filterung in eine Glaskaraffe mit Edelsteinen. Das Wasser schmeckt toll.
    Ich trinke nicht nur das Wasser, sondern auch viel Kaffe und Tee. Aber so ca. 1 – 1 1/2 Liter am Tag.
    Für Kaffe und Tee kommt natürlich nur dieses Wasser in Frage 🙂
    Nur Osmosewasser trinken ist vielleicht nicht so gut, keine Ahnung. Aber ich denke so ein Liter am Tag hilft dem Organismus schon sehr für Stoffwechsel und Ausleitung.
    Dennoch habe ich mir jetzt eine Remineralisierungs-Kartusche bestellt, damit zumindest ein bisschen Mineralien drin sind, also Ca und Mg. Schätze dass ich dann so auf 30-40ppm komme, werde ich mal messen. aber mehr sollten es dann schon auch nicht sein.

    Ich hatte da mal eine Meinung bezüglich Wasser gelesen, der ich mich gedanklich anschließe.
    Was für Wasser haben die Leute früher getrunken, also so Richtung Steinzeit. Wohl hauptsächlich Regen-, Quell- und Gletscherwasser (zumindest in Europa 🙂 ). Also auch meist Reinstwasser. Dafür scheint der menschliche Körper einfach gemacht.
    Und mit der Zeit und Etwicklung wurde das Wasser immer “dreckiger” und damit für den Menschen nicht mehr optimal.
    Osmosewasser mit der entsprechenden “Nachbehandlung” halte ich für das naturnaheste Wasser das man bekommen kann.

    LG,
    Sebastian

    • Gerade die Dinge die Sie erwähnen -> Remineralisierung, einen Tank, ein schlechtes Abwasserverhältnis (1:5-1:11 ist wirklich nicht gut) und geringen TDS-Wert sehe ich nicht als vorteilhaft an. Zudem macht die UO mit dem Wasser etwas was ich nicht nachvollziehen kann. Für technische Anwendungen wo Reinstwasser benutzt wird – 1a, für den menschlichen Gebrauch hat es mir jedoch zu wenig mit den Prozessen zu tun, welche in der Natur bei Quellwasser stattfinden.

      Deswegen nutze ich aktuell meine UO-Anlage nicht mehr. In Deutschland würde ich aktuell auf eine reine Direct-Flow Aktivkohle-Anlage mit Spülautomatik zurückgreifen. Das Produkt das von Ihnen angegeben wird ist zudem – aus meiner Perspektive – nicht gerade günstig. Da zu den üblichen Filtern (Vor, Sediment und UO) auch noch ein Aktivkohlefilter getauscht werden muss, sind auch die Betriebskosten pro Jahr nicht zu unterschätzen. Das ganze wird mit einer Mineralisierungskartusche dann auch nicht günstiger. Setze ich die Lebensdauer der Anlage auf 10 Jahre an – so entstehen sicher bis zu 200€/Jahr an Betriebskosten. Dafür gibts schon eine Menge an sehr gutem Quellwasser in Flaschen.

      • Darum ja auch das Wirbelmodul von Aquadea zur Clusterauflösung, Wiederbelebung, Sauerstoffanreicherung etc.
        Billig war sie damals nicht. man kriegt sie aktuell bei amazon für 250.-€
        Wegen dem Blasentank ist ja eben noch die Keimsperre nachgeschaltet. Und jetzt bald dann noch die Remineralisierungskartusche.
        Das meiste Permeat wird dann noch zum gießen verwendet.
        Filterkosten belaufen sich auf ca. 100.-/Jahr wenn man weiß wo man kauft 🙂

        ich habe bei dem so gewonnenen Wasser ein sehr gutes Bauchgefühl.

        Klar ist man mit Plose oder Lauretana auch sehr gut bedient 🙂

        • Das ist ja genau das was ich in meinem Artikel beschrieben habe und was mich stört: z.B. der Tank mit der Keimsperre bzw. dem UV-Licht. Man macht technisch etwas (stehendes Wasser) was bekanntermaßen problematisch ist – und dann wieder einen Techno-Fix, der Geld kostet, kaputt gehen kann und alles komplizierter macht.

          Dann eine fragwürdige Remineralisierung (keiner sagt einem genau was drin ist, siehe auch in meinem Artikel) – weil vorher eben alles rausgefiltert wurde. Wenn aber Quell und insb. Regenwasser keine bzw. auch kaum Mineralien enthalten (‘leichte’ Wasser) – warum sollten dann 1, 2 oder 3 Elemente dann wieder dazumineralisiert werden?

          Das mit dem Wasserwirbler: Auch wieder ein Techno-Fix, weil die UO wohl definitiv bestimmte Strukturen bzw. Ordnungen zerstört… soweit man das überhaupt beurteilen kann, weil hier das “Eis” sehr dünn wird.

          Irgendwie ist für mich in der ganzen Geschichte der Wurm drin, also in den Fällen wo das Leitungswasser definitiv nicht verseucht, Fluorodiert, gechlort, etc. pp. ist. In den fällen ist jede Art der Filtration besser als das Leitungswasser!

          Genau zu diesen Punkten würden mich weitere Überlegungen, Fakten, Daten und Erfahrungen in Bezug auf verschiedenste Systeme interessieren – also wenn irgendwer schon 3, 5 oder 10 versch. Anlagen ausprobiert hat und subjektive Unterschiede/Änderungen den einzelnen Systemen zuschreiben mag.

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