“Indischer” Reis mit Gewürzen – Schnell & einfach!

Vollkornreis und rote Linsen. Foto: H.C.

Oft ist mir nicht nach großem Kochen – natürlich möchte ich dennoch gerne Vollwertig, Gesund und lecker essen.

Meine Lösung für diesen ‘Anspruch’ ist, das ich dann einfach den (Vollkorn-)Reis direkt mit Gewürzen und einem Schuss Tomatenpüree koche. Zusätzlich, nach Wahl, Vorrat oder Angebot dämpfe ich Gemüse dazu serviere beides dann zusammen.

Alternativ kann das Gemüse auch zusammen mit dem Reis in einem Topf gekocht werden. In diesem Fall bieten sich z.B. Karotten, Brokkoli, Pastinaken, Rosenkohl und Zwiebeln sehr gut an – also Gemüse das etwas robuster ist.

Das ganze ist vom Prinzip umgekehrt zudem wie man in den meisten Küchen die Gerichte zubereitet – was solls, das ganze schmeckt auch anders herum hervorragend 🙂

Wie gehe ich vor?

Zuerst wiege ich Reis und (rote) Linsen (letzteres als Proteinbeilage) ab:

  • Zum Beispiel 130g Vollkornreis und 50g (rote) Linsen – wobei das dem eigenen Kalorienbedarf anzupassen ist. Beide wasche ich ca. 2 mal warmen Wasser. Danach fülle ich den Topf mit ca. 2,3 mal so viel Wasser auf – in diesem Beispiel also bis auf 600g (entspricht 0,42l Wasser), denn Vollkornreis braucht etwas mehr Wasser als weißer Reis, der üblicherweise 2:1 (Wasser:Reis) gekocht wird.
  • Wenn ich weißen Reis+Linsen (ebenfalls insg. 180g) koche dann reicht etwas weniger Wasser (~0,38l). Anmerkung: Weißen Reis nutze ich primär auf Reisen bzw. wenn ich wenig Zeit habe.
  • Bei Hirse sollte für den Hirseanteil (130g) ca. 3,3 mal so viel Wasser beigegeben werden (0,43l) – für die (roten) Linsen aber nur 2 mal so viel (0,1l – also insg. 0,53l).

Tip: Rote Linsen nutze ich gerne weil sie ohne vorheriges Einweichen sehr schnell gar sind – selbst bei weißem Reis! Natürlich ist es auch möglich braune Linsen zu nutzen, die vorher optimalerweise 12h gewässert wurden.

Gewürze

Zum Würzen gebe ich frischen Ingwer und Knoblauch in das Gericht. Bewährt hat sich bei mir dabei eine Feinreibe mit der ich das direkt in den Topf reibe – das erspart umständliches Kleinschneiden oder Knoblauchpressen. Danach gebe ich verschiedene Gewürze hinzu. In diesem Beispiel:

  • Pfeffer
  • 1/4 TL Kurkuma(Pulver)
  • 1 TL Garam-Masala (Pulver)
  • 1/4 TL Kreuzkümmel (Pulver)
  • 1/2 TL Paprika (Pulver)

Möglich sind aber viele Kombinationen, z.B.:

  • Basilikum/Oregano/Pfeffer
  • Nana-Minze, Garam-Masala, Kurkuma, Pfeffer
  • Nelken, Lorbeerblätter, Koriander, Kreuzkümmel
  • etc. pp.

Der Kombinationsfreude sind keine Grenzen gesetzt 🙂

Kochphase

Champignon und Tomatenpüree aus der Flasche. Foto: H.C.

Nun bringe ich alles ein mal zum Aufkochen und stelle die Platte danach auf kleine Stufe – so das das ganze weiter köchelt. Je nachdem ob es Vollkornreis, weißer Reis oder Hirse ist benötigt das ganze verschiedene Zeit.

Während der Kochphase kann nun schnell Gemüse oder ein Champingon geschnitten werden und nach dem ersten aufquellen hinzugegeben werden. Bei Vollkornreis nach ca. 20 min., bei weisem Reis nach ca. 10 min. und bei Hirse ca. nach 10-15 min. Optional gebe ich auch noch immer einen Schuss Tomatenpüree aus dem Glas hinzu – nicht zu viel, sonst wird das hinterher zu matschig. Alternativ mit weniger Wasser kochen und mehr Tomatenpüree dazugeben.

An dieser Stelle – oder schon vorher – könnte auch direkt Gemüse (z.B. Mohrrüben) im Topf landen. Die Zeit bei der das hinzugegeben wird hängt von der Garzeit des Gemüses ab und ob da eben Vollkornreis, Hirse oder weißer Reis gekocht wird. Einfach mal ausprobieren 🙂

Kochkiste

Fertiger Reis. Foto:H.C.

Topf in Kochkiste. Foto: H.C.

Wenn das meiste Wasser weg ist, dann stelle ich den Topf in eine passende Kochkiste. Für mein Schulte-Ufer Romana Kochgeschirr gibt es solch eine Styropor-Warmhaltekiste für verschiedene Töpfe.

In dieser kann das Getreide weiter garen ohne anzubrennen. Ob ich es nun in 30 Minuten oder erst in zwei Stunden esse ist egal. So kann ich den Reis & Co. oft schon viel früher vorkochen – wann es eben passt – und das Gemüse dann schnell und frisch in 10-15 Minuten dämpfen.

Ist keine Kochkiste vorhanden, dann muss der Topf auf der Herdplatte (kleinste Stufe) bleiben. Zudem ist Aufpassen angesagt, damit nichts anbrennt. Ist fast alles Wasser weg, dann den Topf von der Herdplatte nehmen und ggf. in ein Badehandtuch (Kochkistenersatz) einwickeln oder recht bald essen. Beim ganzen gekoche das ‘ab-und-zu’ umrühren nicht vergessen!

Fazit?

Das wars auch schon!

Serviert mit frisch gedämpften Gemüse schmeckt das ganze wunderbar ist und schnell zubereitet. Der Reis lässt sich gut unterwegs mitnehmen und schmeckt (zumindest mir) auch Lauwarm oder Kalt hervorragend.

Noch ein Tip: Ich nutze Tomatenpüree aus der Glasflasche. So vermeide ich unnötige Belastung mit BPA und Phtalaten. Weiterhin werden diese Tomaten frisch geerntet – was gerade im Winter sinnvoll ist – denn die importierten Gewächshaus-Beton-Tomaten schmecken mir schlechter, sind teurer – und dürften letztendlich auch eine schlechtere Ökobilanz haben.