EMF, Mikrowellen, Mobilfunk, Elektrosmog & Co. – Eine Übersicht

Bitte kein Funk und keine EMF! Bildquelle: Free Vector Art by Vecteezy.com

Dem Thema EMF (Elektro-Magnetische-Felder), also u.a. Mobilfunk, Mikrowellen, WLAN, elektrische- und magnetische Felder, habe ich in diesem Blog bisher 14 Beiträge gewidmet.

Warum so viele Beiträge?

Weil ich das Thema in Bezug auf die Gesundheit für sehr relevant und deutlich unterschätzt halte. Selbst als Dipl. Ing. mit Hintergrund in Elektro- und Nachrichtentechnik musste ich ‘tief recherchieren’ um ein ‘Gefühl’ für die Relevanz und Tragweite in Bezug auf EMF zu bekommen.

Das Fazit vorweg

Wachstum der EMF-Belastung über die letzten 100 Jahre

Wachstum der EMF-Belastung über die letzten 100 Jahre

Was ist das Ergebnis aller meiner Artikel zu EMF? Das die Sache ist eigentlich seit über 30 Jahren klar ist: EMF (elektrische Felder, magnetische Felder und Mikrowellen) haben schädliche Auswirkungen auf biologische Organismen (Menschen, Tiere, Pflanzen) – und das auf verschiedensten Ebenen. Grundsätzlich scheint die Aktivierung von so-genannten Calcium-Ionenkanälen (VGCC), welche alle Zellen haben, für die bio- und neurologischen Effekte verantwortlich zu sein.

Leider hat sich die effektive Belastung von 1980-2010, speziell im Mikrowellenbereich, um über den Faktor 1.000.000 gesteigert. Was seit 2010 hinzugekommen ist? Gefühlt noch mal der Faktor von 10-100. Das ist jetzt ‘kein Scheiß’, sondern ergibt sich aus dem nebenstehenden Diagramm – und macht auch Sinn, weil es damals (1980) u.a. noch keine WLAN’s, digitale Mobil- und Schnurlostelefone gab.

Aber auch immer mehr elektrische Geräte, Netzteile mit DC/DC Wandler (‘getaktete’ Wandlung der Spannung), Power-Line Communication, Smartmeter, Inverter der Solaranlage, Induktions-Kochfelder, etc. pp. spielen eine Rolle – also Dinge welche an dem (ungeschirmten) 230 Volt Stromnetz hängen bzw. über dieses kommunizieren und so-genannte ‘dreckige Elektrizität’ im Stromnetz erzeugen.

Die Themen Vermeidung, Reduktion, Abschirmung – aber auch Verstehen und Messen können halte ich deswegen für überaus relevant um einen vernünftigen und vorsorglichen Umgang mit diesen ‘neuen’ Risiken zu finden.

Der seichte Einstieg

Zum Einstieg in die Thematik empfehle ich folgende drei Beiträge, welche alle Videos beinhalten und einen eher breiten Einstieg in die Thematik bieten:

Gerade der Film ‘Resonance’ hatte bei mir in Zusammenhang mit Essays von Dr. Jack Kruse viele Puzzlesteine zusammengefügt. Das Video von Dr. Mutter im 3ten Beitrag ist dann auch für rein deutschsprachige Leser interessant. Dr. Mutter mag im Video ‘überspitzt’ rüberkommen – meiner Ansicht nach versteht er die Lage jedoch mehr als richtig, weil er in seiner (Spezial-) Praxis mit Menschen zu tun hat die unter den Auswirkungen leiden. Dies, da u.a. Menschen mit (unerkannter) Schwermetallbelastung (Amalgam & Co.) wohl deutlich häufiger unter EMF-Sensitivität leiden als andere Menschen.

Die ‘EMF-Serie’ hier im Blog

Dem Einstieg schließt sich meine eigene Tiefen-Recherche an. Am Anfang die Frage nach Grenzwerten, Auswirkungen und Messgeräten, dann Belastungen in Zügen durch Oberleitungen, bei Mobilfunk generell (inkl. Sendemasten), die Unterschiede von 4G und 5G, die neusten Studien (u.a. US NTP-Studie) sowie die Belastung als Fahrgast durch Smartphone-Nutzer (Mitreisende) in Bus & Bahn.

Gerade die Punkte 4 & 10 finde ich persönlich sehr krass und schätze Sie als wirklich kritisch ein – denn die einzige mit einfallende Vermeidungsstrategie ist den ÖPNV nicht mehr zu nutzen. Kein Smartphone ist ja recht einfach – aber eine eingeschränkte Mobilität?

Die Extras

Mobilfunk-Sendemast. Quelle: Wikipedia. Autor: Erwin Krauß, Lizenz: GNU

Alles weitere umfasst aktuell nur das Thema wo die Mobilfunkmasten stehen. Wie gefährlich diese dann sein können, beleuchte ich u.a. in EMF 5:

Allerdings sollte klar sein, das der schlimmste Mobilfunk-Mast noch immer der ist, der in der Hosentasche steckt 😉

Generelles zu den ‘gesetzlichen’ Grenzwerten

Diese werden von der ICNIRP mit ‘Sitz’ im Bundesamt für Strahlenschutz festgelegt. Sehr schön beschreiben es die Situation die Wissenschaftler aus einer Zusammenfassung der NTP-Studie [12]:

“Die ICNIRP ist eine in Deutschland ansässige private Nichtregierungsorganisation (NGO). Neue Experten, die der Organisation beitreten, können nur von Mitgliedern der ICNIRP gewählt werden. Viele Mitglieder der ICNIRP haben Verbindungen zur Industrie, die von den Richtlinien der ICNIRP abhängig ist. Diese Richtlinien sind für das Militär, die Telekom/IT-Branche und die Energiewirtschaft von enorm großer ökonomischer und strategischer Bedeutung.”

Wer meint, das diese Grenzwerte nur irgend etwas mit den realen Fakten in Bezug auf die Gesundheit zu tun haben, der sollte unbedingt den ersten Teil meiner EMF-Serie lesen – denn das was von Ärzten, Wissenschaftlern, (Bau-) Biologen & Co. empfohlen wird ist um ca. den Faktor 1.000.000 geringer… Aua….

Mein Fazit

Unterschätzt die (schleichenden) Auswirkungen von EMF’s nicht. Zusammen mit dem Blaulicht (der Displays) und dem dauernden Triggern des Belohnungssystems durch Whatsapp & Co. (-> Dopaminausschüttung) führt all dies (im besten Falle) zu einem veritablem Zell- und Neurostress mit dem langfristigen Risiko von Krebs, Melatonin-Mangel und Auswirkungen auf unser Hormonsystem, DNA-Schäden, mitochondrialer Fehlfunktion (Energiemangel), etc. pp.

All dies sind schleichende Prozesse – welche dann nicht den ursächlichen EMF aus Mobilfunk, WLAN & Co. zugeordnet werden. Gekoppelt mit ungünstiger Ernährung wird hier meiner aktuellen Sicht nach viel Potential für Vitalität und eine lange Gesundheit leichtfertig ‘verbrannt’.

Basic-Tips für den Umgang mit EMF

Viel mehr findet sich in den einzelnen Artikeln oder hier – insofern ist das hier nur eine ganz kurze Zusammenfassung.

  • Grundsätzlich: Distanz
    • Je weiter weg von den Quellen (Telefon, Router, Notebook, Mobilfunkmast, Netzteile, Leitungen) desto besser.
    • Ein Einfamilienhaus ist meist besser als eine Wohnung in einem Wohnblock.
    • Das Dorf ist tendenziell besser als Innenstadt.
    • Check auf Mobilfunkmasten
  • Mindestens: Verringern
    • WLAN Router wenigstens nachts ausschalten bzw. Leistung reduzieren
    • Eco-DECT fürs Schnurlos
    • Smartphone nachts auf Flugmodus
      • und nicht am Körper Tragen,
      • sowie 3G anstatt LTE einstellen.
    • Bett ggf. so stellen das weniger Belastung beim Schlaf wirkt (-> Messen)
    • Geschirmte Steckdosen und Stromkabel verwenden (z.B. im Büro am PC/Schreibtisch).
  • Optimal: Vermeiden
    • PCs via Ethernet-Kabel vernetzen,
    • kein WLAN zuhause,
    • kein Smartphone nutzen,
    • Festnetz-Telefon anstatt Schnurlos,
    • keine ‘Powerline-Communication’ (Internet über das Stromnetz)
    • keine Induktions-Kochfelder
    • keine Solaranlage – bzw. den Inverter weit weg und einen Netzfilter installieren,
    • Sicherungen für Schlaf- und Nebenräume nachts ausschalten (oder Netzfreischalter)
      • bzw. Schlafplatz vermessen und bei Belastung verändern

Weiteres Lesematerial

Für den weiterenEinstieg kann ich nur die Umweltmedizin-Folien unter den Links empfehlen [1-6]. Auch die Interviews mit Dipl. Ing Liebl [7-11] sind ein sehr guter und breiter Einstieg in die Thematik – inkl. Der Themen Abschirmung, ‘dreckige’ Elektrizität und Körperspannung. Weiterhin sind folgende Portale bzw. Webseiten ggf. hilfreich:

Ich hoffe das hilft schon mal dem einen oder anderen.


Links / Quellen