Buchkritik: Jod – Schlüssel zur Gesundheit von Kyra Hoffmann

Von | 7. Dezember 2016
Buch: Jod, Schlüssel zur Gesundheit von Kyra Hoffmann & Sascha Kaufmann

Buch: Jod, Schlüssel zur Gesundheit von Kyra Hoffmann & Sascha Kaufmann. Foto: H.C.

Die Kritik zu diesem Buch hatte ich Ende 2016 veröffentlicht. Inzwischen, also im Jahre 2020, sehe ich das Buch noch kritischer als damals.

Heute (2020), mit deutlich mehr Hintergrund und eigener praktischer Erfahrung in Bezug auf Jod, die Schilddrüse, L-Thyroxin, Thybon & Co., den Nebennieren und dem Steroid-Hormonsystem, kann ich einfach bei zu vielen der dargestellten Dinge und Aussagen nicht mehr mitgehen. Insofern möchte ich hier gleich auf meine Blog-Posts zu:

verweisen in denen ich viel von dem was im Buch dargelegt wird hinterfragt habe – mit teils deutlich anderen Schlüssen und Ergebnissen.

Das Thema Jod an sich bleibt auch für mich kontrovers, anders als z.B. bei Vitamin D3 – wo es einigermaßen brauchbare Empfehlungen gibt. Allerdings war das Buch rückblickend nichts, was mich bezüglich der Aufklärung der Kontroverse wirklich weiter gebracht hat. So kann ich den Autoren, u.a. in Bezug auf Hochdosis-Jod und vielen Angaben ohne dedizierte Quellen, heute nicht mehr folgen. Viele Schüsse gehen für mich nicht auf. Jod ist aus meiner Sicht zwar ein wichtiger Faktor unter vielen – wird hier jedoch meiner Lesart nach einfach zu stark hochstilisiert.

Das dann Dinge wie der Jod-Sättigungs-Test von Brownstein & Co. nicht einmal kritisch hinterfragt werden enttäuscht zusätzlich. Ich habe dafür, inklusive des Verfassens des verlinkten Artikels, nur einige Stunden benötigt. Auch andere Aussagen im Buch zu angeblich oft üblichen Jod-Mengen in Japan lassen sich sehr schnell wiederlegen – wobei die Quellen im Buch (meiner Erinnerung nach) oft immer wieder auf Brownstein, Abrahams, Farrow und Konsorten verweisen. Letzteres ist nach meinem Gefühl ein Selbst-Referentielles System aus selbst ernannten Experten. Auch dazu steht einiges in meinem Artikel über den Sättigungstest.

Insofern erhält das Buch keine Empfehlung mehr von mir.

Unterstützer können noch die alte Buch-Zusammenfassung lesen – öffentlich mag ich Sie nicht mehr stellen, da ich fast jeden Abschnitt zusätzlich kommentieren müsste.

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