Die 3 Phasen der Entgiftung – Schritt 1: Erstmal richtig Kacken, ordentlich Essen und viel Trinken + was zu Bindemitteln

Von | 1. Juni 2020
Ein excellenter Stuhlgang (min. 1 * am Tag ordentlich viel) und viel "Pipi" ist essentiell für die Phase 3 der Entgiftung!

Ein excellenter Stuhlgang (min. 1 * am Tag ordentlich viel) und viel “Pipi” ist essentiell für die Phase 3 der Entgiftung! Quelle: Pixabay

Heute einmal ein etwas ‘ordinäres Wort’ im Beitragstitel – in Anlehnung an Giulia Enders Bestseller-Buch “Darm mit Charme” und dem Abschnitt: “Wie geht Kacken?” – wozu ich weiter unten im Beitrag über die Entgiftung noch ein paar Zeilen schreibe. Hier und heute geht es sprichwörtlich ‘um die Wurst’ – die möglichst groß & lang, nicht zu flüssig und nicht zu fest ausfallen sollte – und das auch mindestens 1 * täglich.

Warum ist mir das mit dem regelmäßigen Stuhlgang, dem damit verbundenen Trinken, dem ordentlichen Essen mit genug Ballaststoffen – und auch der Sitzposition auf der Toilette so wichtig? Ganz einfach: Wird der metabolische Abfall nicht ausgeschieden – und das schnellstmöglich – dann wird viel ‘Müll’ im Darm reabsorbiert und so nicht ausgeschieden (-> konjungierte Giftstoffe & Toxine, Schwermetalle, etc.). Nicht gut…

Was sind die Themen im Artikel?

  • Kurz etwas zu den 3 Phasen der Entgiftung
  • 3-2-1: Ohne “Abfluss Frei” gibt es einen Rückstau
  • Warum ist ein regelmäßiger Stuhlgang (-> Kacken) so wichtig?
  • Reabsorption von Giftstoffen & Metaboliten im Darm 
  • Bindung von Giftstoffen: Ballaststoffe & Bindemittel
  • Ballaststoffe – nicht in Milch, nicht in Fleisch, nicht in Fetten!
  • Kurz zum Trinken & dem (aus meiner Sicht) angemessenen Essen
  • Zuguter letzt: Wie geht ‘Kacken’?

Sowie mein übliches Fazit.

Kurz zu den 3 Phasen der Entgiftung

Organbezogenes Schaubild der Elimination von Toxinen mittels der 3 Phasen der Entgiftung.

Organbezogenes Schaubild der Elimination von Toxinen mittels der 3 Phasen der Entgiftung.

In diesem Artikel möchte ich das Thema Entgiftung nicht zu stark vertiefen. Grundsätzlich gibt es drei sogenannten Phasen der Entgiftung im menschlichen Organismus mit denen Toxine und Stoffwechsel-‘Abfälle’ metabolisiert, transportfähig gemacht werden um diese dann final auszuscheiden. In Kürze [2][3][4][5][6][7][8]:

  • Phase 1: Funktionalisierung
    • Chemische Stoffe werden funktionalisiert, meint: Sie werden für den Transport vorbereitet, also umgeformt (-> reaktive Metaboliten) und wasserlöslicher gemacht.
    • Der Vergleich: Das ist ungefähr so, wie den Müll im Haus sammeln und in in den Flur stellen.
  • Phase 2: Konjungierung
    • Die Stoffe der Phase 1 werden nun transportfähig gemacht. Der Körper koppelt (-> “Konjungiert”) dazu die Giftstoffe mit anderen Stoffen (z.B. Aminosäuren, Schwefel, etc.). Dadurch werden die meisten Stoffe wasserlöslich und können besser im Blut transportiert werden.
    • Der Vergleich: Das ist dann so, wie den Müll aus der Wohnung auf die Strasse stellen.
  • Phase 3: Ausscheidung
    • Die konjungierten Stoffe der Phase 2 werden in dieser Phase in der Leber an den Gallensaft gebunden bzw. mittels Blut (Serum) & Lymphbahnen zu den Ausscheidungsorganen transportiert: Nieren (Urin) & Darm (Stuhl)
    • Der Vergleich: Dies ist quasi die Müllabfuhr, die den Müll zur Müllkippe bringt.

Im nebenstehenden Bild ist das ganze verdeutlicht. Beteiligte an dem ganzen Geschehen sind, neben vielen anderen, die Cytochrome P450 Enzyme (Phase 1) und z.B. die Glutathion-S Tranferasen (Phase 2). All diese ‘Entgiftungsenzyme’ brauchen dann, für Ihre einwandfreie Funktion, verschiedenste Mikronährstoffe, Aminosäuren & Co. Fehlt da etwas – oder ist im Mangel (wie z.B. bei einer HPU), dann stockt es bei der Entgiftung. In einem Folgeartikel gehe ich darauf noch genauer ein.

3-2-1: Ohne “Abfluss Frei” gibt es einen Rückstau

Die Entgiftung läuft als Kette ab: Phase 1 -> Phase 2 -> Phase 3. ‘Staut & stockt’ es in irgend einer Phase gibt es einen Rückstau. Das ist dann wie der Messi, der den Müll im Hausflur stapelt – bis es Schimmelt oder einen Wohnungsbrand gibt. Andere stapeln den Müll auf der Strasse oder im Vorhof – bis die Ratten kommen oder es dort brennt. Das ‘Müll-Problem’ ist jedoch erst ‘weg’, wenn der Müll in Richtung Müllkippe unterwegs ist, also wenn der Urin & Stuhl in der Toilette gelandet und die Spülung gedrückt ist.

Warum ist das vermeiden eines Rückstaus so wichtig? Weil es bei dem (biochemischen) Prozess der Entgiftung um teils hoch toxische Metaboliten, Radikale  & Stoffwechselprodukte geht. Werden diese nicht regelmäßig bzw. alsbald möglich entschärft, weiterverarbeitet und ausgeschieden – dann kommt es zu Zell- und Gewebezerstörungen, welche bei chronischer Last in Krankheiten münden [1]. Um die toxische Last zu entschärfen, können Dinge wie die Superoxid-Dismutase (SOD) oder ausreichend Antioxidanzien wie Vitamin C & E, Coenzym Q10, etc. helfen. Um alles zu verstehen, speziell die ‘Nebenwirkungen’, ist es wichtig sich mit dem, was in den einzelnen Phasen passiert, etwas auseinander zusetzen:

  • Phase 1: Funktionalisierung
    • Das Problem: Dadurch werden viele Stoffe teils reaktionsfreudiger, also noch giftiger (-> so genannten ‘Metaboliten’ ).
  • Phase 2: Konjungierung
    • Das Problem: Läuft die Phase 2 zu langsam – oder die Phase 1 zu schnell – dann gibt es hier einen (Rück-) Stau von gefährlichen Metaboliten aus der Phase 1. Die Phase 2 muss also ‘optimal laufen’, um die Metaboliten der Phase 1 zu entschärfen und weiter abzubauen.
  • Phase 3: Ausscheidung
    • Das Problem: Wird zu wenig getrunken, zu wenig Wasser gelassen, zu wenig Ballaststoffe zugeführt, geschieht zu wenig oder unregelmäßiger Stuhlgang, dann ist das Problematisch, weil der Körper die Giftstoffe (aus Phase 2) nicht schnell genug los wird bzw. zu viel davon im Darm Re-Absorbiert werden.

Aus meiner Sicht ist es ist deswegen am Anfang einer potentiellen ‘Entgiftung’ wichtig erst einmal die Phase 3 zu optimieren – bevor an der Phase 1 & 2 geschraubt wird.

Warum ist ein regelmäßiger Stuhlgang (-> Kacken) so wichtig?

Ist der Stuhlgang langsam und unregelmäßig, können auch Teile der Toxine (oder Schwermetalle) bei der Passage durch den Dünn- und Dickdarm (Stuhl) re-absorbiert werden -> gar nicht gut! Ist das ‘Pipi’ gelb und stinkt, dann wird oft zu wenig Wasser getrunken – hier wird dann die Niere und die Blase unnötig mit den Stoffwechselprodukten und den konjungierten Toxinen belastet.

Aber auch das ist nur ein Teil des Problems: Toxine verbrauchen im Körper Antioxidantien (wie z.B. Vitamin C). Neben dem Mund (u.a. Zahnherde, wurzel-behandelte Zähne), ist unser Verdauungssystem (u.a. Magen, Dünn- und Dickdarm) die größte Quelle bei der Bildung von Toxinen im Körper. Läuft die Verdauung nicht 1a, dann verrottet bzw. verwest die Nahrung im Verdauungstrakt. Hier können dann anaerobe Bakterien wie Clostridum hoch-potente Exotoxine bilden – Mega-ungut. Wird das alles zusätzlich noch mit einer einer eher stark Fleisch- und Milchprodukt basierten Ernährung kombiniert ist aus meiner Sicht das Chaos komplett (u.a. auch noch -> Schwefelwasserstoff)

Insofern ist es wichtig, das die Nahrung den Darm innerhalb von 12-24 h passiert – also wieder ausgeschieden wird. Das bedeutet:

  • Mindestens ein mal am Tag einKloverstopfer – oder mehrfach kleinere ‘Geschäfte’.
  • Immer genug Ballaststoffe essen und die Ernährung optimieren – damit auch genug Volumen im Darm und ‘Fressen’ für das Mikrobiom da ist.
    • Das geht am bestem mit Gemüse!
  • Immer gut kauen – und die Nahrung einspeicheln – die Verdauung fängt im Mund an.
  • Immer genug trinken – aber nicht zu den Mahlzeiten! Also den Speisebrei nicht zu stark verdünnen.
    • Das geht am besten mit Wasser – optimal 0,5 Liter gleich nach dem Aufstehen!
    • Ab 20-30 min. vor den Mahlzeiten bzw. bis 1-1,5 h nach den Mahlzeiten eher nichts bzw. max. 0,2 l trinken.
  • Milch weg lassen – das Calcium darin braucht kein Mensch und es behindert zusätzlich die Verdauung anderer Nahrung.
    • Insgesamt Vorsicht mit Milchprodukten, mit Ausnahme von z.B. Ghee (geklärte Butter) – also die Sachen ohne Milchproteine und Calcium.
  • Fleischprodukte reduzieren– auf Wurst und hoch verarbeitetes verzichten.
    • Kein rotes Fleisch bei hohem Ferritin-Spiegel (-> Eisen)!
  • Richtige Nahrungsmittelkombinationen wählen, wobei das Thema teils umstritten ist.
    • Blattgrün und stärkefreies Gemüse geht mit allem.
    • Stärkehaltiges (Reis, Hirse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte) kombiniert gut mit allem Gemüse.
    • Obst am besten alleine (verdaut sehr schnell, gärt bzw. fermentiert mit anderem) – zum Müsli in Maßen.
    • Fleisch am besten nur zu (stärke-freiem) Gemüse
    • Milchprodukte kombinieren meist nicht gut.

Das ganze hört sich leicht und einfach an – ist jedoch für viele Menschen ein Problem: Denn einen normaler Stuhlgang, also 1-3 mal am Tag, dass kennen viele Menschen nicht mehr, speziell wenn diese sich mit viel Fett, viel Milch- und Fertigprodukten und energiedichten Nahrungsmitteln ernähren (-> viele Kalorien pro Gramm). Eine Schinken-Salami-Käse-Pizza mit teils schwarzem Weizenmehlboden ist dann auch ein gutes Beispiel für eine schlechte Ernährung.

Die richtige Kombination von Nahrungsmitteln ist zudem absolut notwendig, um die Toxizität des Darms zu minimieren. Die Toxizität des Darms, insbesondere durch schlecht verdautes (und gekautes) Eiweiß, kann enorm sein. Milchprodukte sind eine generell schlecht Kombination zu allem. Anaerobe Bakterien, die Toxine mit der gleichen Toxizität wie Wurzelkanäle produzieren, können in einem verstopften Darm, der mit faulendem Essen gefüllt ist, überwiegen. Ein toxischer, verstopfter Darm ist quasi eine ‘Radikalenkanone’. Ein gesunder Darm sollte dann auch eine Darmtransitzeit von deutlich unter 24 Stunden haben, d.h. weniger als ein Stuhlgang pro Tag ist ein deutliches Anzeichen für eine erhöhte Darmtoxizität und Ihre Ernährung ist eindeutig suboptimal.

Bindung von Giftstoffen: Ballaststoffe & Bindemittel

Was bindet Giftstoffe, Toxine, Schwermetalle & Stoffwechsel-Metaboliten im Darm? Unter anderem Ballaststoffe, welche ich in meinem Artikel zu Kohlenhydraten schon vorgestellt habe, denn Ballaststoffe gehören zu der Gruppe der unverdaulichen Kohlenhydrate.  Allerdings können viele Arten von Ballaststoffen von unseren Magen- und Darmbakterien verwertet werden und liefern Nahrung für diese. Ballaststoffe sind faktisch in allen wenig bzw. unverarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln enthalten (u.a. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn-Getreide, Samen und Nüsse) [9]. Alternativ bieten sich auch noch kalte Kartoffeln (bzw. Reis) an – die haben viel resistente Stärke.

Ballaststoffe lassen sich grob in zwei Hauptkategorien unterteilen:

  • Lösliche Ballaststoffe ist die Art, welche sich mit Wasser mischt, und im Darm eine gelartige Substanz bildet.
    • Unter anderem haben diese die Auswirkung, dass man länger satt ist und Blutzuckerspitzen reduziert werden.
  • Unlösliche Ballaststoffe durchziehen den Stuhl im unverändertem Zustand und werden oft dazu verwendet ‘den Stuhl aufzupumpen’
    • Sie fördern also die Passage und Ausscheidung des Stuhls.

Die Ballaststoffe, von denen es viele Untergruppen gibt, wirken dann verschieden – haben jedoch in der Regel alle protektive bzw. positiv-synergistische Wirkungen [9][11][12]. Wichtig: Keine Ballaststoffe ‘in Tüten’ kaufen. Ballaststoffe bitte immer aus Gemüse, Kartoffeln, Getreide & Co. beziehen!

Zitronen - Basic für MCP.

Zitronen – Basic für MCP. Bildquelle: Pixabay

Weiterhin gibt es so-genannte Bindemittel, wie z.B.:

  • Modifiziertes Citruspektin (MCP): Ist eine spezielle Form von Pektin, die chemisch verändert wurde, im Darm leichter aufgenommen wird und spezielle Bindungseigenschaften aufweist.
    • Erhöht z.B. die Ausscheidung von Schwermetallen, wie Arsen, Cadmium aber auch Blei im Urin [10].
      • Verwendet wurden in der Studie [10] ca. 15 g MCP am Tag.
  • Zeolithe: Sind ein gemahlener Stein mit einem speziellen Kristallgitter in dem „Mikroporen“ vorhanden sind. Gibt es in vielfältigen Formen (u.a. zusammen mit Bentonit) und von vielen Anbietern.
    • Ich würde nicht jedes Produkt verwenden, da die Strukturgrößen, die Zusammensetzung und die Lagerstätte durchaus relevant sind.
    • Prof. Hecht ist ein starker Befürworter von Zeolithen [13],
    • die Histamin bindenden Eigenschaften sind ebenfalls beschrieben [15],
    • das Risiko einer Aluminium-Freisetzung ist wohl eher marginal [14],
      • was ich ausweislich meiner immer weiter sinkenden Al-Spiegel in meinen eigenen Haar-Analysen zumindest anekdotisch bestätigen kann.
  • Huminsäuren: Sind hochmolekulare chemische Verbindungen, die beim Abbau biologischen Materials gebildet werden (-> Humifizierung)
    • Können wohl Schwermetalle binden [16] und das Mikrobiom positiv beeinflussen [17] und
    • werden in der Tierzucht (u.a. Humocarb) eingesetzt [18], wobei hier nur Preise um 12€/Kg bezahlt werden.
  • Chitosan: wird aus dem Chitinpanzer von Krustentieren, z.B. Krabben, gewonnen und ist ein natürlich vorkommendes Polymer.
    • Sicher keine Option für Veganer, soll aber verschiedene Toxine (‘Pollutants’) binden [19], wobei die meiste Forschung hier in Bezug auf die Wasseraufbereitung vorliegt.
    • Andere Studien untersuchen Chitosan (In-Vivo und In-Vitro) in Bezug auf Fettleibigkeit, Insulinspiegel & Co.
  • Aktivkohle: (Holz-)Kohle, bei welcher durch einen speziellen Prozess Poren in der Oberfläche vergrößert werden (-> ‘Aktivierung’) [22]
    • Aktivkohle Bindet durch seine große poröse Oberfläche wohl gut toxische Substanzen und Schwermetalle & wird oft in Wasser-Filtrationssystemen eingesetzt [22].
    • Allerdings werden auch durchaus sinnvolle Spurenelemente wie Kupfer und Chrom [21][22] gebunden.
    • Die humane Studienlage ist wohl eher beschränkt [20], jedoch wird es schon lange von Menschen bei verschiedensten Vergiftungen verwendet. [22].

Zu den Bindemittel werde ich in der Zukunft noch mal ausgiebigere Recherchen machen und hier in Blog veröffentlichen. Die vorgestellten Bindemittel sind das, was ich kenne und teils auch benutze, wobei mein eigener Schwerpunkt auf MCP, Zeolithen und teils auch Huminsäuren liegt. Bei Chitosan ist aus meiner Sicht die Qualität und Reinheit der Rohstoffe nicht vernünftig bewertbar, Aktivkohle habe ich selber noch nicht verwendet – sie hat aber eine lange Geschichte.

Wichtig: Bindemittel binden nicht nur Schwermetalle – sondern auch andere Toxine.

Ballaststoffe – nicht in Milch, nicht in Fleisch, nicht in Fetten!

Was viele Menschen komplett übersehen und deswegen schreibe ich es hier noch einmal: Nur pflanzliche Produkte enthalten Ballaststoffe – nicht die tierischen, auch keine (raffinierten) Öle und insbesondere auch keine Milchprodukte. Wer sich jetzt ‘Low-Carb’ oder ‘No-Carb’ (-> also mit falsch verstandenem Hungerstoffwechsel) ernährt, oder vorwiegend hoch verarbeitete Produkten wie (raffinierte) Mehl-Erzeugnissen, Pizza, Pasta, Keksen, Kuchen & Co. isst – aber nicht seine 1-2 Kilo Gemüse & Co. pro Tag – der bekommt langfristig Probleme.

Ballaststoffe sind primär in vollwertigen Produkten enthalten: Im Apfel, aber nicht im Apfelsaft. In den Haferflocken – aber kaum unbedingt in den (extrem hoch verarbeiteten) Cornflakes. In den Kartoffeln – aber nicht im Püree aus der Tüte.

Wer jedoch lange zu wenig Ballaststoffe gegessen hat, der sollte diese nur langsam in der Zufuhr steigern. Durch eine ungesunde Ernährung ändert sich nämlich auch die Darm-Flora. Alles muss sich langsam umstellen, weil viele Menschen, durch Antibiotika, Fleischmast & Co. keine (oder zu wenig) ‘gute’ Darmbakterien mehr haben, welche mit den Ballaststoffen umgehen können.

Wer jetzt aber denkt: Ich kaufe mir Ballaststoff in ‘Tüten’ , z.B. ‘Kleie’ oder ‘Flohsamenschalen’, der hat einiges, was ich hier im Blog geschrieben habe, nicht verstanden. Kleie ist das schlimmste was man aus meiner Sicht machen kann – wegen den Antinährstoffen. Kleie, insbesondere Weizen-Kleie, sind konzentrierte Antinährstoffe – wie Lektine, WGA, Gliadin, Phytinsäuren & Co. Die Kleie ist Bestandteil des Vollkorns – und das sollte, wenn überhaupt, mit dem Rest des Korns fermentiert (-> Sauerteig & Hefe) im Brot gegessen werden. Flohsamenschalen, auch Bio, können stark mit Pestiziden belastet sein – worauf u.a. Dr. Mutter – hinweist.

Deswegen: Gemüse, Kartoffeln, Keim-Müsli und / oder Haferflocken (Großblatt) – möglichst frisch gekauft & zubereitet + kein Dosenfutter, möglichst wenig aus Indien & China [23]. Zudem Vorsicht mit zu viel (Vollkorn-) Getreide, speziell (dem überzüchteten) Weizen. Weißmehl ist zwar aus Sicht der (eher wenigen) Ballaststoffe nicht optimal – aber in der Regel oft deutlich besser verträglich.

Kurz zum Trinken & dem angemessenen Essen

Auswahl aus selbst gekochtem und gekauften in Sizilien

Was ich Esse und trinke habe ich in verschiedensten Artikeln thematisiert, z.B. hier in meinen Basic-Tips, oder auch unter dem Menü “Zubereiten” im Blog. Ich selber esse viel Gemüse (1,5 Kg am Tag dürfen es schon sein) und viel vorgekeimtes: z.B. Mein Müsli, Hülsenfrüchte, gerne vorgekeimt und dann gekocht im Instant-Pot. Dazu Kartoffeln, Hirse oder Reis. All diese Dinge bringen  viele Ballaststoffe mit sich – nach Cronometer schnell bis zu 80 g am Tag. 

Zu Trinken gibt es bei mir hauptsächlich: Wasser. Ab und zu auch mal einen Kräuter-Tee und ggf. einen Espresso nach Art Americano (also mit Heißwasser verlängerter ‘ganz kurzer’ Espresso).

Nebenan dann noch ein Bild, was ich mir auf einer Radtour durch Sizilien so zurecht gekocht & gegessen habe – das was ich hier schreibe funktioniert auch mit dem Campingkocher auf einer Radtour – und das sehr, sehr gut. Noch mehr zu den Themen Zubereitung & Co. findet Ihr dann in zahlreichen Artikeln hier im Blog.

Zuguter letzt: Wie geht ‘Kacken’?

Ein Beispiel für die Hocksitzhaltung auf der 'normalen' Toilette.

Ein Beispiel für die Hocksitzhaltung auf der ‘normalen’ Toilette. Quelle: Wikipedia

Ein Beispiel für die natürliche Hocksitzhaltung im Vergleich zur Lösung mit der Toiletten-Bank.

Ein Beispiel für die natürliche Hocksitzhaltung im Vergleich zur ‘Halboptimalen Lösung’  mit dem Tritt vor der Toilette.

Ganz einfach: Mit der natürlichen Hocksitzhaltung. Details dazu findet Ihr überall im Netz – insofern gibt es hier kein Video und auch keine großen Ausführungen.

Der Kern der Sache: Darm & Co. sind nur in der richtigen Position eines “Fallrohrs” wenn wir Menschen in der Hocksitzhaltung verharren. Sitzt man ‘normal’ auf der Toilette, dann ist der Darm nicht in der optimalen Position für eine ‘optimale Entleerung’. Mittels der Hocksitzhaltung entleeren sich wohl so auch besser die ‘Reste’ im Darm, die da sonst länger liegen – nicht gut im Sinne der ‘Entgiftung’ & Co..

Wer etwas Gefühl für Balance hat – schafft das (wie nebenan abgebildet) mittels hocken auf den Rändern einer normalen Toilette in Deutschland. In Italien & Co. gibt es auch Toiletten wo die Hocksitzhaltung direkt funktioniert – weil da nur ein hoch im Boden ist und links & rechts daneben etwas Porzellan für die Füße. Teils wird vorgeschlagen die Fußposition mittels eines Tritts oder kleinen Hockers zu erhöhen. Das ist zwar deutlich besser ‘als ohne’ (Erhöhung) auf der Toilette – aber nicht optimal.

Wer also Probleme hat mit dem ‘K*****’ hat, den ‘Rest’ nicht raus bekommt – der sollte die Hocksitzhaltung, oder die Verwendung des Tritts , mal versuchen.

Mein Fazit

Wer ‘entgiften’ will, speziell mit Chelatoren & Co., sollte erst einmal die Bindung optimieren.

Maßzahlen dafür dass dies einigermaßen gut funktioniert sind: Ein regelmäßiger und ‘ordentlicher’ Stuhlgang und dem regelmäßige Wasserlassen – wobei dieses in der Regel nur ein mal in der Nacht passieren sollte. Dafür bedarf dann jedoch einer sinnvollen Ernährung, dem Trinken von genug Wasser und optional auch Bindemitteln. Das ist für mich der allererste Schritt – noch bevor, z.B. bei einer HPU, der Stoffwechsel bzw. die Entgiftung mit zusätzlichem Zink, Vitamin B6-P5P, Schilddrüsen-Hormonen oder anderweitig angekurbelt wird.

Was hat sich aus meiner Sicht noch bewährt?

  • Gemüse zum Frühstück! – für genug Ballaststoffe, Protein, Mikronährstoffe und einen ausgeglicheneren Blutzuckerspiegel!
  • Gerne auch Grüne Smoothies: Aber primär mit stärke-freiem Gemüse, Blattzeugs (Salate & Kräuter aus dem Garten) und max. 1 Stück Obst.
    • Die sind etwas gewöhnungsbedürftig und eher bitterbefördern jedoch gleichzeitig die Nährstoffaufnahme im Darm!
    • Achtung: Bei zu viel Obst gibt es aber eine Vergärung und viel ‘Pups’… nicht immer passend 😉

Optional können einige der vorgestellten Bindemittel helfen, wobei ich in diesem Artikel nicht auf Anwendungszweck, Dosierung (Menge) und Einnahmezeitpunkt bzw. Bedingungen (ob vor, zwischen oder zu den Mahlzeiten – sowie die ggf. einzuhaltenden Abstände zu NEM und Schilddrüsen-Hormonen) eingehe. So sollten z.B. die Huminsäuren optimal in einem Abstand von mindestens 30-60 Minuten (nach) den Schilddrüsen-Hormonen eingenommen werden, um deren Absorption nicht negativ zu beeinflussen.

Erst wenn die Phase 3 vernünftig läuft, würde ich selber, insbesondere bei einer HPU, auf das Gaspedal der Entgiftung bzw. des Stoffwechsels drücken. Denn stockt die Phase 3 – kann es zu einem Rückstau an schädlichen Stoffwechsel-Metaboliten aus Phase 1 & 2 kommen. Wird das alles dann noch mit ‘Abnehmen’ oder ‘Fasten’ verbunden kann es schnell sehr kritisch werden, weil im Fettgewebe in der Regel viele Toxine gebunden sind. Werden diese durch das abnehmen mobilisiert und stockt dann die körpereigene Entgiftung. Zusammenfassend würde ich mein Motto folgend nennen:

“T-B-K: Trinken, Binden, Kacken”

Viel Spaß beim Umsetzten! 😉

 


Links / Quellen