Was sind meine Basis-Nahrungsergänzungsmittel (NEM)? Zu Bindemitteln, Core-4, Leber, Zink, B’s + Tipps & Links

Meine Strategie: Gute Lebensmittel & ein paar grundlegende Nahrungsergänzungsmittel

In meinem 10€/Monat NEM-Artikel hatte ich schon darüber geschrieben, was für mich das Minimum an Nahrungsergänzung währe. Hier möchte ich etwas dazu schreiben, was ich selber machen würde, wenn das Budget etwas größer ist. Zwar sind Verallgemeinerungen nie individuell optimal, jedoch denke ich, dass die meisten Menschen aktuell nicht die Zeit dafür haben sich in alle Details einzuarbeiten und einen einfachen, übersichtlichen Fahrplan haben möchten, an dem sie sich orientieren können.

Mein ganz grober Plan, den ich als Mindestmaß (für mich) umsetze würde, besteht aus zwei Teilen. Der eine Teil ist der Lifestyle:

Der zweite Teil ist ist die Nahrungsergänzung:

  • Bindemittel einnehmen -> zumindest MCP oder Chitosan. Hier steht warum.
  • Meine 4 Basis-NEM’s zuführen: Magnesium, Vitamin C, Vitamin D3 & K2.
  • Die Leber unterstützen: Glycin, Taurin, Mariendistel + kein extra Eiweiß zum Abendessen.
  • Zusätzliche Immun- und (Stoffwechsel-) Aktivatoren zuführen: Zink & B-Vitamine.

Die Teile sind unabhängig voneinander, wobei der erste Teil sich faktisch kostenlos umsetzten lässt. Der zweite Teil kann in Stufen umgesetzt werden. Was davon individuell umgesetzt wird, in welcher Geschwindigkeit dies geschieht, muss jeder selber entscheiden, der sich auf den Weg macht.

Natürlich kann noch viel mehr gemacht werden, aber “wie immer” wird mit dem “mehr” auch komplexer, überfordert viele Menschen am Anfang und geht am Ziel und Anspruch dieses Artikels vorbei etwas zusammenzufassen, was für sehr viele Menschen “pauschal” passen könnte. Da ich diesen Artikel u.a. für meine engsten Bekannten und meine Familie schreibe möchte ich auch diese nicht mit meinen Tipps überfordern 😉

Zu Ernährung, Elektrosmog und Licht habe ich genug im Blog geschrieben. Keine Angst, ich wiederhole das hier nicht mehr 😉 Klickt bei Interesse die Links.

Was mache ich? Nun wird es Konkret!

Mein minimaler Plan für die Einnahme der hier aufgeführten Ergänzungsmittel. Anmerkung: Bei 1000 µg B12 reicht in der Regel es dieses, nach einer 4-Wöchigen Auffüllphase, 2-3 mal in der Woche zu nutzen.

Ganz wichtig sind für mich die Bindemittel. Bindemittel heißen sie deswegen, weil sie Toxine im Darm binden, teils auch schlechte Darmbesiedlungen reduzieren. Jedes Bindemittel hat dabei andere Vorzüge, wobei sich einiges überschneidet. Spätestens ab der Einnahme von B-Vitaminen sollte auch “gebunden” werden, denn aktivierende Nahrungsergänzungen befördern auch die (natürliche) Ausscheidung von Giftstoffen. Einige Giftstoffe werden über die Niere in den Urin ausgeschieden, andere über Leber. Die Leber packt die Gifte in die Galle und die Galle fließt dann über die Gallenblase in den Dünndarm. Ist dort nix zum “Auffangen”, z.B. viele Ballaststoffe aus guter Nahrung, oder eben die Bindemittel, dann kann es dazu kommen, dass viele Gifte über die “Haut” des Darms wieder aufgenommen werden (-> Re-Absorption). Das ist umso schlimmer, je weniger Stuhlgang jemand hat – oder wenn jemand nur “Hasenköttel” köttelt…

Mit Bindemitteln sollten auch ganz zu Anfang begonnen werden, am besten mit 14 Tagen Vorlauf, jedoch wurde ich diese spätestens vor der Einnahme von B-Vitaminen (mit Ausnahme von B12) hinzufügen. Ich selber mag Modifiziertes Citrus Pektin (MCP) und Chitosan. Zeolith ist auch voll o.k. bzw. einfach alles drei 🙂Ein weiteres potentes Bindemittel ist die Aktivkohle – wobei ich diese nicht dauerhaft nutzen würde, denn die Bindet auch viel “gutes”.

  • Chitosan
    • NOW (500 mg, LipoSan ULTRA, mit Chrom), wobei ich hier, wegen dem Chrom (o.k., gute Form), nicht mehr als 3-4 Kapseln pro Tag nutzen würde.
  • Modifiziertes Citrus Pektin (MCP)
    • Gibt es von verschiedenen Herstellern, z.B. von NOW (mit PectaSol-C) in der 454g Packung. Ich gebe am Vorabend 5-10 g in ein mit Wasser gefülltes 660 ml Gurkenglas und schüttele alles. Am nächsten Tag wird es dann vor bzw. zwischen den Mahlzeiten getrunken.
  • Weitere Links auf Produkte gibt es im Bindemittel-Artikel. Dort steht auch detailliertes zur Einnahme.

Meine 4 Basis oder “Core”-NEM’s sind für mich die wichtigsten überhaupt: Magnesium, Vitamin C, Vitamin D3 & K2 (letztere immer zusammen). Ohne Magnesium geht “nix”, Vitamin C kann über normale Ernährung in der Regel nur im Bereich von < 100 mg / Tag zugeführt werden, weil vieles erhitzt wird und Obst sowie Gemüse oft zu lange Lagerzeiten und Lieferketten hinter sich haben. Für genug Vitamin D3 dürften die wenigsten lange genug “nackt” in der Sonne sein und Vitamin K2 ist fast nicht mehr in der Nahrung vorhanden. Deswegen:

Optional: Vor der Einnahme von B-Vitaminen bietet es sich an die Leber zu unterstützen. “Muss nicht sein”, ist jedoch in vielen Fällen sinnvoll und “sicherer”. Wie bei den Bindemittel schon geschrieben, geschieht die (natürliche biochemische) Entgiftung auch über die Leber, welche “gestärkt” sein möge, speziell wenn die eigenen Leberwerte (-> u.a. GOT, GPT, GGT) nicht die besten sind. Ich nutze hier gerne die Aminosäuren Glycin und Taurin sowie einen Mariendistel-Komplex (oder auch die frisch gemahlenen Mariendistel-Samen in Bio-Qualität):

Optional: Wer ganz “miese” Leberwerte hat, der sollte sich auch über Phosphatidylcholin informieren.  Phosphatidylcholin (PC) kann als Überstützung für die Leber (-> u.a. Gallenfluss), als Zellschutz (-> Zellmembranen bestehen u.a. aus PC) sowie der “Beförderung” des Stuhlgangs auch noch eine Option sein. Produkte sind im Cholin-Artikel verlinkt. Je nach Problematik sind 2-3 mal 1-3 g PC (“Netto”) für mich o.k. Wie viele Kapseln oder Esslöffel das sind, müsst Ihr der Packungsbeschreibung entnehmen. Jedoch würde ich ab und zu eine Pause machen, also z.B. 3 Wochen nutzen, 1 Woche Pause. Alternativ 5 Tage nutzen, 2 Tage Pause.

B6(-P5P) als (essentieller) Co-Faktor für wichtige Funktionen.

B6(-P5P) als (essentieller) Co-Faktor für wichtige Funktionen.

Als “letzten” Schritt im Basis-Programm würde ich, wenn alles läuft, Zink und die B-Vitamine als Komplex ergänzen. Wer mag, der kann mit Vitamin B12 schon ganz zu Anfang anfangen, der Rest sollte jedoch erst später ergänzt werden. Wichtig: Die B-Vitamine bezeichne ich als Stoffwechsel-Aktivatoren. Wen B’s fehlen, dann liegen viele Bereiche im Körper unterversorgt: Es gibt weniger Neurotransmitter (-> u.a. Dopamin, Serotonin, GABA), weniger Entgiftung (u.a. DAO, Katalase, Cytochrome P450 Enzyme), mehr Vergiftung (-> u.a. Homocystein hoch) weniger Energie (-> u.a. wenig Glucogenese, ATP, NAD+), weniger Reparatur / Heilung (u.a. Protein auf- und Umbau) und so weiter. Absolut ungut. Deswegen nutze ich selber folgendes:

Der Life Extension ‘Mix’ – ein wirkliches Mega-Multi.

Anmerkung: Der Life Extension “Mix” hat eine Tagesdosis (nach Hersteller) von 12 Kapseln, was ich bei einigen Dingen zu viel empfinde. Bis zu 6 Kapseln (EU-Mix) sind für mich jedoch durchaus o.k. Von der US-Version würde ich wegen dem hoch dosierten B6-P5P (hier 100 mg anstatt 20 mg in der EU-Version) nicht mehr als 2, maximal 3 Kapseln nutzen. Weiterhin sehe ich die 200 µg Selen im Mix (bei 12 Kapseln am Tag) als zu hoch an. Der “Mix” hat jedoch den Vorteil, das neben den B-Vitaminen auch sehr viele andere Mineralstoffe, Spurenelemente und pflanzliche Substanzen zugeführt werden. Genau deswegen nutze ich den “Mix”, in einer reduzierten Dosis, seit vielen Jahren selber: Er ermöglicht es einfach und effektiv eine recht solide Grundversorgung zu erreichen – ohne viel Brimbamborium.

Das alles hier im Artikel liest sich für Einsteiger ggf. kompliziert – aber es ist das, was ich selber gemacht habe und immer noch mache. Natürlich setzte ich für mich einiges zusätzliches um, was meinen speziellen Bedarf entspricht. Mittels Blutwerten können z.B. die Dosierungen von Zink, Selen und anderem optimiert werden. Die hier angegebenen Dinge sich deswegen so bemessen und ausgewählt, dass erst einmal eine recht ordentliche Grundversorgung da ist, ohne aus meiner Sicht irgendetwas zu übertreiben.

Was ich jedem Einsteiger jedoch raten würde: Alles Schritt für Schritt angehen, inklusive langsamer Steigerungen der Dosierungen. Meint: Entweder ein NEM nach dem anderen hinzufügen bzw. eine Gruppe nach der anderen (-> 4-Basic, Leber, Zink & B-Vitamine). Dazwischen immer ein paar Tage bzw. eine Woche Abstand, damit Veränderungen wahr genommen werden können. Läuft irgendwas “komisch”, speziell nach dem Hinzufügen der B-Vitamine, liegt es oft an fehlenden Bindemitteln oder fehlender Leber-Unterstützung. Alternativ sollte auf eine ggf. vorliegende HPU “gecheckt” werden.

Ob die NEM vor dem Essen, zum Essen oder nach dem Essen eingenommen werden sollten, einige auch zwischen den Mahlzeiten – darüber streiten sich viele Geister. Probiert einfach aus, was euch am besten bekommt, denn hier geht es nicht um das “supern”, sondern um eine Grundversorgung. Für viele ist eine Einnahme zum oder nach dem Essen optimal. Einzig die Bindemittel sollten unbedingt VOR dem Essen eingenommen werden, optimal min. 20-30 Minuten vorher. Die Bindemittel sollen ja vor dem Essen da sein, wo der Giftmüll aus der Galle in den Dünndarm “entlassen wird”. Auch das Vitamin C (als Ascorbinsäure) sollte optimal vor dem Essen zugeführt werden – denn das verbessert die Aufnahme, regt den Gallenfluss an und “stärkt” die Magensäure.


Ach ja: Wenn Ihr bei iHerb etwas bestellen solltet, dann gebt bitte den 5% Rabatt-Code “HER2060“ an – und tut Ihr euch und mir einen kleinen Gefallen. Ich selber hatte mit iHerb noch nie Probleme, die Preise sind Top, alles kam bisher immer an, die Vorverzollung klappt – in DE und auch in HU.


Mein Fazit

Die aufgeführten Supplemente sind und können nur eine grundlegende Basis, ein Fundament, sein. Wer mehr will, spezifische Problem hat, der muss umfassender schauen. Für mich sind das neben einem (großen) Check der Blutwerte mit Hormonwerten u.a.:

  • der Check auf eine HPU (betrifft aus meiner Sicht sehr viele Menschen denen es nicht gut geht),
  • der Check der Schilddrüse (u.a. fT3, fT4, Ultraschall & Volumen/Größe),
  • der Check der Nebenniere (u.a. Cortisol und DHEA-S Blutwerte, ggf. 24h-Profil der Neurotransmitter & vom Cortisol),
  • der Check des Hormonsystems (u.a. Progesteron, freies Testosteron, Estradiol, ggf. Pregnenolon & DHT),
  • sowie die Zähne (u.a. NICO’s, CAP und Wurzelkanalbehandlungen) mit Hilfe eines 3D-DVT’s bzw. eines Spiral-CT’s.

Diese Aufzählung “mache ich nicht einfach so”. Das sind alles Baustellen, die häufig vorkommen & auf die oft nicht richtig geschaut wird. Nicht richtig meint: Der 0815-Arzt sagt das alles o.k. ist bzw. es die Diagnose nicht gibt (u.a. HPU, Nebennierenschwäche, NICO’s). Hier kommt mir der Spruch “Was man nicht weiß, kann man nicht denken” in den Sinn.

Wichtig neben den vorgenannten Checks ist auch, “Dreck” beim Essen weg zu lassen: Also >=98% Bio essen und meine Basic Tipps beachten. Weniger “Dreck rein” bedeutet auch weniger “Dreck raus”, wobei letzteres immer Energieaufwand und Verbrauch von Mikronährstoffen bedeutet! Diesen unnötigen Verbrauch und die Belastung der körpereigenen Systeme gilt es zu reduzieren.

Das sind aus meiner Sicht die großen und oft übersehenen Baustellen. Wie das “schauen grob geht” habe ich hier im Blog beschrieben. Für viele mag es jedoch erst einmal Sinn machen mit Anlehnung an meine Basis-NEM’s, “die größten Löcher zu stopfen”, schauen was passiert, um dann gezielt “nachzusteuern”.

Letzteres, also das Nachsteuern, dürfte für viele nicht einfach sein, da es schwer ist, einen wirklich guten Therapeuten zu finden, der einen umfassend begleiten kann, sich die nötige Zeit nimmt bzw. nehmen kann, und dann auch noch ein “360-Grad Wissen” hat. Ggf. investiert Ihr eure Zeit einfach hier im Blog.

Nächste Schritte

Wer noch “mehr” machen möchte, den kann ich folgende Artikel-Vorschläge an die Hand geben:

Ich könnte noch viele andere Beiträge im Blog verlinken. Stöbert einfach oder nutzt die Suchfunktion. Bitte fallt nicht auf Hypes wie eine “fettreiche Ernährung” herein, die sich trickreich “Low Carb” nennt. Zudem: Mit viel Fett, u.a. auch Schwein, Hähnchen, sowie Pflanzenölen außer Olive und Kokos nehmt ihr auch viel (entzündungsfördernde) Omega-6 Linolsäure zu euch. Ungut. Geklärte Butter (u.a. Ghee, Butterschmalz) ist in der Regel auch o.k., wenn Ihr kein Problem mit den Milcheiweißen habt.

Letzte Gedanken

Auf jeden Fall möchte ich hier Mut machen: Vieles erledigt sich bei guter Ernährung, gutem Lebenswandel und einer Basis-Versorgung an guten NEM von selber bzw. reduziert sich in den (unangenehmen) Auswirkungen. Am meisten unterschätzt werden aus meiner Sicht jedoch die Bindemittel und das Hormonsystem inkl. Schilddrüse. Bez. Bindemittel nutze ich MCP seit Jahren fast täglich, regelmäßig Chitosan und Zeolith. Ich kann dies kaum oft genug wiederholen, denn es ist ein Punkt, der in den meisten “Protokollen” über die ich in den letzten 10 Jahren “gestolpert” bin, fehlt. Wer nun Chlorella denkt, den muss ich explizit warnen. Nicht alles, was sich gut anhört und gut vermarktet wird ist hilfreich. Das gleiche gilt auch für die Alpha-Liponsäure, hohe Dosen von Jod, Eisen ohne explizit festgestellten Mangel, und einiges andere.

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