Herstellung von Methylenblau-Kapseln, zu Formen und Spezifikationen & eine Übersicht zu einigen Wirkungen

Fertige MB-Kapseln

In diesem Beitrag möchte ich zeigen wie man sich Methylenblau (MB)-Kapseln selber baut. Grundsätzlich basiert dieser Beitrag auf meinen Artikel “Supplemente selber bauen Teil 1”, wobei ich hier noch auf ein paar Details bezüglich der Qualität, Reinheit, Form und Handhabung von MB eingehen möchte, da gerade das mit der richtigen Qualität von MB (u.a. USP, ggf. auch Ph Eur.) nicht immer trivial ist. Qualität muss dabei nicht teuer sein und legitime USP-Ware gibt es für unter 100€ pro 100 g.

Für die, die nicht wissen, was Methylenblau schon seit über 130 Jahren in der Medizin “macht”, habe ich am Ende des Artikels ein paar Zeilen verfasst. Wer die englische Sprache versteht, der schaut sich zur Einführung am besten das Interview mit Dr. Mercola und Dr. Lima an [1] – es ist hoch informativ. Irgendwann wird hier es im Blog auch noch ein Methylenblau-Artikel geben der alles zusammenfasst, wobei die Recherche dafür aufwändig ist, wenn man den (dosisabhängigen) Metabolismus wirklich verstehen will – zumindest soweit es die Studien erlauben.

O.k., nur zu den Aspekten dieses Beitrages:

  • Grundsätzliche und chemische Eigenschaften von Methylenblau
  • Etwas zu den Qualitäten käuflicher Methylenblau Pulver
  • MB-Anhydrat oder Hydrat-Form – was ist der Unterschied, was die Relevanz?
  • Die Shopping-Liste für Zusatz-Zutaten, inkl. Kapselfüller, Leerkapseln & Co.
  • Die Basis-“Rezeptur” für MB-Kapseln: Methylenblau & Ascorbinsäure
  • Das Abwiegen, Mischen und die Verkapselung des Pulvers
  • MB-Lösung selber machen: Für die, welche z.B. die Haut (ihres Versuchstieres) damit behandeln wollen

Am Ende des Artikels folgt mein übliches Fazit und noch etwas Hintergrund zu MB und seinen potenziellen Wirkungen:

  • Wofür nochmal?
  • Pro & Contra -> denn: Es gibt Hinweise darauf dass es hilft, wenn man es braucht, und “schadet”, wenn man es nicht braucht”

Speziell das Pro & Contra würde ich allen an MB interessierten Lesern empfehlen, denn MB ist nicht etwas, was man “einfach so” kontinuierlich einnimmt und was immer nur positive Effekte hat. Dosis, Interaktionen, Umstände und beabsichtigter Zweck scheinen (nicht nur mir) sehr relevant. Unbestritten halte ich selber MB jedoch für etwas nützliches, was die Beschäftigung damit Wert ist. Ansonsten hätte ich diesen Artikel nicht verfasst und würde nicht eine Serie zu MB vorbereiten. Ggf. wird es jedoch 2025 bis ich soweit bin, falls nicht irgendwer die Recherche “sponsoren” möchte 😉


Wichtig: Diese “Anleitung” ist eine hypothetische Auseinandersetzung und meine individuelle Meinung bzw. Ansicht zu dem Thema Methylenblau. Insbesondere wird in diesem Artikel auf die Gefahren “kontaminierter oder unreiner” MB-Pulver hingewiesen. Eine wie auch immer geartete Verwendung von MB bei Menschen sollte natürlich unter ärztlicher Begleitung geschehen, wobei MB in der entsprechend dafür vorgesehenen Qualität verwendet werden sollte. Je nach Land kann Methylenblau in Bezug auf die humane Verwendung ein Arzneimittel sein. Es sei deswegen nochmals darauf hingewiesen, das dieser Artikel keine Aufforderung zur humanen Einnahme oder Experimenten abseits einer ärztlichen Begleitung ist.


Grundsätzliche und chemische Eigenschaften von Methylenblau

Das Redoxpaar aus oxidiertem und reduziertem Methyl(en)blau

Nach PubChem [5], was vom der amerikanischen Gesundheitsbehörde betrieben wird (NIH), ist Methylenblau ist ein organisches Chloridsalz mit 3,7-Bis(dimethylamino)phenothiazin-5-ium als Gegenion. Es ist ein häufig verwendeter Farbstoff, der auch gesundheitlich positive Wirkungen “in Vivo” hat [1]. Methylenblau gibt es dabei auf dem Markt in verschiedenen Formen, wobei ich selber nur die “Reinform” nutzen würde.

  • Synonyme:
    • Tetramethylthionin chlorid,
    • 3,7-bis(Dimethylamino)phenazathionium chlorid, 
    • Methylthioninium chloride
  • Chemische Formel:
    • “Reinform” (Anhydrat): C16H18N3S.Cl
    • “x”-Hydrat-Form: C16H18ClN3S · xH2O
      • Bedeutet: Das “x” weist darauf hin, das es eine variable Anzahl von H2O Molekülen an jedem MB-Molekül geben darf.
    • Andere Hydratformen
      • Tri-Hydrat: C16H18ClN3S · 3H2O
        • Bedeutet: Das Tri-Hydrat muss explizit 3 Wassermoleküle an jedem “MB” haben.
      • Pentahydrat: C16H18ClN3S · 5H2O
        • Bedeutet: Das Tri-Hydrat muss explizit 5 Wassermoleküle an jedem “MB” haben.
    • Doppelsalz mit Zinkchlorid: C16H18ClN3S · 0.5ZnCl2 · xH2O
      • Hinweis: Ist ebenfalls ein “x-Hydrat”.
  • CAS-Nummern:
    • Anhydrat “Reinform” : CAS 61-73-4
      • Hinweis: Diese CAS-Nummer ist für USP und Ph Eur. definiert.
    • “x”-Hydrat-Form mit unterschiedlichen Wasseranteil (xH2O): CAS 122965-43-9
      • Hinweis: Diese CAS-Nummer ist für USP und Ph Eur. definiert.
    • Tri-Hydrat: CAS 7220-79-3 (-> Methylene Blue trihydrate)
      • Hinweis: Diese CAS-Nummer taucht nur noch bei USP auf.
    • Pentahydrat: CAS 32680-41-4.
      • Hinweis: Diese CAS-Nummer taucht nur noch bei USP auf.
    • Doppelsalz mit Zinkchlorid: CAS 26283-09-0  (-> Methylene Blue zinc chloride double salt)
      • Hinweis: Weder bei USP noch Ph Eur.
  • Farbe:
    • Pulver (oxidiert): Wird als “Eine Verbindung, die aus dunkelgrünen Kristallen oder kristallinem Pulver besteht und einen bronzeartigen Glanz hat.” (deepl.com) beschrieben [5]. Bezüglich der Farbe von MB in “Reinform” habe ich bisher verschiedene Angaben gefunden. Gesehen habe ich bisher:
      • “Reinform”: Soll ein dunkelgrünes Pulver bzw. Kristalle sein.
      • “x”-Hydrat: Ist ein dunkelgrünes Pulver bzw. Kristalle.
      • Doppelsalz mit Zinkchlorid: Soll ein (Rost-) braunes Pulver bzw. Bronze-schimmernd sein.
    • Lösungen (oxidiert): in Alkohol oder Wasser haben eine tiefe blaue Farbe
    • Reduziertes Methylenblau (bekommt ein Elektron von einem Spender, z.B. Vitamin C als Ascorbinsäure): Farblos / Transparent.
  • Lagerung: In gut verschlossenen Behältern aufbewahren und  bei 25°C lagern, Abweichungen zwischen 15 und 30°C sind zulässig [5].
  • Haltbarkeit: In einem der verlinkten Interview (ich meine es war mit Sloan) wird gesagt, das MB sehr stabil und faktisch unbegrenzt bzw. viele Jahre haltbar ist.

Ich kann leider nicht sagen in wie weit sich die Formen in Bezug auf die biochemische Aktivität in Organismen bzw. die orale Zufuhr unterscheiden. In den meisten Studien und Büchern die ich gelesen habe wurde nicht zwischen den Formen unterschieden. Da USP und Ph Eur. jedoch beide Anhydrat und Hydratformen verwenden gehe ich davon aus, das die Hydratformen pharmakologisch gesehen “o.k.” für die Verwendung an und in biologischen Organismen sind. Das würde auch für mich Sinn ergeben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt von  MB ist noch, das dieser Farbstoff färbt “wie Sau”. Nicht umsonst wurde und wird es als Farbstoff für die Jeans-Herstellung genutzt. Allerdings ist MB nichts schlimmes, also wenn es z.B. wässrige Lösung beim Abwaschen verdünnt an eure Haut kommt. Die blaue Färbung, die umso schneller verschwindet, desto schlechter die Haut durchblutet ist, ist zwar unschön, aber nicht gefährlich. Problematisch wird es jedoch bei Textilien und der Kücheneinrichtung – zumindest wenn keine Edelstahlküche vorhanden ist bzw. nicht mit einer großzügigen Unterlage gearbeitet wird. Flecken lassen sich, je nach Art des Materials, teils nicht mehr richtig oder schlecht entfernen.

Etwas zu den Qualitäten käuflicher Methylenblau Pulver

Eine große Thematik um den Einsatz von Methylenblau ist die Qualität. Herstellungs- bzw. Prozessbedingt kommt es wohl zu Belastungen mit einigen “Schwermetallen” (-> u.a. Kupfer, Zink) und Metaboliten von Methylenblau. Ob die Prozessbedingten Verunreinigungen in der Regel schwerwiegend bzw. negativ sind, stellt zumindest Masterjohn in Frage [12]. Die heutigen  Reinheits-Anforderungen an MB als Pharmazeutika haben seinen Preis nach Masterjohn [12] um ca. Faktor 100 erhöht, womit es für verschiedene Anwendungen in Entwicklungsländern weniger attraktiv als vormals ist.

Wer MB jedoch ohne (Rest-) Risiko einsetzten mag, der sollte aus meiner Sicht auf Qualität setzen. Die Eur. Ph, also das europäische Arzneibuch, lässt dabei Konzentrationen ab 95% zu. In einem WHO-Dokument über MB [6] fand ich dann die Detailspezifikationen bzw. Vorschriften der verschiedenen Arzneibücher für MB bzw. C16H18N3S.Cl, welche ich mit den Orginal-Quellen abgeglichen habe:

  • Ph Eur. (der 10en Edition) auf Seite 3250 [8]:
    • Reinheit: 93.0 bis 102.0% (Bezogen auf die Trockensubstanz).
      • Trocknungsverluste 8-24%, bei 5 Stunden und 105 Grad und 1000 g Substanz
    • Die CAS-Nummer und Formel der “x”-Hydrat-Form und ein für mich unklarer Verweis auf die Anhydrat-Form (siehe auch [11], identisch zu [8])
    • Farbe: “dark blue or dark green, hygroscopic, crystalline powder with a metallic sheen.”
    • Andere Bestandteile:
      • Aluminium (100 ppm)
      • Cadmium (1 ppm)
      • Chromium (100 ppm)
      • Kupfer (300 ppm)
      • Eisen 200 ppm)
      • Blei (10 ppm)
      • Mangan (10 ppm)
      • Quecksilber (1 ppm)
      • Molybdenum (10 ppm)
      • Nickel (10 ppm)
      • Zinn (10 ppm)
      • Zink (100 ppm)
  • Internationales Arzneibuch der WHO, 4. Auflage [6]
    • Reinheit: 97,0-101,0%
    • Andere Bestandteile:
      • Abwesenheit von Zink;
      • Kupfer (max. 0,20 mg/g),
      • Eisen (max. 0,10 mg/g)
  • USP (US Pharmacopeia) – Arzneibuch der Vereinigten Staaten (Version bzw. Edition) 46 [9]
    • Reinheit: 97,0-103,0% (Bezogen auf die Trockensubstanz).
      • Trocknungsverluste 8-22%, bei 5 Stunden und 105 Grad
    • Spezifiziert Anhydrat, “x”-Hydrat, Tri-Hydrat und Pentahydrat
    • Andere Bestandteile:
      • Zink (max. 100 ppm)
      • Kupfer (max. 200 ppm),
      • Arsen (max. 8 ppm)
    • Noch spezifische Tests bez. Endotoxin und Mikrobiologie

Wer genau schaut, der stellt das Problem fest: Zwar definiert das USP eine höhere Reinheit, lässt den Herstellern aber recht freie Hand bei den Schwermetallen und toxischen Elementen (außer Arsen), welche für den Rest nicht in Bezug auf eine Höchstmenge spezifiziert sind. Diesen Umstand erwähnen weder Dr. Lima, Dr. Mercola [1] und andere. Da u.a. USP die Abwesenheit von Zink fordert, sollte es klar sein, das die Form als Doppelsalz mit Zinkchlorid eher nicht genutzt werden sollte.

Optimaler Weise würde ein MB-Pulver USP und Ph Eur. erfüllen oder kommt, noch besser, mit einer extra Labor-Analyse. Welches MB-Produkt im Einzelfall nun besser ist, ist ohne eine genaue Analyse aus meiner Sicht nicht zu sagen. Ohne eine genaue Deklaration der Inhaltsstoffe mit erkennbarem Aussteller eines Analyse-Zertifikats oder einer COA mit entsprechenden Angaben würde ich selber nichts kaufen. Das Analyse-Datenblatt oder die COA muss klar ausweisen wie rein das MB ist, z.B. >98% oder >99% und welche anderen Rückstände (u.a. As, Zn, Cu) vorhanden sind. “Lebensmittel”-Qualität, “Hochrein”, etc. sind keine Qualitätskriterien.

Bei den Angaben “rein (pur.)”, “reinst (puriss.)”, “zur Analyse” und “ultrarein” wird es jedoch noch einmal interessant. Dies sind durchaus definierte Qualitäten [10]. Speziell bei “Reinst” sollte die Stoffreinheit >=99% betragen und ein Garantie- bzw. Analysezertifikat in Bezug auf Reinheit und potentiellen Verunreinigungen beiliegen. Dies ist wichtig, weil je gerade im Laborbereich eine Kontamination durch die Hilfsstoffe vermieden werden soll bzw. muss.  Ist nur in irgend einem Webshop “Puriss.”, “Zur Analyse”, etc. angegeben,  jedoch nicht noch einmal, absolut passend dazu auf einer COA oder einem Analyse-Zertifikat, wiederum passend zur Chargennummer des Methylenblau, dann besser Finger weg! Die Dokumentation sollte lückenlos “passen”!

Methylenblau ist, wie weiter oben ersichtlich, nicht gleich Methylenblau: Nur die CAS-Nummer ermöglicht genau zu bestimmen, was man genau bekommen sollte bzw. der Hersteller verwendet hat. Diese Nummer sollte auch zur angegebenen chemischen Formel passen. Auch hier hatte ich schon Probleme: Die CAS-Nummer passte auf einer COA nicht zur angegebenen chemischen Formel. So war die CAS-Nummer die der Reinform, was auch zur Angabe C.I. 5201″ und USP passte. Die chemische Formel war aber die der Hydrat-Form.

Meint auch: Wer nun irgendwo eine MB-Lösung mit Angabe “USP” aus einer ggf. fragwürdigen Quelle kauft, der hat keine Chance solche Unstimmigkeiten zu entdecken und ggf. beim Lieferanten zu klären. Ich schreibe dies deswegen, da in der Literatur auf die unterschiedlichen Formen oft gar nicht hingewiesen wird. So ist aus meiner Sicht die Chance groß, das einem “Hinterhofabfüller” vom MB in wässriger Lösung unwissentlich und unbeabsichtigt solche Unstimmigkeiten nicht auffallen. Wirklich gute Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln & Co. testen so die Waren einzeln beim Wareneingang und dann noch einmal das fertige Produkt auf Inhaltsstoffe und Verunreinigungen.

Wichtig: MB würde ich aktuell nicht bei A*******t.de kaufen, welche Ihres einmal (fälschlicherweise) mit 99,9% Reinheit offeriert hatten. Das dort angebotene MB ist für mich nicht rein genug (<90%) und eine mir vorliegende Charge enthält sogar nachweislich Eisenpartikel, welche mit einem Magnet zu bewegen sind und ist rostbraun in der Farbe. Ansonsten gibt es noch “Frosch”-Ware, welche als USP ausgelobt ist, allerdings mit (ehemals) widersprüchlichem Datenblatt, da CAS-Nummer nicht zur chemischen Formel passte. Inzwischen ist das korrigiert und mir wurde fernmündlich versichert, das die Ware der USP-Spezifikation entspricht.

Wer irritiert ist: Auch im Haus Me**k (bzw. Si***-*****ch), seit über 120 Jahren mit MB dabei, scheint es Verwirrung zu geben. Auf einem Etikett steht die CAS 61-33-4 der Anhydrat-Form, angegeben ist die Summenformel der x-Hydrat-Form mit Verweis auf x = 2-3. Bei S****-******h kann man für die gleiche Produktnummer auf dem Glas jedoch die CAS der Tri-Hydratform nachlesen, was stimmig wäre. Die mit der Batch-Nummer herunterladbare Chargen-COA weist jedoch nicht die entsprechenden Analyse-Kriterien / Erfordernisse der Ph Eur. auf, ggf. weil es als Reag. (Reagenzie) ausgewiesen ist. Und ja, viele COAs die ich gesehen habe sind sehr “kreativ” und weisen viel zu wenig in Bezug auf eigentlich nötige Tests aus.

Anmerken möchte ich noch, das ich feststellen musste, das kaum irgendjemand “so tief in der Materie” war wie ich. Meine diversen Nachfragen bedurften immer der Rückfragen und konnten teils nur mit viel hin- und her geklärt werden.

Hinweis: Ich bitte von Fragen nach Bezugsquellen zu MB an mich abzusehen. Ich kann & werde solche Fragen nicht beantworten.

MB-Anhydrat oder Hydrat-Form – was ist der Unterschied, was die Relevanz?

Zum spezifischen “Wirk-“ Unterschied zwischen der Anhydrat und der (Tri-) Hydrat-Form von MB ist konnte ich nichts ermitteln. Es ist aus meiner Sicht wahrscheinlich, dass die pharmakologische Wirkungsweise und die Nebenwirkungen von Methylenblau in Anhydratform und (Tri-) Hydratform sehr ähnlich ist, da die Hydratform einfach Methylenblau mit angehängten Wassermolekülen ist, was die Hauptstruktur und Funktion des Stoffes nicht signifikant ändert. Dies wird unterstützt dadurch, das beidem, USP und Ph Eur., Anhydrat und Hydratformen als zulässig spezifizieren. Allerdings könnte z.B. die Löslichkeit, die Bioverfügbarkeit, die Fließeigenschaften, die Kristallisation oder die Geschwindigkeit, mit der das MB absorbiert wird, potenziell anders sein. Auch könnte das (Tri-) Hydrat-Zusatz theoretisch Auswirkung auf die Lagerfähigkeit bzw. eine Vermischung mit anderen Substanzen haben.

Der Unterschied von Anhydrat zur Hydrat-Formen ist jedoch der “Netto-Anteil” von MB am Gesamtgewicht (bzw. der Menge. Dazu eine kurze Berechnung:
  • Methylenblau (Anhydrat) hat die chemische Formel C16H18N3S.Cl und folgende Molekulargewichte:
    • C: 12,01 (x16 = 192,16)
    • H: 1,01 (x18 = 18,18)
    • Cl: 35,45
    • N: 14,01 (x3 = 42,03)
    • S: 32,06
    • Addiert man diese Gewichte, erhält man ein Molekulargewicht für Methylenblau von ungefähr 319,88 g/mol.
  • Für ein Methylenblau “x”-Hydrat müssen wir wissen, wie viele Wassermoleküle pro Methylenblau-Molekül (im Durchschnitt) assoziiert sind.
    • Die allgemeine Formel für ein Hydrat ist …·nH2O, wobei n die Anzahl der Wassermoleküle ist.
    • Das Molekulargewicht von Wasser (H2O) ist 18,015 g/mol.
    • Bei einem Monohydrat wäre das zusätzliche Molekulargewicht des Wassers 18,015 g/mol.
    • Für ein Methylenblau Monohydrat wäre das Gesamtmolekulargewicht also 319,88 g/mol + 18,015 g/mol = 337,895 g/mol.

Wenn wir 100 g Methylenblau Monohydrat betrachten, wie viel davon ist tatsächlich Methylenblau? Nach dem Dreisatz sind in 100 g (und 100% reinem) Methylenblau Monohydrat 94,66 g Methylenblau enthalten – also maximal bezogen auf das Bruttogewicht. Beim Tri-Hydrat ist noch weniger “Netto”-MB in den 100 g, nur ca. 85 g. Die USP-Spezifikation spricht jedoch von “calculated on a dried basis”, wie auch Ph Eur. Da es 8-22% bei USP (V46) und 8-24% Trocknungsverluste bei Ph Eur. (V10) geben darf, gehe ich davon aus, das die Hydrat-Gruppen beim Trocknen “verfliegen” und es sich bei der Reinheitsangabe immer auf das übrig gebliebene Netto-MB in der Anhydratform im Relation zum “Rest” bezogen wird.

Offen bleibt für mich: Es darf (muss?) zwischen 8-…% Verlust geben und nicht bis 22/24%. Das würde bedeuten, das ein reines Anhydrat mit “0”% Trocknungsverlust nicht die Spezifikation erfüllen kann. Was verstehe ich hier nicht?

Die Shopping-Liste für Zusatz-Zutaten, inkl. Kapselfüller, Leerkapseln & Co.

Zutaten und Utensilien für die MB-Kapsel-Herstellung.

Folgendes wird für die Herstellung eigener Kapseln benötigt:

  • Methylenblau (optimal USP-Qualität oder besser)
  • Ascorbinsäure (optimal USP-Qualität) als “Füllstoff”, alternativ Glycin oder Natrium-Ascorbat.
  • Leerkapseln, Gr. 00
  • Kapselfüller, 100 Kapseln, Gr. 00
  • Feinwaage mit 0,001 g (1 mg) Auflösung
  • Ein sauberes 200-400 ml Schraubglas zum Mischen & Durchschütteln von MB und Ascorbinsäure
  • Nitril-, Gummi- bzw. Latex-Handschuhe
  • Ein Löffel, optimaler Weise aus Keramik oder Glas – Edelstahl sollte für diesen Zweck aber auch o.k. sein.
  • Optional ein Augenschutz (Brille mit Seitenschutz, z.B. von Uvex)
  • Optional ein Mundschutz (FFP3-Maske mit Ventil, z.B. von 3M).

Sowie optimaler Weise eine Küche oder Arbeitsoberfläche aus Edelstahl sowie ein Edelstahlwaschbecken. Alternativ auch eine “entsorgbare” Unterlage und einen Eimer um den Kapselfüller in diesem vorzuwaschen. Der Eimereinhalt sollte dann im Garten ausgeschüttet werden um Verfärbungen zu vermeiden.

Nachfolgend nun eine beispielhafte “Shopping-Liste” für Zutaten und Utensilien um MB-Kapseln herzustellen:

Zutaten:

Hilfsmittel:

  • z.B. Kapselfüller, 100 Kapseln, Gr. 00, Wanafu (Achtung: Amazon-Link!) -> Diese Bauart funktioniert gut.
    • Ggf. bei anderen Anbietern günstiger.
  • z.B. Feinwaage 0,001 g (Achtung: Amazon-Link!)
    • Hinweis: Ich habe diese Waage NICHT gekauft. Meine gibt es nicht mehr. Kann auch von anderen Anbieter gekauft werden – oft die gleiche China-Ware. Erwartet nicht zu viel, wobei es für diesen Zweck komplett ausreicht.

Und nochmals mein Hinweis: Nein, ich kann und werde keine Bezugsquellen für Methylenblau in USP-Qualität nennen. Geht selber auf die Suche im Internet und fragt bei Anbietern nach.

Ebenfalls nochmal, da es so wichtig ist: Es ist wichtig richtige USP-Qualität (oder Eur Ph.) zu verwenden und sich dieses explizit zusichern zu lassen. eB** und A***** sind für mich keine geeigneten Plattformen für den Bezug von MB. Ist es kein USP oder Eur Ph. – dann “Finger weg”! Zudem sollte auch immer die genaue Spezifikation des MB (CAS-Nummer, Form, chemisch Formel) angegeben sein.

Die Basis-“Rezeptur” für MB-Kapseln: Methylenblau & L-Ascorbinsäure

Vorab: Diese Anleitung kann ggf. als Inspiration für die Rezeptur-Herstellung von Kapseln in Apotheken unter Verwendung eines entsprechend für den menschlichen Gebrauch zertifizierten Methylenblau-Pulvers dienen. Potentielle Anwendungen dürfen nach WHO-Monograph [6] von Blasenentzündung bis Malaria reichen.

In der Regel wird Methylenblau (MB) oft als Lösung in Wasser angeboten, teils auch noch mit 10% DMSO. Für mich sind all dies sehr zweifelhafte Quellen, von denen ich selber Abstand halten würde. Von Lösungen mit DMSO würde ich noch größeren Abstand halten: a) verbessert es nicht die Aufnahme und b) birgt DMSO das Risiko, das auch Verunreinigungen tief in das Gewebe verschleppt werden, c) ist DMSO selber, je nach Dosis, Zelltoxisch. Niemals würde ich DMSO oral einnehmen wollen!

Grundsätzlich haben flüssige Zubereitungen bzw. Lösungen bei oraler Einnahme den Nachteil einer “brutalen” Blau-Verfärbung der Zunge, welche einige Stunden anhält. Weiterhin besteht immer die Gefahr, dass ein paar Tropfen “daneben gehen”, was sehr unschön und auch teuer sein kann, wenn dadurch das Textilien oder Bodenbeläge für immer Blau gefärbt werden oder das Gesicht bzw. die Hände für ein paar Stunden oder Tage blaue Spritzer aufweisen.

Weg mag, kann jedoch bis zu 43,6 g MB pro Liter Wasser auflösen (-> ca. 4,3%ige Lösung) [2], also bis zu 43,6 mg pro 1 ml (=> ca. 20 Tropfen), meint bis zu 2,18 mg MB pro Tropfen. (bei 20 Tropfen pro 1 ml). Anstatt jedoch fast 200 Tropfen für 40 mg MB abzuzählen mag die hier vorgestellte Variante etwas praktikabler sein 😉

In einem Podcast von Dr. Mercola mit MB-Forscher Francisco Gonzalez-Lima, Ph.D [1] erwähnt letzterer, dass er für seine Studien selbstgemachte MB-Kapseln verwendet, dessen “Füllmaterial” L-Ascorbinsäure (Vitamin C) ist. Die Ascorbinsäure diene dann auch gleich als Elektronendonator für das MB um es im Magen bzw. Körper zu Leucomethylenblau (MBH2) zu reduzieren.  Nach Lima [1] ist ein “Resultat”  der Einnahme von viel Vitamin C zusammen mit MB, das der Urin dann weniger Blau sei. Wer meine Artikel zu Vitamin C kennt, der wird diese Lösung sicher für praktisch befinden. Ein weiterer Aspekt ist, dass nur reduziertes MB durch die Zellmembranen diffundiert um dort seine Wirkung zu entfalten [4] (deepl.com):

LeucoMB ist ungeladen, lipophil und dringt durch Diffusion über die Plasmamembran in die Zellen ein, wo es reoxidiert und somit in den Zellen sequestriert werden kann.”

Aus der Praxis kann ich berichten, das in eine (große) 00’er Kapsel ca. 1000 mg (1 g) Vitamin C passt – also wenn alles maschinell “Tip-Top” gefüllt wird. Ich belasse es bei der manuellen Füllung bei 950 mg. In der Praxis bedeutet dies für mich weiter, das wenn ich 100 Stück MB-Kapseln mit z.B. je 20 mg MB bauen möchte ich folgendes mische:

  • 100 * 930 mg L-Ascorbinsäure = 93 g
  • 100 * 20 mg Methylenblau = 2 g

Für 100 Kapseln ergibt dies 95 g an “Zutaten”, ergo 950 mg pro Kapsel. Ich ziehe also die 20 mg für das MB von den 950 mg Ascorbinsäure ab. Sollen nur 10 mg MB in einer Kapsel sein, dann ergibt sich folgendes:

  • 100 * 940 mg L-Ascorbinsäure = 94 g
  • 100 * 10 mg Methylenblau = 1 g

Welche Dosierung jemand für seine Goldfische, Koi, Labor-Petrischalen oder Jeans als Zweckmäßig erachtet ist nicht Fokus dieses Artikels. Ich mag hier auf meine zukünftigen Artikel und die Studienlage verweisen. Oft wird ein Dosisfenster von 0,5-4 mg pro Kg Körpergewicht und Tag angegeben [u.a. 1], was bei 70 Kg Körpergewicht und 0,5 mg pro Kg ca. 35 mg MB pro Tag entspricht. Aufgrund der langen Halbwertzeit des MB von ca. 12 Stunden erachtet Lima [1] eine  einmalige Gabe pro Tag als ausreichend. Dr. Mercola gibt an, 8-10 mg MB 2 mal am Tag zuzuführen, was ca. 0,25 mg / Kg entsprechen dürfte. Aus meiner Lesart der Studien- und Berichtslage und ohne spezifische Probleme (z.B. Blasen-Entzündung) würde ich selber in der Regel das Dosisfenster von 0,25-1 mg/Kg und Tag nicht verlassen.

Das Abwiegen, Mischen und die Verkapselung des Pulvers

Vorab: Wer sich unsicher mit dem Umgang der Pulver ist, der mag Augen- und Mundschutz benutzen, sowie Handschuhe zum Schutz vor blauen Händen.

Meine Schritte für das Abwiegen, Mischen und die Verkapselung des Pulvers sind nun folgende:

1. Mischung des MB-Ascorbinsäure-Mix

Zuerst wird das Pulver für die Kapseln gemischt – in einem Schraubglas das verschlossen wird.

  • Die Waage auf die Edelstahlarbeitsfläche oder eine große Unterlage stellen
  • Das 200-400 ml Schraubglas auf die Feinwaage stellen, die Wage auf “0” setzen.
  • Die Ascorbinsäure mit Löffel in das Schraubglas einfüllen (z.B. 91 g für 100 Kapsel Gr. 00)
  • Das MB mit Löffel in das Schraubglas einfüllen (z.B. 4 g für 100 Kapsel Gr. 00)
    • Wichtig: Dabei extrem vorsichtig sein – lieber mehrfach ganz kleine Mengen nachfüllen.
  • Schraubglas fest verschließen.
  • Schraubglas schütteln bis alles sehr gleichmäßig aussieht.
  • Ggf. das Schraubglas öffnen und MB-Klumpen mit dem Löffel zerdrücken, wieder verschließen und weiter schütteln.

Hinweis: Ob es ein paar mg mehr oder weniger sind, ist in der Regel egal. die Ascorbinsäure ist “Füllmaterial” und das MB hat einen breiteren Anwendungsspielraum.

2. Kapselfüller vorbereiten

Wie im Artikel Supplemente selber bauen Teil 1 bzw. der Anleitung des Gerätes beschrieben.

3. MB-Ascorbinsäure-Mix in den Kapselfüller geben

Kein MB-Pulver, aber so sieht das aus, wenn das Pulver auf den Kapselfüller getan wird.

Kein MB-Pulver, aber so sieht das aus, wenn das Pulver auf den Kapselfüller getan wird.

Nun wird es interessant. Jeder Schritt hier sollte langsam und mit bedacht ausgeführt werden, um unnötige Kleckereien zu vermeiden.

  • Darauf achten, das die Pulversperre auf den Kapselfüller (-> also Unterplatte mit den großen Kapselhälften) richtig aufliegt.
    • Hinweis: Die Pulversperre ist der (bei mir weiße) “Rahmen”, der auf die Unterplatte passt.
  • Ca. 80% des Pulvers vorsichtig und langsam in die Mitte der unteren Platte des Kapselfüllers schütten.
    • Tipp: Darauf achten das es nicht “staubt” und das nicht in das Pulver “reingehustet” wird – aber eher wegen der “Sauerei”.
    • Alternativ: Maske und Brille aufsetzen, wobei MB auch als Pulver eher sehr unkritisch ist [2].
  • Mit dem Plastik-Spachtel das Pulver vorsichtig und langsam in die Kapsel verteilen, ggf. weiteres Pulver nachgeben.
  • Anpresshilfe verwenden um den Pulver-Mix in die Kapseln zu verpressen
    • Tipp: Die Anpresshilfe auf einen Stück Küchenpapier ablegen!
  • Rest des Pulvers auf die untere Platte des Kapselfüllers geben, nochmals in die Kapseln verteilen, ggf. noch mal anpressen
    • Tipp: Auch mal die Pulversperre hochheben und Pulver das sich da “verkrochen hat” in die Kapseln schieben.

Falls noch Pulver übrig ist, das nicht in die Kapseln passt – bitte mit dem Spachtel vorsichtig zusammenschieben und entfernen. Entweder in das Schraubglas oder den Mülleimer.

4. Kapseln verpressen und “ernten”

Aufgesetzte obere (Verschluss-) kappen. Jetzt nur noch "einfädeln" durch leichtes drücken & rotieren und dann starkes Anpressen.

Aufgesetzte obere (Verschluss-) kappen. Jetzt nur noch “einfädeln” durch leichtes drücken & rotieren und dann starkes Anpressen.

Die letzten Schritte:

  • Die obere Platte des Kapselfüllers mit den kurzen Endkappen und der farbigen Kapselarretierung (bei mir Orange) aufsetzen,
    • ohne Druck leicht kreisend bewegen, bis man das Gefühl hat, das alle Endkappen “eingerastet sind”,
    • dann langsam und immer fester andrücken.
    • Wichtig: FEST, also bis Sie wirklich die untere Platte berührt – an allen 4 Ecken! Wichtig ist auch das “einrasten”, denn sonst gibt es mit Sicherheit zerdrückte Kapseln!
  • Dann obere Platte abnehmen (bei mir das blaue Stück), die farbige Kapselarretierung (bei mir Orange) mit dem Kapseln vorsichtig anheben die 100 Kapseln in eine extra Schale bzw. Suppenteller “ernten”.
    • Tipp: Dabei unbedingt Handschuhe anziehen! Defekte Kapseln ggf. entsorgen oder Inhalt “für die nächste Runde” in das Schraubglas schütten.
  • Die Kapseln von der Schale dann in eine alte bzw. gebrauchte und leere NEM-Dose oder ein Schraubglas geben & gut verschließen.

Danach sollte alles abgespült, ggf. gewaschen und gut getrocknet werden. Falls Ihr keine Edelstahlküche habt – gebt alles in einen großen 10 Liter Eimer und füllt diesen, am bestem im Garten, mit Wasser und wascht dort alles vor. Den Rest könnt Ihr dann im Waschbecken oder mit der Geschirrspülmaschine erledigen. Die Kapseln selber sind außen in der Regel so sauber, das es keine Verfärbungen an den Fingern gibt, wenn diese später einzeln aus der Dose genommen werden.

MB-Lösung selber machen: Für die, welche z.B. die Haut (ihres Versuchstieres) damit behandeln wollen

Für einige Anwendungszwecke, u.a. Applikationen auf der Haut, bietet sich auch eine MB-Lösung an. Bei den Lösungen ist vorher festzulegen, welche Konzentration das ganze pro Milliliter oder Tropfen haben soll. Dabei ist folgendes zu beachten:

  • Nach Pubchem hat MB in Wasser eine Löslichkeit von 43,6 g pro Liter (1000 g) bei 25 °C.
    • Das entspricht max. 43,6 mg pro 1 ml (1 g), also eine 4,36%ige Lösung.
  • Ein Tropfen gewöhnlichen Wasser entsprecht etwa 0,03-0,05 ml, also 15 bis 20 Tropfen für einem Milliliter.
    • In der Pharmazie ist der gtt Metric (von lateinisch gutta, Plural guttae) mit 50 Mikroliter (50 µl) definiert – also 20 Tropfen pro 1 ml.

Der Rest ist eine kleine Rechenaufgabe. Wer eine 100 ml Flasche (100 g) mit einer ca. 4% Lösung herstellen will (maximale Sättigung), der braucht “gerundet” ca.

  • 96 ml (g) Wasser
  • 4 g MB

Und muss dies mischen. Das Ergibt dann bez. der Dosierung mit dem Tropfer bzw. der Pipette:

  • 1 Tropfen = 50 µl = 40 mg / 20 (Tropfen pro ml) = 2 mg MB
  • 20 Tropfen = 1 ml = 40 mg MB

Zu beachten ist, das diese Lösung eine extreme Färbekraft hat.

Tipp: Die initiale Färbekraft kann reduziert werden, wenn der Lösung Ascorbinsäure hinzugegeben wird. Dadurch wird das MB reduziert (-> LeucoMB) und transparent. Zudem wird das reduzierte MB (nach Lima [1]) besser durch die Haut aufgenommen und ist so für die Applikation auf z.B. Melanome, Warzen, etc. “bioverfügbarer”. Auf 1 g MB habe ich selber einmal testweise 7 g Ascorbinsäure in einer Tropferflasche hinzugegeben. Dadurch verliert das MB einen Großteil seiner (initialen) Färbekraft. Jeder mag selber experimentieren was die optimale Sättigung und das optimale Verhältnis zwischen MB und der L-Ascorbinsäure ist, je nachdem wie die Lösung verwendet werden soll.

Ach ja: Wer aufgepasst hat, der erkennt, das in einer 100 ml Flasche mit 1% MB (und 99% Wasser) nur 1 g MB-Pulver gelöst ist. In Internet werden dafür 20-35€ “aufgerufen”, wobei 1 g MB in USP-Qualität im Großhandel unter 1€/g kostet. Ihre bezahlt also a) 19-34€ für eine Glasflasche und 99 ml Wasser und bekommt b) bei oraler Nutzung eine blaue Zunge. Finde ich wenig effektiv.

Mein Fazit

Fertige MB-Kapseln

Aus meiner Erfahrung ist die Mischung von MB mit Ascorbinsäure eine recht “saubere” und praktikable Lösung. Das Pulver lässt sich gut verarbeiten, mischen und in Kapseln verfüllen und zudem es gibt es kaum “Sauerei”. Wer dann noch Nitril- oder Latex-Handschuhe nutzt sollte kein Problem haben diese Kapseln ohne Probleme selber herzustellen. Ein Bekannter hatte es mit der allgemeinen Anleitung auf Anhieb geschafft 00’er-Kapseln herzustellen (nicht mit MB): 1ster Versuch mit der Kapselmaschine & 100 Kapseln (= 100%) Ausbeute. Mega!

Wer keine Ascorbinsäure verträgt, warum auch immer, der nutzt einfach Natrium-Ascorbat oder Glycin. Das gibt es gut & günstig bei iHerb & Co. Die Links dazu stehen in meinem Artikel zu Vitamin C, Teil 2.

Nach Lima [1] ist es aufgrund der längeren pharmakologischen Halbwertzeit von MB im Blut (>12 h) nicht nötig, MB mehr als einmal am Tag zuzuführen. Eine Dosierung zwei mal am Tag ist natürlich denkbar, wenn höhere Dosierungen als 0,5-1 mg pro Kg Körpergewicht verwendet werden sollten. Dies ist ggf. sinnvoll, wenn Probleme mit MB in seiner Funktion als MAOA-Inhibitor, und in folge mehr Serotonin, problematisch sind. Generell würde ich jedoch die Dosis von 0,5 mg / Kg / Körpergewicht nicht pauschal und ohne Grund überschreiten. Oft werden positive Effekte schon weit unterhalb dieser Dosis berichtet, welche sicherlich auch weniger Pro-Oxidativ ist.

Lima [1] gibt an, das bei einmaliger bzw. Kurzzeitverwendung auch Dosierungen um 3-4 mg / Kg Körpergewicht sinnvoll sein können um bestimmte Ziele zu erreichen. Besteht bei einer Malaria noch eine parasitäre Co-Belastung, welche z.B. in Afrika üblich ist, so können nach Lima [1] auch Dosierungen oberhalb von 4 mg / Kg / Körpergewicht für die Zeitdauer der Behandlung notwendig sein. Details bitte ich im Podcast anzuhören oder in einschlägigen Monographen nachzulesen [6].

Noch ein Tipp: Nach dem Herstellen von 100 Kapseln die Kapselfüllhilfe zumindest mit Tuch und Pinsel etwas reinigen, da es bei einer zweiten Runde ohne gereinigten Kapselfüller nicht mehr so gut “flutscht” und fehlgepresste Kapseln entstehen können. Das passiert, weil sich die feinen Kristalle der Ascorbinsäure bzw. des Glycin in die Ränder der Füllhilfe setzen.

Tipp einer Leserin des Blogs: Alternativ den Kapselfüller wirklich gut ausklopfen, ggf. (im Garten) ab-pusten und die obere Platte mit den Kapselköpfen bzw. Kappen erstmal ganz leicht aufsetzen, rundum ‘einfädeln’ lassen (Platte leicht im Kreis bewegen), dann das ganze etwas stärker andrücken und erst nach dem dritten, oder vierten ‘einfädeln’,  also wenn nichts mehr knackst, ganz fest andrücken.

Wofür nochmal?

Um Methylblau, das seit über 130 Jahren als Arzneimittel benutzt wird, ja sogar das erste chemisch synthetisierte Arzneimittel war, ist es eher still. Kaum einer weiß, das MB z.B.

  • das erste (bis heute wirksame) Medikament gegen Malaria war,
  • in der WHO-Liste der essentiellen Medikamente aufgeführt ist (-> Meint: Im allgemeinen Sicher & insbesondere effektiv),
  • traditionell u.a. für die Behandlung von Harnwegsinfektionen genutzt wurde (und nach Lima besser wirkt als Antibiotika [1])

und vieles mehr.  MB hat jedoch sehr große Nachteile”: Es ist frei von Patenten, günstig und nachgewiesen wirksam für vieles. Schon Anfang des 20sten Jahrhunderts übernahm so ein Antiparasitikum namens “Chinin” (und danach Chloroquin) die Hauptrolle bei der Behandlung der Malaria, u.a. weil es patentiert werden konnte. MB hat jedoch solch eine breite Verwendungen, das es “nicht in der Apotheke weggeschlossen werden kann”, weil es u.a. als Farbstoff für Jeans oder zur Behandlung von Aquarien-Wässern gegen Parasiten genutzt wird. Zudem ist es in jedem Krankenhaus vorhanden, da es u.a. das einzige Gegenmittel bei Zyanid-Vergiftungen. Jeder Arzt hat also in seinem Studium schon mal etwas über Methylenblau gehört. Eigentlich…

Hier nun noch die kurze Zusammenfassung einiger MB-Aspekte aus meinen (irgendwann einmal erscheinenden) Hauptartikel zu MB [u.a. 1, 6, 8]:

  • Wird genutzt zur Behandlung von Methämoglobinämie und deswegen in faktisch jedem Krankenhaus verfügbar,
    • weil es ein Gegenmittel bei zahlreichen Vergiftungen wie z.B. Zyanid oder Kohlenmonoxid ist.
  • Erstes und wohl immer noch effektives Mittel bei Malaria da es keine Resistenzen gibt,
    • welches 1995 wiederbelebt wurde, mit dem Ziel Hauptziel war die Entwicklung einer erschwinglichen, verfügbaren und zugängliche Therapie zu ermöglichen.
  • Breitbandiges (dosisabhängiges) Anti-Parasitäres, Anti-Virales und Anti-Bakterielles Mittel und
    • deswegen wohl auch Effektiv bei HIV, Ebola, .., SARS-CoV-2,
  • Ist ein Antagonist von Stickstoffmonoxid (NO) über Senkung von cGMP 
    • u.a. wichtig bei septischen Schock, aber auch chronischen Entzündungen,
  • Ein ab ca. 100 mg / Tag potenter MAO-A Inhibitor,
    • Wobei das nicht immer positiv sein muss, speziell, wenn schon ein langsames MAOA vorhanden ist.
  • Wird zur Behandlung einiger psychiatrischer Störungen eingesetzt,
    • da es anxiolytische und antidepressive Eigenschaften besitzt (-> Guanylcyclase, cGMP)
  • ist ein potentieller Verbesserer des (mitochondrialen) Energiestoffwechsel (-> ‘Ersatz’ Elektronentransporter in der ETC),
    • meint: potentiell mehr ATP und gleichzeitig weniger oxidativen Stress, aber ggf. nur, wenn relevante Probleme bestehen!

Illustration über die Funktionsweise von MB als Ersatz-Elektronentransporter. Quelle: Grafik erstellt mit BioRender.com

In Bezug auf ATP ist MB in der Lage, unter Umgehung von Komplex I und III der ETC Elektronen an Cytochrom c zu spenden. Infolgedessen können die schädlichen Auswirkungen von Inhibitoren von Komplex I und III durch MB abgeschwächt werden [7]. Bei Menschen die hier keine Probleme haben sinkt dadurch ggf. jedoch die Netto-Produktion von ATP. Ggf. kann es jedoch auch (Dosisabhängig) durch H2O2 induzierten gewebespezifischen Stress zu kompensatorischen und am Ende positiven Nettoeffekte bei der mitochondrialen Genese kommen. Das habe ich (noch) nicht im Detail recherchiert.

Auch ist MB in der Lage, Stickstoffmonoxid (NO) von der Cytochrom-c-Oxidase zu lösen und so seine Funktion wiederherzustellen [3]. Zu den Problemen von zu viel NO habe ich viel in diesem Blog geschrieben. NO verbindet sich u.a. bei viel oxidativem Stress gerne mit Superoxid (OO) zu Peroxinitrid (O-NO-O). Peroxinitrid ist DAS Superradikal. Genug NO ist zwar wichtig, aber zu viel davon ist ungut. Deswegen sehe ich in der Regel auch von der Nutzung der Aminosäuren Arginin und Citrullin ab, soweit Sie nicht zusammen mit ausreichend Lysin zugeführt werden und ein wirklicher Bedarf da ist.

Nach Dr. Mercola und M. Pall ist die vermehrte Bildung von Peroxinitrid (ONOO) eine der Folgen von EMF (-> “Elektrosmog”) auf die Spannungsgesteuerten Calcium-Kanäle (VGCC) von Zellen, weil hier in Folge einer Kausalkette ist, das vermehrt NO gebildet werden kann (bzw. wird). Nach meinem Verständnis hat MB das Potential

  • a) den schädlichen Auswirkungen von zu viel NO entgegenzuwirken,
  • b) NO zu senken und damit auch indirekt ONOO zu reduzieren, sowie
  • c) (bei Dysfunktion) den Energiestoffwechsel, also die ATP-Produktion, in den Mitochondrien zu verbessern.

Die vorgenannten 3 Faktoren lassen dabei alle anderen (positiven) Auswirkungen von MB unberücksichtigt. Wer ein schnelles MAO-A hat, dürfte auch von MB profitieren, da wichtige Neurotransmitter nicht mehr so schnell abgebaut werden. Allerdings sollte bei einer (sehr) langsamen MAO-A ab Dosierungen über 0,5-1 mg/Kg Körpergewicht aufgepasst und u.a. auf genug Methylierungs-Unterstützung geachtet werden. So sollte MB auch besser nicht zusammen mit großen Mengen an 5-HTP genutzt werden (-> ggf. zu viel Serotonin) oder das 5-HTP sollte bzw. kann dosisabhängig reduziert werden. Ansonsten ist noch der G6PD-Mangel eine Kontra-Indikation für die Verwendung von MB, welcher in Afrika bzw. bei afrikanischer Abstammung häufiger anzutreffen ist.

Pro & Contra

Für diesen Artikel habe ich das Pro & Contra zu MB nicht recherchiert. Masterjohn argumentiert strikt Biochemisch, das MB kein allgemeines Tonikum für die Mitochondrien sei und keine allgemeine Verbesserung der Mito-Gesundheit bewirkte [12].

Menschen die unter systemischen Entzündungen (u.a. IL-6, Nf-kß hoch, iNOS-Aktivierung), Krebs und anderem Leiden profitieren sicherlich mehr von MB, als die, bei denen alles soweit in Ordnung ist. So kann MB bei bestimmten Problemen mit der Elektronentransportkette und zu viel NO helfenwenn diese Probleme vorliegen. Ansonsten wird nach Masterjogn ggf. weniger ATP produziert, wobei die Frage ist ob dieses weniger dann relevant auffällt, und doch nicht andere, synergistische Effekte, überwiegen. Wie gesagt: Masterjohn argumentiert nur Biochemisch. Dr. Jack Kruse ergänzt – wie üblich – och andere Aspekte und argumentiert [17, Min. 2:25:15]:

  • das MB den Oxidationstatus von Eisen verändert, so das Melanin besser regeneriert werden kann,
  • das MB NO in den Geweben in den es vorkommt verfügbar machen kann,
    • HCF: Ggf. meint Kruse damit Stickstoffmonoxid (NO) von der Cytochrom-c-Oxidase zu lösen und so seine Funktion wiederherzustellen [3].
  • das MB das Tunneln von Protonen verbessert.

Allerdings bleibt Kruse wie üblich kryptisch mit irgendwelchen Erklärungen, wobei er noch darauf hinweist, das wir den Menschen (und MB) nicht nur biochemisch betrachten sollten, sondern auch auf Basis von Biophotonen-Effekten, also das Zellen UV-Licht emittieren, Aminosäuren genau in diesem Spektrum “Licht” absorbieren und das MB auch hier hineinspielt, weil es u.a. IR-Licht um den Bereich von 660 nm absorbiert. Das Problem bei Kruse: Er wird nie komplett konkret und fokussiert sich aus meiner Wahrnehmung auch nur auf einen Teil der Geschichte.

Das MB auch den oxidativen Stress durch vermehrte Bildung von Wasserstoff-Peroxid erhöhen kann, u.a. auch den NADPH-Pool senkt, sollte geachtet werden. Es gibt sogar Studien, welche MB die Eigenschaft zuschreiben Glutathion (GSH) direkt, ohne Umweg über H2O2, zu oxidieren [16].

Wann oder ab welcher Dosis es “Netto”, also unter dem Strich oder durch Stress im hormetischen Bereich (-> direkte bzw. indirekte Nrf2-Aktierung) positiv ist oder nicht (-> z.B. durch Förderung der Mitogenese oder hochregulierung der antioxidatien Systeme), ist eine für mich offene Frage. MB ist für mich deswegen nichts, was ich selber dauerhaft ohne klare Indikation in hohen Dosen einnehmen würde. Dosierungen am 0,5 mg / Kg / Körpergewicht und Tag sind bereits relevante Dosierungen. Ich würde MB deswegen bereits bei vorgenannten Dosierungen nur intermittieren einnehmen, z.B. 5 Tage Nutzung, dann (min.) 2 Tage Pause, wie bei allen Nrf2-Aktivatoren. In jedem Fall würde ich andere Vitamine & Co-Faktoren “für alles andere”, u.a. NAD+ & Co. ergänzen. Alternativ kann MB ggf. im Bereich bis max. 10 mg / Tag genutzt werden in der Hoffnung, das die Effekte dann eher nur im nicht-pro-oxidativen Bereich fallen – speziell wenn der nutzende Mensch eigentlich keine großen Probleme hat.

MB scheint jedoch potentiell sehr sinnvoll zu sein, wenn spezifische Probleme vorliegen, wie z.B. Parasiten, “Viren” oder auch Bakterien. Auch bei EMF-Sensitivität bzw. EHS, ggf. auch MCS könnte ich mit MB positiv vorstellen, da es hier, ggf. über eine IL-6-Erhöhung, zu einer iNOS (Über-)Aktivierung kommen kann. MB kann den Effekten von zu viel NO im System potentiell entgegenwirken, was positiv im gesamtsystemischen Kontext sein könnte.

Für mehr empfehle ich [12][13][14] zu lesen und anzuschauen. Masterjohn [12] schreibt zusammenfassend (deepl.com):

“Methylenblau ist ein starkes antimikrobielles und desinfizierendes Mittel. […] Es wird zur Behandlung von Malaria und bestimmten Formen von Methämolglobinämie. Es produziert Wasserstoffperoxid und kann die mitochondriale Atmungskette bei bestimmten toxischen oder genetischen Beeinträchtigungen umstellen.”

Meint: MB ist je nach Dosis bzw. lokaler Konzentration eben auch ein oxidant! Ansonsten könnte es ja auch nicht bei Blasenproblemen anstelle eines Antibiotika wirken. Weiter:

“Es ist ein starker Monoaminoxidase-Hemmer, was dazu führt, dass das Gefühl, sich besser zu fühlen, ein unzuverlässiger Indikator dafür ist, ob der Energiestoffwechsel verbessert wird.”

Die Eigenschaft des MAO-Hemmers ist sehr relevant: Zwar soll diese bei Dosen < 40 mg / Tag gering sein, jedoch hat Sie auch da schon geringe Auswirkungen, die das befinden (positiv) verändern könn(t)en. Relevante MAO-Dosen sind jedoch schon ab/um die 100 mg / Tag zu verorten. Menschen mit langsamer MAO(A) sollten hier aus meiner Sicht klar vorsichtig sein, denn mehr Serotonin (-> Überschuss?) muss nicht nur positiv sein. Weiter:

“Außerhalb der medizinischen Standardanwendungen und Kontraindikationen hat es wahrscheinlich bei gefäßerweiternden Kopfschmerzen und bei der Behandlung von Störungen der Atmungskette einen Wert.

Sehr wichtig abschließend seitens Masterjohn:

“Es ist kein allgemeines Gesundheitstonikum und bietet keine allgemeine Unterstützung für die Mitochondrien. Es gibt Hinweise darauf dass es hilft, wenn man es braucht, und schadet, wenn man es nicht braucht

Letzteres ist sicherlich auch eine Frage der Dosis. Allerdings sagt Masterjohn klar, das wenn es keine Probleme mit den Mitochondrien gibt, insb. keine mit Komplex II und IV, das die Menge der ATP-Produktion durch die Einnahme von MB potentiell gesenkt wird.

Ich wende ein: Letzteres ist ja nicht der einzige Effekt von MB. Alleine durch die Reduktion der Expression der iNOS bzw. andere hormetische Wirkungen könnte MB, auch wenn die ATP-Netto-Produktion z.B. 5% niedriger ausfällt, der gesamtsystemische Nettoeffekt immer noch deutlich positiv sein. Zudem ist es vorstellbar, das es durch MB weniger oxidativen Stress und Elektronenstau in bei der ATP-Produktion gibt. Dies würde den Nettodurchsatz unter dem Strick jedoch steigern können. Insofern würde ich Masterjohn seine Anmerkungen ernst nehmen, jedoch nicht als in Stein gemeißelt betrachten. T. Levy, MD, sieht MB denn auch deutlich positiver als Masterjohn [15].

Ich selber würde mit jeder höheren Dosis als 0,5 mg / Kg / Körpergewicht jedoch zurückhaltend bzw. vorsichtig sein, wenn hier keine klare Indikation vorliegt. Ich denke die größten Vorteile mit minimalen potentiellen Nachteilen werden bei Dosierungen von 0,1-0,5 mg/Kg Körpergewicht erreicht, wobei die Einnahme mindestens einen Tag in der Woche, besser 2, pausiert wird. Bei “präventiven” Langzeitdosierungen ohne spezifischen Grund würde ich selber eher Dosierungen bis 0,2 mg/Kg ansetzten. Alternativ verweise ich auch gerne auf das Interview mit T. E. Levy [15] zu MB und natürlich das mit F.Gonzales-Lima [1].


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Links / Quellen

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