CoEnzym Q10 – Mitochondrien-Booster, Antioxidant & Unterschied zu Ubiquinol (QH)

CoEnzym Q10 Pillen

CoEnzym Q10 Pillen (Ubichinol). Foto: H.C.

Irgendwie bin ich so oft über Coenzym Q10 gestolpert – ich wollte wirklich mal genauer wissen was da dran ist, also a) was es grob macht, b) wie sicher es ist, c) welche Form die beste ist und ob, wann und für welche Menschen eine Supplementierung ggf. Vorteile bringen könnte.

CoEnzym Q10 im Überblick

Dieses Vitaminoid (-> eine Vitamin ähnliche Substanz) macht der Körper grundsätzlich selber – jedoch mit abnehmenden Alter immer weniger davon. Q10 ist jedoch für den Energiestoffwechsel (ATP-Produktion, Herzfunktion & Co.) unerlässlich und ein wichtiges Antioxidanz in unserem Körper. Die Studienlage zu Q10 ist sehr gut und die Anwendung in Bezug auf die Sicherheit [22][23] und Toxizität (ADI) mit 12 mg/Kg Körpergewicht & Tag ist sehr gut [1][2].

Natürliches Vorkommen & Biosynthese

Q10 findet sich vor allem in tierischen Produkten [1][21], wobei wohl nur durchschnittlich 5 mg pro Tag durch die Nahrung aufgenommen werden [11]. Die Biosynthese-Fähigkeit des Körpers hängt an vielen Faktoren (u.a. Vitamin B6) und beträgt in frühen Lebensjahren ca. 30 mg – was dann jedoch mit dem Alter ab ca. dem 30sten Lebensjahr stark abnimmt [11]. Insofern spielt die Aufnahme von Q10 über die Nahrung eine eher untergeordnete Rolle. Der Körper des Menschen selber enthält wohl nur 1000-1500 mg Q10 [19]. Interessant ist dann noch, das exogene Gaben von Q10 keinen Einfluss auf die körpereigene Biosynthese haben sollen [11].

Hier mal ein Überblick über Q10 in der Nahrung & Lebensmitteln (Angaben pro 100g) [21]:

  • Reichhaltig im Fleisch von Organen (Leber),
    • Fleisch von Rind & Schwein: ca. 3-4 mg
    • Herz von Rind, Schwein & Huhn: 9-12 mg
  • öligem Fisch (Hering, Sardinen, Makrelen usw.),
    • Makrele: 6,8 mg, Hering: 1,5 mg
  • Samen und Nüssen (z.B. Pistazien, Hasel- und Walnüsse, Sesam),
    • ca. 1,5-2 mg
  • Hülsenfrüchten,
    • Sojabohnen: ca. 1 mg, Natto: ca. 0,6 mg
  • Avocado, Pflanzenölen, Butter und Ei(gelb)
    • Avocado: 0,95 mg
    • Butter: 0,71 mg, Eigelb: 0,52
  • Kohl, Rosenkohl und Brokkoli,
    • Brokkoli: 0,59mg
  • Zwiebeln, Kartoffeln und Spinat

wobei kochen (Hitze) das Coenzym jedoch zerstören kann. So denke ich auch, das in länger gelagertem (und oxidiertem) Pflanzenölen nicht mehr so viel Q10 enthalten sein wird.

Eigenschaften von Q10

Die beiden wichtigsten Eigenschaften sind [1][4]:

  • Energieversorgung: Das Coenzym Q10 ist stark in die ATP-Produktion in den Mitochondrien bzw. der Atmungskette (Citratzyklus) involviert.
    • Wobei Q10 u.a. als der Elektronentransporter zwischen ETC-Komplex I, II & III fungiert.
  • Antioxidant und Radikalenfänger: Jedoch nur in seiner reduzierten Form
    • in Bezug auf Reaktive Sauerstoffspezies (ROS) und die Fettsäureoxidation,
    • in einer Gruppe mit Vitamin A, C und E, Glutathion, etc. sowie
    • der Superoxide Dismutase (SOD), Katalase (CAT) und Glutathion Peroxidase (GT) [5].
    • Auch ist Q10 wohl ein guter (nicht-enzymatischer) Peroxinitrid-Radikalenfänger [3].

Zu wenig Q10 in den Zellen wirkt dabei in jedem Fall limitierend auf die ATP-Produktion – selbst bei optimalem Nahrungsangebot – wobei insbesondere das Herz von einer Unterversorgung betroffen scheint.

Die Anwendungsgebiete von Q10

für eine Supplementation sind dann wohl auch primär die Bereiche welche mit dem Energiestoffwechsel und freien Radikalen zu tun haben, u.a.:

  • Herzinsuffizienz (Herzmuskel) [1][3][6] und Bluthochdruck [11],
  • Nervenzellen (wirkt Neuroprotektiv, u.a. wohl Schutz gegen Dopaminverlust) [1][4][18],
  • Immunsystem und Förderung der Fettverbrennung [1].
  • Glaukom, Neuropathien am Augen (Schutz optischer Nerv, Astrozyten) [4]
  • Fibromyalgie, Chronische Erschöpfung, Erkrankung der Leber [11],
  • Migräne (ca. 50% weniger Attacken & geringeres Ausmaß bei ca. 50% der Probanden) [23][24],
  • Verlangsamung der Alterung [8] (durch aktivierung von Gen-Expressionen [11]) und
    • ‘by increasing levels of SIRT1, PGC-1α, and SIRT3’ (Studie mit Mäusen)
  • Verbesserung der Mitochondrienfunktion [8][24].

So fassen Noh Y. H. et al. [4] in Bezug auf Q10 zusammen:

“(CoQ10), an essential cofactor of the electron transport chain and a potent antioxidant, acts by scavenging reactive oxygen species (ROS) for protecting neuronal cells against oxidative stress in many neurodegenerative diseases.”

Gerade bei einer Entgleisung der NO-Synthase mit folgender  Bildung von Peroxinitrid sollte Q10 also vorteilhaft sein. Wann passiert das? In Zusammenhang mit Elektrosmog, Chemikalien-Belastung und z.B. einer HPU.

Q10, QH, Ubiquinon, Ubichinol?!?! – Viele Begriffe – aber nur zwei Stoffe

Das Co-Enzym Q10 gibt es in zwei Formen : Oxidiert (Ubiquinon, Q10) und Reduziert (Ubichinol, QH), , wobei es letzteres erst seit ca. 10 Jahren gibt – dies dann auch teurer ist und damit beworben wird, das es besser aufgenommen wird, was für mich nach dem anschauen eines Vortrages von Dr. Jürgen Vormann [11] in Bezug auf die Studienlage sehr plausibel erscheint.

Um die Verwirrung bei Q10 komplett zu machen gibt es jedoch auch noch andere Bezeichnungen für die beiden Formen, so das zumindest ich ab und zu auch mal die Orientierung verliere [7]:

Ubiquinon = Ubichinon (klare gelbe Farbe)

  • Ubidecarenon = Myoqinon = Myoquinone = Bio-Qinon = Normales Q10 = Oxidiertes Q10 = Das originale Q10 = Q = CoQ = QX = CoQ10 = 6-all-trans-Decaprenyl-2,3-dimethoxy-5-methyl-1,4-benzochinon

Ubiquinol = Ubichinol (2006 eingeführt, milchig-weiße Farbe)

  • Uniqinol = BioActive Q10 = Reduziertes Q10 = QH = CoQH = Dihydroquinon = 2,3-Dimethoxy-5-methyl-6-polyprenyl-1,4-benzochinol

Nach dem Apotheker Kuhnert [1] wandelt der Körper das Q10 selber von oxidierter Form in die unoxidierte (reduzierte) Form – und umgekehrt u.a. unter Zuhilfenahme des Co-Faktors Selen., wobei diese Fähigkeit ebenfalls mit dem Alter nachlässt [11]. Zwar sind die meisten Studien zu Q10 mit dem älteren und günstigem Ubiquinon (Q10) durchgeführt, jedoch sind nach neueren Studien mit Ubiquinol (QH) u.a. deutlich höhere Serumswerte im Blut zu erreichen [11].

Was ist der (Wirk-) Unterschied zwischen Ubiquinon (QH) & Ubichinol (Q10)?

Ubiquinol im Blutplasma nach 4 Wochen supplementierung mit 100, 150 und 300 mg/Tag

Ubiquinol im Blutplasma nach 4 Wochen Supplementierung mit 100, 150 und 300 mg/Tag. Quelle: [22]

Grundsätzlich arbeiten beide Formen im Tandem in einem komplexen Redoxsystem um Elektronen in der Atmungskette (zwischen ETC Komplex I, II und III) zu transportieren. Zudem kommt dem reduzierten Q10 auch noch die Rolle als Radikalenfänger zu, so das auch mir eine Einnahme des reduzieren QH vorteilhafter erscheint.

Aus der Nahrung nehmen wir denn auch meist die oxidierte Form auf (53%), wobei 90-95% des Q10 in unserem Blut reduziert sind [11]. Das (pro mg) deutlich teurere QH soll in Bezug auf die Dosis bis zu 8 mal effektiver sein bzw. besser aufgenommen werden [9]. Ähnliches beschreibt Dr. Jürgen Vormann [11] in Bezug auf Serumswerte, Studien [22][23] und in Bezug auf verschiedene Krankheiten. So gibt es wohl auch Q10-Nonresponder, welche dann unbedingt QH nehmen sollten.

Deutlich höhere Blutserumswerte mit Ubiquinol (QH)

Wie in den beiden nebenstehenden Grafiken zu sehen ist sind bei Gabe von 150 mg/Tag QH deutlich höhere Serumswerte im Blut zu erreichen als selbst bei Gabe von 900 mg/Tag Q10. Bei 300 mg QH sind dann fast Werte um 7-8 µg/ml im Serum erreichbar, bei Q10 jedoch selbst mit 900 mg/Tag keine Werte über 3,5 µg/ml – was z.B. unter den Empfehlungen für neurodegenerativen Krankheiten vom Labor GanzImmun (mit 4,0 µg/ml) liegt. Vormann macht dann noch darauf aufmerksam, das die Werte nicht nur im Serum steigen, sondern auch in den Geweben – was durch Gewebeentnahme bei Herzoperationen im verifiziert wurde [11].

Q10 im Blutplasma nach 4 Wochen Supplementierung mit 300, 600 und 900 mg/Tag

Q10 im Blutplasma nach 4 Wochen Supplementierung mit 300, 600 und 900 mg/Tag

Nur Vorteile bei QH? Nicht unbedingt, denn das das teure QH ist anfälliger für eine Oxidation [1][9]. Ganz schlecht sind dabei höhere Temperaturen und (Blau-)licht – wie auch bei dem stark verwandten Vitamin K. Das Ubquinol wird dann jedoch nicht unwirksam, sondern oxidiert einfach nur zu dem deutlich günstigerem (gelblichen) Ubichinon.

Wichtig: Es gibt auch synthetisch hergestelltes Q10, was jedoch problematisch sein kann (enthält Cis-Isomere, welche in Ihrer Toxizität noch nicht vollständig geklärt sind). Es sollte so unbedingt darauf geachtet werden, dass das Q10 fermentativ (all-trans-Form) gewonnen wurde.  Weiterhin ist wohl das synthetische Q10 nicht 100% bio-identisch [11, min. 58:22].

Die Form (Pulver vs. Lipid) ist für die Aufnahme entscheidend

Dr. Enzmann [26] gibt für die verschiedenen Formen von QH/Q10 folgende Resportionsquoten an:

  • Q10 Pulver: <5%
  • Q10 Fluid (lipide Form wohl mit Fett): ca. 28%
  • QH Kapseln (wohl Pulver): ca. 30%
  • QH Fluid (lipide Form wohl mit Fett): ca. 55%

Gleiches schreibt auch Know [3] -> in Bezug auf Supplemente sollte darauf geachtet werden, das öl-basierende Formulierungen genutzt werden, da so Q10/QH besser absorbiert wird. Wasserlösliche liposomale bzw. vor-emulgierte Verbindungen mit Q10 sollen noch besser aufgenommen werden.

Tip: Woran erkennt man ‘oxidiertes’ Ubiquinol (QH)?

Daran, das es nicht mehr Milchig-weiß, sondern Gelb ist (-> einfach mal eine Kapsel aufmachen). Eine gelbe Farbe weißt darauf hin,  dass das teure QH bereits (zu teilen) in das günstige Q10 (Ubichinon) oxidiert ist. Das ist zwar nicht gefährlich – jedoch viel heraus geschmissenes Geld.

Problematisch bei der Lagerung von QH sind auf jeden Fall Sauerstoff (Luft), Wärme und Licht [16] – Feuchtigkeit wohl weniger [17]. Aus einer Studie:

“Large extent of degradation was observed at 45°C and 55°C. The effect of humidity conditions on degradation was insignificant.” [17]

Bei zwei Wochen >55 Grad gehen wohl 15% der Wirkung verloren, jedoch min. 5% wenn es mit Vitamin C (Ascorbinsäure) geschützt ist. Deswegen bietet sich für mich auch eine luftdichte Abfüllung in (dunkle) Gelantinekapseln an.

Welche Blutwerte, Dosierung & Einnahme sind sinnvoll?

Apotheker Kuhnert [1] gibt die nachfolgend kursiv geschriebenen Werte an, welche sich wohl auf das einfache Q10 beziehen:

  • Prävention: 5-30 mg/Tag vorbeugend o.k.
  • Therapeutische Dosis: 30-500 mg/Tag
  • Herzinsuffizienz: 500 mg/Tag

Dr. Jürgen Vormann [11] gibt Werte um 100-300 mg / Tag Ubiquinol (QH) als übliche therapeutische Dosis an. Zuguter letzt gibt Life Extension (LEF), ein Supplemente-Hersteller,  folgende Dosen (für QH) an [9]:

“People seeking to protect their whole-body health should consider supplementing with 100-150 mg of ubiquinol daily. Those seeking to capture the documented anti-aging benefits of ubiquinol should consider consuming 200-300 mg daily.”

Die Angaben von LEF gehen nach meinem Verständnis überein mit dem was Dr. Vormann in Bezug auf die Dosierung bzw. ‘Anti-Aging’ -Effekte in Bezug auf viele Studien berichtete [11].

Blutwerte (im Serum)

In Bezug auf die Blutwerte gibt Know [3] als anzustrebendes Minimum 2,5 µg/ml an, wobei ein Wert um 3,5 µg/ml anzustreben wäre. Das Labor GanzImmun gibt auf seinem Laborbericht folgende Werte an:

  • Therapeutisch effektive Konzentration > 2,5 mg/l
  • Für Leistungssportler > 3,0 mg/l
  • Bei neurologischen Erkrankungen > 4,0 mg/l

Dr. Vormann [11] berichtet hingegen, das der Wert bei den meisten Menschen wohl eher so um die 1 µg/ml liegt – also eher fern vom Optimal. Ein oberer Norm- und/oder Referenz‘grenzwert’ ist mir zudem nicht bekannt und wird auch im Laborbericht von GanzImmun nicht angegeben.

Tips zu Einnahme & Produkten von Q10

Q10 wird optimaler weise mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen. Zudem muss die Dosis wohl nicht unbedingt über den Tag verteilt werden, da sich Q10 aufgrund seiner Halbwertzeit (einige Tage) im Serum akkumuliert [11][22][23]

Bei Produkten sollte dann auch darauf hingewiesen werden das fermentiertes Q10 / QH bzw. Q10/H der Firma Kaneka (Weltmarktführer) verwendet wird [11]. Das Q10 sollte in Form von Luft- und Lichtdichten (Gelantine-) Kapseln verkapselt sein. Zusätzliches Fett in den Kapsel verbessert die Aufnahme, wobei ich auf Emulgatoren wie Polysorbat 80, etc. verzichten würde. In der Regel machen das eigentlich alle seriösen Anbietern (LEF, Now, ApOrtha, etc.) genau so.

Noch ein paar Gedanken zu (UV-)Licht, Q10, Vitamin K & Cholesterin

Der (durchaus kontroverse) Dr. Jack Kruse gibt an, das Q10, wie auch sein ‘zwilling’ K2, Lichtfrequenzen im UV-Spektrum absorbieren und faktisch eine chemische Batterie für UV-Licht sind [12]. Höhere Farbtemperaturen, insb. aus Kunstlichtquellen (Monitore, LED-Licht, etc.) reduzieren hingegen Q10 und K2 Spiegel, da insb. der spektrale Blauanteil einige Millimeter tief in die Haut (und Arterien) wirkt.

Kruse macht auch noch darauf aufmerksam, das mehr Q10 verbraucht wird, wenn wir weniger mit dem Erdmangetfeld & der Erde verbunden sind und desto mehr Mangel an Elektronen wird haben: ‘Flying increases serum ROS and CoEnq10 is used up to protect lipids from peroxidation.’ [13] – er gibt jedoch keine Quellen für diese These an. Interessant ist dann der Zusammenhang zwischen LDL und niedrigen Q10-Status den er dann beschreibt:

“This loss of Q10 causes our lipid membranes in the lipoproteins to become more “sticky” and cause disease in arteries. This increased viscosity causes slower LDL uptake at its receptor in the liver. This allows the LDL to stay in our serum longer and become exposed to a more oxidized serum that has been depleted in the isoprenoid side chain protections of Q10. CoEnzQ10 has 10 isoprenoid side chains that protect our serum from oxidation.”

Kruse führt dann noch weiter [15] aus das oxidierte Fettsäuren (oxLDL, etc.) sich dann an den Arterien ablagern. Er selber empfiehlt dann Ubiquinol (QH), weil diese Form besser im Magen absorbiert werden würde, was auch zu den Studien passt die Life Extension [9] und Dr. Vormann [11] anführt.

Cholesterinsenker ganz schlecht…

Denn diese senken nach Dr Vormann [11] auch die Eigensynthese des Körpers von Q10 – was durch zahlreiche Studien bestätigt ist. Weniger Q10 bedeutet dann auch mehr Oxidation von (LDL-) Cholesterin im Blut, womit sich dann meiner Ansicht nach der Hund in den Schwanz beißt.

Besser scheint es für mich das Cholesterin-Problem durch Ernährungsumstellung anzugehen. Auch wenn diese nur ein Teil der Gleichung (neben dem Hormonsystem) sein mag – ist der nachgewiesene Effekt (alleine dieser Intervention) dramatisch gut.

Mein Fazit

Ubiquinol (QH, Reduziert) – nicht jedoch so sehr das Q10 (Ubichinon, oxidiert) – ist für mich ein sehr interessantes Supplement, was faktisch keine Interaktionen mit anderen Stoffen haben soll und dem faktisch nur positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Das ganze auch ohne bekannte Kontraindikationen [11] bis ggf. in Verbindung mit der Einnahme von Blutverdünnern (welche auch Interaktionen mit dem verwandten Vitamin K haben [3]). Wichtig scheint dabei unbedingt auf Fermentativ gewonnenes Q10 bzw. QH zu achten (bzw. welches der Firma Kaneka).

Gerade das Verständnis in Bezug auf die Mitochondrien, die Atmungskette (bzw. Citrat-Zyklus & ETC) hat mir sehr geholfen die vielen positiven Auswirkungen von Q10 bei der ATP-Produktion zu verstehen [3]. Letztendlich hängt ja alles an der intrazellulären Energieproduktion (ATP) – wenn die nicht funktioniert, dann ‘geht nix’. Deswegen ist das Wirkungsspektrum von Q10/QH meines Erachtens auch so breit. So hilft das Q10 nicht direkt – beseitigt jedoch je nach individueller Versorgungslage Engpässe im Energiestoffwechsel.

Für Menschen, welche Probleme mit eingangs aufgeführten Krankheiten (bzw. Symptomen) haben, viel EMF- und Blaulicht-Exposition ausgesetzt sind (z.B. in Büros, durch LED-Licht – aber auch viel EMF-Exposition z.B. in Zügen, durch Mobilfunk, WLAN & Co.) – für die könnte Q10 bzw. QH auch ohne explizites Symptom- oder Krankheitsbild eine gute (präventive) Maßnahme sein. Wer (noch) mehr wissen möchte, sollte mal bei Examine.com [20] reinschauen – die haben über 200 Studien zu Q10 übersichtlich ausgewertet und geben einige weitere Tips. Nichts desto trotz sollte meiner Ansicht nach zuerst darauf geachtet werden exogene Stressoren (u.a. auch schlechte Ernährung) zu vermeiden um den ‘Karren nicht erst in den Dreck zu fahren’.

 


Quellen