Fette & Öle – Das wichtigste in kürze

Grobe Übersicht über die üblichen Nahrungsfette. Bild: H.C.

Zu Fetten & Ölen hatte ich hier im Blog schon einiges geschrieben – deswegen möchte ich in diesen Artikel primär als kurze Zusammenfassung aller meiner Artikel zu Fetten nutzen. Auf dedizierte Quellenangaben verzichte ich hier, weil diese in den verlinkten Büchern bzw. Beiträgen von mir zu finden sind. Auch geht dieser Artikel nicht auf alle möglichen Fette ein (u.a. Phospholipide), sondern konzentriert sich auf einfache, Glycerin basierte Fette.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren = Muss (Essentiell)

Wie in meinem Artikel zu Omega 3 & 6 Fettsäuren (u.a. ALA, EPA, DHA) erwähnt – brauchen wir als Menschen nur diese beiden Gruppen von Fettsäuren zwingend zu uns zu führen – alle anderen sind grundsätzlich optional. Das Verhältnis der Aufnahme von  Omega 3 & 6 sollte wohl möglichst 1:3 oder besser (in Richtung 1:1) sein. Dies deswegen, da die vielen Omega-6 Fettsäuren die körpereigene Synthese der Omega-3 Fettsäuren EPA und insb. DHA aus dem (pflanzlichem) ALA beeinträchtigen (welche sowieso recht limitiert ist).

Wie kommen wir nun zu genug Omega 3 Fettsäuren ALA, jedoch auch genug EPA und DHA – ohne jedoch zu viel Omega-6 zu uns zu nehmen? Am besten Leinsamen (frisch gemahlen) für ALA und (optional) fetter (sowie richtig zubereiteterFisch für mehr EPA und DHA. Weiterlesen

Buchkritik: Going Somewhere – Truth About a Life in Science – Andrew Marino, Ph.D., J.D.

Going Somewhere – von Andrew Marino, Ph.D., J.D.

Dieses Buch ist etwas spezieller – sicher nicht etwas was jeder lesen wird.

Warum?

Andrew Marino, Ph.D, J.D. ist ein Biophysiker und Jurist (letzteres ‘zwangsweise’), der sich sehr viel und intensiv mit jeder Art von elektromagnetischen Feldern (EMF, EMR, ELF, Mikrowellen & Co.) und den Auswirkungen auf lebende Organismen auseinandergesetzt hat. Marino hat zusammen mit seinem Doktorvater Dr. Robert O. Becker (u.a. ‘The Body Electric’) in vielen grundlegenden und wegweisenden Gerichts-Prozessen in den 70er und 80er Jahren als wissenschaftlicher Experte zu der Wirkung von EMF auf den Menschen ausgesagt – gegen den Druck und die bezahlten Experten & Forscher der Industrie sowie die oft wirtschaftlich und persönlich motivierten Karriere-Ambitionen von Richter, Komissionen, etc. pp.

Vor Gericht…

All dies kann Marino u.a. auch mit Akten belegen – welche er teils nur durch Umwege (und Blockaden) über den ‘Freedom of Information’ Act (Informationsfreiheitsgesetz) bekommen hat. Im Buch führt er dann zu einigen der Prozesse seine und die wissenschaftlichen Zeugenaussagen der Gegenseite im Wortlaut auf. Interessant auch die Befragungen der Anwälte und die Interpretationen von Marino dazu. Für den leiser wird hier das vorgehen der Strom- und Telekommunikationsfirmen transparent – und wie es real vor Gericht abläuft… Weiterlesen

Superfood-Bullshit-Parade Teil 1: Proteinpulver, Weizengras und Kleie (wie aus Abfall Superfood wird).

Hier stinkt etwas :-). Quelle: Pixabay

Heute mal ein neues Format: Die Superfood-Bullshit-Parade.

In den letzten 7 Jahren habe ich viel gelesen, ausprobiert, recherchiert und verworfen und einiges dazu gelernt. Im Ernährungs-Sektor ist es dann wie in allen Branchen: Letztendlich gehts ums Geld. Wenn es geschafft wird mit (tollen) Geschichten, Büchern und Multiplikatoren (Youtube-Kanälen, Blogs & Co.) einen Mythos um ein neues ‘Superfood’ aufzubauen, dann locken und winken große Margen. Ob es nun industrieller Müll ist – oder Bio-Organic-Handgeschöpft und von Jungfrauen liebgekost – es ist oft die gleiche Geschichte.

Ich sehe es inzwischen oft folgend: Es ist nicht unbedingt wichtig was bei der Ernährung hinzugenommen wird – sondern es ist meist wichtiger was weg gelassen wird. Den an dem Super der ‘Superfoods’ & Co. ist dann oft auch nicht viel dran – in Ihren Herkunftsländern sind es meist ganz normale ‘Foods’ und dazu auch noch günstig. In Deutschland werden Sie dann teuer verkauft und sich dann teils noch hoch belastet – mit Giften, Schimmelpilzen & Co. [1, 2, 3].

Richtig spannend wird es dann, wenn vormals ‘Abfälle’ dann auf einmal ein neues Superfood werden, welche dann teils teurer verkauft werden als das vollwertige Original. Also immer daran denken: Wenn etwas zu gut klingt um Wahr zu sein – dann ist es das meistens auch 🙂

Pflanzliche Protein-Pulver aus Presskuchen

Basis für pflanzliche Proteinpulver: Hanfsamen, Kürbiskerne, Soja, Reis und Erbsen. Foto: H.C.

Werden hergestellt aus Erbsen, Reis, Soja, Kürbis, Hanf, etc. pp. und sollen ein (meist gar nicht) existierendes Protein-Defizit ohne großes Nachdenken beheben. Dazu hatte ich schon einen längeren Artikel hier im Blog.

Das ganze hat seinen Ursprung wohl bei den Body-Buildern die schon vor einigen Jahrzehnten versucht haben das letzte aus Ihrem Körper rauszuholen. Wer dann bis zu 200g Protein pro Tag zu sich nehmen möchte – auf der Suche nach dem letzten Grämmchen Muskelzuwachs – der kann dies kaum noch über die normale Nahrung bzw. eine ausgewogene Ernährung schaffen. Ob das alles sinnvoll ist – ist eine andere Frage der ich hier im Blog schon mal nachgegangen bin. Weiterlesen

Buchkritik: Health and Light (‘Risikofaktor Kunstlicht’) – Dr. John N. Ott

Buch: Health and Light von Dr. John. N. Ott in der indischen Edition (Erstveröffentlichung in 1973). Foto: H.C.

Heute mal eine etwas andere Buchkritik – von einem Buch das ca. 45 Jahre alt ist und in dem sich um sichtbares und ‘unsichtbares’ Licht dreht: Tageslicht, UV-Licht, Blaulicht, grünes Licht, ‘pinkes’ Licht, Kunstlicht allgemein, Röntgenstrahlung, etc. pp. – sowie die (Aus-) Wirkung der verschiedenen Lichtverhältnisse und das Fehlen bzw. Hinzufügen verschiedener Bereiche bzw. Wellenlängen (u.a. UV-A, UV-B, etc,) auf Pflanzen, Tiere und den Menschen.

Eine ‘Buch-Kamelle’ aus 1973?

mögen jetzt einige Denken. Was soll schon groß in einem Buch stehen, das 45 Jahre alt ist!? Selbst die deutsche Ausgabe ‘Risikofaktor Kunstlicht’ ist von 1993 und schon lange außer Druck…

Weit gefehlt! ich habe ja in den letzten Monaten einiges über Licht hier im Blog geschrieben – inspiriert u.a. von Dr. Jack Kruse – welcher oft in seinen Interviews dieses Buch von Dr. Ott erwähnt. Nun habe ich es gekauft und gelesen – und muss sagen: Wow!

Wow! – weil ich viel gelernt habe, Wow! – weil ich beeindruckt war von dem was Ott schon vor über 50 Jahren herausgefunden hatte. Wow! – weil ich mal wieder lesen musste wie sich ein großer Teil der Wissenschaft und Institutionen vor neuen Ansätzen verschießen. Wow – weil sich das Buch gut und spannend lesen lässt.

Wer ist John N. Ott? Er war damals der Begründer der ‘Time Lapse’ Fotografie – also wo alle paar Sekunden, Minuten oder Stunden ein Bild gemacht wird um dann z.B. das Wachstum einer Pflanze im Zeitraffer auf Film wieder zu geben. Durch diese Arbeiten wurde Ott bekannt (u.a. für Disney und andere Arbeiten) und hatte sich ‘indirekt’ mit Licht beschäftigen müssen. Warum ‘beschäftigen’? Weil manche Pflanzen sich nicht im Gewächshaus und / oder unter verschiedenem Kunstlicht nicht natürlich entwickeln wollten. Ott musste so gezwungenermaßen mit verschiedenen Lichtverhältnissen, Lampen, Beleuchtungsformen und Arten von Scheiben Glas, Kunststoff) experimentieren. Das was er dabei heraus fand und anstieß ist dabei fundamental gewesen – für Tier- und Pflanzenzüchter, für Menschen in den Bereichen vieler Erkrankungen wie Krebs, Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität, Depressionen, Karies, Augenkrankheiten, etc. pp. Weiterlesen

Dr. Douglas Wallace – Von Mitochondrien, Haplotypen & maternal Heteroplasmy

Mitochondria. Quelle: Wikipedia. Lizenz: Gemeinfrei

Heute geht es mal um Mitochondrien – einen Begriff den ich schon häufig hier erwähnt habe – und den wohl weltbesten Mitochondrien-Forscher, Dr. Douglas Wallace, dem gerade erst der Franklin-Award verliehen wurde (meist gibt es danach den Nobel-Preis).

Was sind Mitochondrien? Es sind ‘vereinfacht geschrieben’ die Energiekraftwerke in unseren (eukaryontischen) Zellen, welche ATP (unseren universellen und unmittelbar verfügbare Energieträger) produzieren.

Spannend ist nun für mich gewesen zu verstehen, welche unterschiedliche Rolle die DNA der Mitochondrien (Mitochondrial DNA -> mtDNA) und die der Zellen (Nuclear DNA -> nDNA) spielen. So wird meist, wenn über DNA, Gentherapie und genetische Faktoren & Vererbung gesprochen und berichtet wird implizit immer die nDNA gemeint – also die DNA des Zellkerns. Die Auswirkungen der mtDNA treten bzw. traten dabei in den Hintergrund.

Dr. Douglas Wallace & die Wichtigkeit der mtDNA

Nach Dr. Douglas Wallace sind ca. 80% der genetisch bedingten Krankheiten mtDNA und nicht nDNA verursacht (-> ‘mitochondrial heteroplasmy‘ – in Deutsch Mitochondriopathie). Wichtig ist zu verstehen, das es tausende von Mitochondrien pro Zelle gibt, und das die Mutationsrate von Mitochondrien alleine dadurch schon höher ist. Dabei soll die Evolutionsrate ca. 10-20 mal höher und die Mutationsrate ca. 100-1000 mal höher sein als die der nDNA. In der Forschung wird auch immer klarer, das die Fehlfunktionen von Mitochondrien (und damit unserer Energieproduktion) weitreichende Auswirkungen auf viele Krankheitsbilder haben (u.a. degenerative Krankheiten, Alterung und Krebs) [1]. Weiterlesen

Firefox, Datenschutz & Sicherheit – welche Plugins & Add-Ons gegen Tracking & Co. helfen

Diese Tips waren mal Teil meines Artikels zu Windows 10 und Datenschutz. Nun habe ich einen eigenen Artikel daraus gemacht – weil diese Tips ja für Firefox generell gelten – und nicht nur für Windows 10. Zudem gab es mit Firefox 57 (‘Quantum’) auch einiges an Änderungen -> viele altbekannte Plugins laufen nicht mehr, so das ich hier einmal alles aktualisiert habe.

Datenschutz & Privacy-Plugins – uBlock Matrix, NoScript & Co.

Wer einen Web-Browser ohne irgendwelche Plugins betreibt, der bekommt heute nur noch ein buntes Webe-Internet zu sehen und wird ganz krass getrackt. Beim Tracking geht es darum einen Nutzer über eine einzelne Webseite hinaus zu verfolgen und zu schauen wo er überall hinsurft, was er anschaut, wie lange er wo verweilt, ob und wann er wieder kommt, etc. pp. Um sich gegen das ganz grob zu ‘schützen’ kommen folgende Plugins für mich in Frage:

  • uMatrix – Für alle die die Ausführung von Scripten, das Laden von CSS, Bildern, Fonts und das Speichern von Cookies im absoluten Detail kontrollieren möchten.
    • Eher etwas für Privacy-‘Freaks’.
  • uBlock Matrix – Eine Alternative zu ‘AdBlock Plus’, uMatrix & Co. die konfigurationslos funktioniert (vom Autor von uMatrix)
    • Etwas für ‘einfache’ Anwender bzw. zum Installieren und vergessen.
  • NoScript – Blockt erst einmal alle Scripts, die dann selektiv erlaubt werden können – und damit potentielle Virenfallen.
    • Einfacher zu bedienen als uMatrix, jedoch weniger Leistungsfähig. Weiter unten gibt es noch eine Alternative: ScriptSave.
  • Cookie-Autodelete – Cookies werden z.B. gelöscht wenn der letzte Tab einer Seite in Browser geschlossen wird.
    • Funktioniert perfekt.
  • HTTPS Everywhere – Versucht überall hin möglichst immer HTTPS Verbindungen aufzubauen, EFF.
    • Installieren und vergessen.
  • Optional: DecentralEyes – vermeidet das nachladen vieler externer ‘CDN’ Scripte durch lokales Hosting
    • Ebenfalls Installieren und vergessen.
  • Optional: PrivacyBadger – Verhindert Tracker, WebBugs & Co., EFF) und / oder
    • Effektiv und einfach zu bedienen. Überschneidet sich stark mit uMatrix, uBlock und Disconnect.
  • Optional: Disconnect – Verhindert Verbindung zu Werbung, Trackern, u.a. auch von Social-Media Seiten, OpenSource
    • Effektiv und einfach zu bedienen. Überschneidet sich stark mit uMatrix, uBlock und PrivacyBadger.
  • Optional: Smart Referer – Eliminiert den ‘Referer’ Header des Browsers.
    • … damit Webseiten nicht wissen auf welcher Webseite man vorher war bzw. von wo man ‘hersurft’.
  • Optional: CanvasBlocker um JavaScript Canvans- und WebGL Fingerprintingtechniken zu begegnen.
  • Ganz optional: User Agent Switcher – Ändert den User-Agent auf einen, der ggf. bekannter ist
    • Dieser ‘Schutz’ ist jedoch schon recht schwach und zweifelhaft, macht jedoch durchaus Sinn wenn man mit den ‘Nightly’-Versionen von Firefox surft oder mit seltenen Browsern wie Iron, Vivaldi, Opera & Co.

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Dopamin & Gehirn – und was DHA, Augen, Schlaf, das Mikrobiom sowie Blau- und UV-Licht damit zu tun haben

Gehirn – Dopamin. Quelle: Pixabay

Dunkel, Kalt, keine Lust und keinen Antrieb? Das ganze wird ja oft als Wintermüdigkeit, Winter- und Frühjahrsdepression beschrieben und dann dem fehlenden Sonnen- und UV-Licht zugeschrieben. Soweit so gut. Jetzt werden viele sicher Denken: Vitamin D3! – und werden damit nur halb richtig liegen. Vitamin D3 hin und her: Motivation & Antrieb kommt u.a. auch von Dopamin.

Womit hängt Dopamin zusammen? Ganz stark mit UV-Licht und noch einigen anderen Faktoren, wie z.B. zu viel:

  • Kunst- & LED-Licht mit hohem Blauanteil (stark Oxidativ, machen DHA im Auge kaputt),
  • Sonnenbrillen, Kontakt- und/oder Katarakt-Linse mit UV-Filter (UV auf der Retina macht Dopamin),
  • Stress, Überbeanspruchung des Belohnungssystems (z.B. zu viel Facebook, Whats-App & Co.),
  • Zucker, Alkohol, Kaffein, gesättigte Fette.

und zu wenig:

  • Sonnenlicht (UV-B) auf der Retina bzw. alternativ zu wenig Kälte (Thermogenese),
  • DHA (Omega-3 Fettsäure, Antioxidant & Elektronentransporter),
  • Schlaf (in der Nacht -> zirkadiane Rhythmen, Melatonin),
  • Tyrosin, Phenylalanin (Aminosäuren als Bausteine für Dopamin),
  • Vitamin B6, B12 und Folat,
  • Magnesium, Eisen oder Kupfer,
  • Bewegung, Sport, Meditation,
  • Ballaststoffe die das Mikrobiom füttern (Bakterien emittieren UV-Licht!).

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CoEnzym Q10 – Mitochondrien-Booster & ROS-Killer?

CoEnzym Q10 Pillen 50mg (Ubichinol). Foto: H.C.

Irgendwie bin ich so oft über Coenzym Q10 gestolpert – ich wollte wirklich mal genauer wissen was da dran ist, also was es grob macht, wie sicher es ist, welche Form die beste ist und ob, wann und für welche Menschen eine Supplementierung ggf. Vorteile bringen könnte.

Coenzym Q10 im Überblick

Ein für mich sehr interessantes Video eines Apothekers [1] (in Deutsch) hat mir die Basis für diesen Artikel geliefert. Die Informationen aus dem Video passen auch zu denen des NIH [2]. In Kürze: Grundsätzlich macht der Körper dieses Vitaminoid (-> eine Vitamin ähnliche Substanz) selber – jedoch mit abnehmenden Alter immer weniger davon. Die Studienlage zu Q10 ist wohl sehr gut und die Anwendung in Bezug auf die Toxizität (ADI) mit 12mg/Kg Körpergewicht & Tag sei sehr sicher.

Natürliches Vorkommen

Q10 findet sich nach Wikipedia [3] und nach [1] vor allem (grob absteigend mit der Liste):

wobei kochen (Hitze) das Coenzym jedoch zerstören kann. Da sich diese Liste fast wie meine tägliche Speisekarte ließt – finde ich das schon mal gut 🙂

Eigenschaften von Q10 Weiterlesen

(Edel-)Schokolade & (Bitter-)Kakao: Lecker Cadmium!

(Bitter-)Schokolade. Quelle: Pixabay

Als ich die Sache mit Radium in Paranüssen recherchierte, welche teils auch schön Cadmium (Cd) enthalten, bin ich durch Zufall auch über Kakao gestolpert, welcher – wenn er aus Südamerika kommt – oft richtig viel Cadmium enthält.

Zwar hat die EU Grenzwerte eingeführt (ab 2019 verbindlich) [1] – welche jedoch ‘relativ hoch ausgefallen’ sind (bis zu 0,8mg Cd/Kg) und wohl so bemessen wurden, das sie den Produzenten stark entgegen gekommen sind [7]. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hatte dann in Bezug auf Schokolade mit >= 50 % Kakao um Faktor 2,7 niedrigere Grenzwerte vorgeschlagen [2, 3], insb. nach dem die EFSA [9] den Grenzwert für Cadmiun in 2009 auf 2,5µg/Kg Körpergewicht und Woche angepasst hatte (entspricht ca. 1,2mg Cadmium bei einer 70Kg Person pro Woche).

Das war es erst mal in Kürze in Bezug auf die harten Fakten. Was all das bedeutet nun nachfolgend im Text.

Die Geschichte…

Aus den Jahren 2007-2011 findet sich einiges in der Presse, dann noch mal Ende 2016 – aber so richtig Abgehoben scheint die Geschichte nie zu haben. So lässt sich in einem aktuellen Bericht (2016) der ETH Zürich auch folgendes finden:

“Vor ein paar Jahren ging ein Aufschrei durch die Presse. Deutsche Wissenschaftler fanden heraus, dass Bitterschokolade bedeutende Mengen des giftigen Schwermetalls Cadmium enthalten kann. Besonders stark belastet sind Kakaobohnen aus Lateinamerika. Durch regelmässigen Konsum von Bitterschokolade (mit hohem Kakaoanteil) können Konsumenten über Jahre beachtliche Mengen Cadmium zu sich nehmen.” [4]

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