CDL/CDS: Chlordioxid Lösung bzw. Solution (ClO2) – Herstellung, Sicherheit, potentielle Wirkungsmechanismen & mehr

Von | 17. Januar 2021
CDS-3000-Selbstbau: Hauptzutaten: 4% HCl, 25% NaClO2, demineralisiertes Wasser

CDL-3000 ppm Lösung im Selbstbau: Hauptzutaten: 4% HCl, 25% NaClO2, demineralisiertes Wasser

6,5 Jahre. Vor 6,5 Jahren hatte ich das erste mal von MMS gehört. Ich hatte damals die vielen ‘halbgaren’ Laien-Erklärungen zur Wirkungsweise, also die, die ich finden konnte, nicht verstanden. Irgendwann kam dann CDS bzw. CDL auf (Chlor-Dioxid Solution bzw. Lösung) – auch hier schienen mir die Erklärungen, die ich fand, zu einseitig & zu einfach. Auch waren mir die Anleitungen zur Herstellung zu kompliziert.

Hätte mir damals jemand die CDS Studie aus PLoS ONE zugesendet, die ich nun gefunden habe [1] – ich hätte deren Dimension ebenfalls nicht verstanden und auch nicht, dass PLoS ONE eines der renommiertesten Medizin-Journale der Welt ist. Das, was da veröffentlicht wird, muss schon ein paar grundlegende Standards erfüllen. 6,5 Jahre sind vergangen, in denen ich viel über MMS/CDS/CDL gelesen habe – fast immer nur Positives, nie substantiell Negatives. Klar, es gibt Psiram, irgend welche ‘hippen’ ZDF-Wissenschafts-Influencerinnen mit ‘schnell-geschnittenem Schnell-Sprech’ – die schreiben und berichten viel über alles, jedoch mit ganz anderen Zielen.

Leider habe auch ich mich davon beeinflussen lassen – so ist das eben, wenn ‘man’ sich durch die ‘Feinheiten’ der suggestiv-manipulativen Argumentation einlullen lässt. Im englischen bezeichnet man solche Menschen dann auch als ‘Agents of doubt’ -> Agenten des Zweifels. Denn Zweifel und Angst ist eine starke Waffe: Die machen Schranken im Kopf. Und wenn der Kopf schon ‘verschrankt’ ist, dann braucht es keine Barrieren mehr in der Realität. So funktioniert das bei ganz vielen Dingen, u.a. auch Vitamin C, wo viele über 200 Milligramm sprechen und nicht über 20 bis 200 Gramm – ja, Gramm.

Worum geht es mir in diesem Beitrag? Ich möchte:

  • Die Grundlagen zu Chlordioxid-Lösung (CDL) & Co. aufzeigen,
  • beschreiben, wie man die Zutaten für die CDL-Eigenherstellung beschafft.
  • Etwas zur grundsätzlichen Anwendung & Sicherheit von CDL & ClO2,
  • zur Trinkwasser-Desinfektion und ClO2,
  • zum NOAEL, LOAEL, LD50 von ClO2,
  • zu weiteren Toxizitäts-Studien und einigen Unfällen mit Reinigern & Co. schreiben.
  • Wo geht das ClO2 ‘hin’ – eine Studie mit Ratten
  • zeigen, wie man CDL mit 3000 ppm Konzentration leicht selber herstellen kann,

Zudem möchte ich der Frage nachgehen, was die potentiellen Wirkmechanismen von Chlordioxid sind bzw. sein könnten:

  1. Redoxpotential
  2. Größenselektives Antiseptikum auf Basis der Reaktion mit Thiolen
  3. Die ‘in statu nascendi’ Freisetzung von Sauerstoff (Onasc)
  4. Nrf2-Induktion???
  5. Vitamin C – Oxidation & Reduktion, Leukozyten – und was daraus ggf. für CDL zu lernen ist

Gegen Ende des Artikels gebe ich noch einige weiterführende Anmerkungen im Kontext CDS / ClO2:

  • Orale Anwendung von CDL
  • Camping, Wasserdesinfektion & CDL
  • Grippale Infekte, Corona, Sars-CoV-2, Covid-19 und CDL
  • Krebs & CDL (Zellstudien)
  • Quecksilber-Belastung & CDL
  • Interaktionen, die bei einer hypothetischen oralen Zufuhr von CDL ggf. zu beachten wären
  • Nichts hält ewig… auch nicht CDL

Am Ende des Artikels folgt dann mein übliches Fazit und ein Hinweis auf den ganze neuen Film “The Universal Antidote” [54]. Ein Film, der erst am 1.2.2021 erschienen ist – also nach dieser Recherche. Der Film bestätigt mich bzw. meine Recherche bestätigt den Film – sehenswert! Inzwischen gibt es auch eine deutsche Webseite der COMUSAV mit einer interessanten Übersicht zu CDS/CDL [62] und einem Interview mit Dr. Manuel Aparicio Alonso [63] – wobei mir das Betreiberkonstrukt dieser Webseite noch unklar ist, also ob das wirklich ein legitimer Ableger der Südamerikanischen COMUSAV ist.

Die Grundlagen zu Chlordioxid-Lösung (CDL), CDS & Co.

Chlordioxid ist eine chemische Verbindung aus Chlor und Sauerstoff mit der Summenformel ClO2. Es ist ein Gas, was in Wasser gelöst werden kann – es wird dann als Chlordioxid-Lösung (CDL), im englischem CDS (Chlor Dioxide Solution), bezeichnet. Weil es immer wieder Verwirrung stiftet noch einmal:

  • ClO2 (Chlordioxid) das Gas, was in Wasser gelöst sein kann.
  • CDL (bzw. CDS) ist das in Wasser gelöste ClO2 Gas – also die ‘Lösung’.

Merksatz:

Wenn ich also nachfolgend von CDL bzw. CDS schreibe, dann meine ich immer die gelbe Flüssigkeit – das Wasser in dem ClO2 gelöst ist. Schreibe ich oder irgendwelche Studien über ClO2 dann meine ich oder die Studien das Gas bzw. den chemischen Stoff Chlordioxid.

Die CDL-Lösung kann sehr leicht, auch zu Hause, z.B. mittels einer Mischung aus Natriumchlorit-Lösung (NaClO2, 25%) (-> nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid -> Kochsalz, NaCl) und Salzsäure (HCl, 4%) hergestellt werden, wobei das Gas in Wasser gebunden wird. Diese Lösung, die u.a. auch zur Desinfektion von Trinkwasser und Schwimmbädern benutzt wird (-> Viren, Bakterien) [23][29].

Einige mögen auch noch “MMS” kennen. MMS ist die Bezeichnung einer 1:1 Mischung, welche in der Regel aus NaClO2 (25%) und HCl (4%) hergestellt wird. Meint: Dort werden die Komponenten tröpfchenweise direkt zusammengemischt, also z.B. 10 Tropfen NaClO2 und 10 Tropfen HCl. Beide werden nacheinander in ein Glasbecher gegeben und das Glas etwas geschwenkt, so das die beiden Flüssigkeiten miteinander reagieren können. 60-120 Sekunden später wird das Glas mit Wasser aufgefüllt. Es ist etwas in der Art von “CDL-Light”: Es setzt CDL frei – es ist jedoch kein reines (und in Wasser gelöstes) ClO2 und es hat einige weitere Nachteile, u.a.:

  • Die unverdünnte Mischung ist sehr sauer.
  • Es ist zudem sehr unwahrscheinlich, dass beide Komponenten exakt so abgemessen sind, dass die Reaktion vollständig abläuft.

Es kann bei der Herstellung von MMS also zu Resten von Salzsäure oder Natriumchlorit kommen – was ungünstig sein mag. Bei CDL wird jedoch das aus der “MMS”-Lösung entstehende ‘saubere’ ClO2-Gas, in (demineralisiertes) Wasser gelöst – so dass Rückstände vermieden werden. Allerdings ist die Eigenherstellung hier einen ‘Tick’ aufwändiger. So würde ich selber das sogenannte MMS heutzutage nicht mehr nutzen wollen, wobei negative Reports wohl eher anekdotisch sind [67].

Zur grundsätzlichen Anwendung & Sicherheit von CDL & ClO2

Tagesdosen Clo2 bei 70 Kg Körpergewicht. Übersetzung: Freizahn.de basierend auf [2].

Dies ist für einige sicherlich eine kontroverse Thematik, weil hier aus meiner Sicht viel Desinformation im Internet und den Medien verbreitet wird. So gibt es so-genannte ‘Wissenschafts-Influencer(innen)’, welche professionell in Szene gesetzt in ‘hipper’ Weise mit ‘Schnell-Sprech’ bei schnellen Schnitten viel erzählen. Dabei passiert es denn auch mal, das an pikanter Stelle ‘hier und da’ eine Ungenauigkeiten über die Lippen rutscht – sicher nur rein aus versehen. Wäre man um wirkliche Aufklärung und an den Fakten orientiert – würde man (oder Frau) dieses ‘so’ nicht machen. Was verbleibt? Angst & Zweifel! Genau das ist aus meiner Sicht gewollt. Wer zweifelt und Angst hat, bleibt in seiner Höhle und bleibt beim ‘altbekannten’.

Zur Anwendung, Sicherheit und den Limitationen von ClO2 finden sich viele Fachartikel bei Pubmed & Co. [1][2][8][9][10][11][12][13][14][15][16][21][25], um nur eine Auswahl zu präsentieren. Inzwischen gibt es auch eine deutsche Webseite der COMUSAV mit einer interessanten Übersicht zu CDS/CDL [62]. Dort werden Anwendungen in verschiedensten Bereichen aufgezeigt – speziell der Desinfektion von Trinkwasser, Oberflächen, Geräten und Lebensmitteln in Bezug auf Keime und Bakterien. Auch Studien zur (oralen) Sicherheit bei Mensch und Tier sind enthalten und lassen sich finden. Dies alles umfasst dabei noch nicht einmal viele andere Nachrichten von Ärzten & Co, die CDS/CDL verwenden. Zwar scheint die Studie zur oralen Verwendung von ClO2 bei Covid-19 nicht voranzugehen [7], ggf. hat die südamerikanische und spanische Praxis diese Studie überholt – die Berichte lassen sich finden [36][34][35][45]. Andere (wissenschaftliche) Publikation versuchen, der potentiellen Wirkungsweise von ClO2 im Kontext Covid-19 nachzugehen & erklären die Biochemie dabei ‘nebenbei’ [21].

Ach ja: Chlordioxid (ClO2) ist keine ‘altbekannte’ Chlor-Bleiche (Cl), wobei es natürlich auch zum Bleichen von Zellstoff eingesetzt wird. So hat ClO2 viele Anwendungsgebiete, u.a. nach Wikipedia auch die Trinkwasseraufbereitung:

“wird Chlor für die Desinfektion von Trinkwasser zunehmend durch Chlordioxid oder Ozon ersetzt.”

Ebenfalls in der Wikipedia steht:

“Die Anwendungen von Chlordioxid beruhen auf seiner oxidativen Wirkung. Es wird oft anstelle von Chlor verwendet, da es weniger giftige oder gesundheitsschädliche chlorierte organische Verbindungen bei der Reaktion mit organischen Substanzen bildet.”

Wichtig: Die Einstufung „Sehr Giftig“ (T+) der Substanz (ClO2) ist auf ihre Giftigkeit beim Einatmen zurückzuführen – hier geht es jedoch um das in Wasser gelöste ClO2 wie auch in der Trinkwasserverordnung (gleich mehr dazu). Klar, das ClO2 gast auch aus – langsam. So sollte mit ClO2 sicher kein Inhalationsbad gemacht werden und die Flasche mit dem in Wasser gelösten ClO2 dicht verschlossen im Kühlschrank gelagert werden.

Zur Trinkwasser-Desinfektion und ClO2

ClO2 ist nach § 11 der Trinkwasserverordnung [23] in Deutschland zur Aufbereitung des Trinkwassers zugelassen, wobei der Grenzwert für ClO2 nach der Behandlung auf 0,2 mg/kg festgelegt ist (-> Entspricht 0,2 ppm) [22 -> Lesenswert]. In den USA gelten nach Environmental Protection Agency (EPA) jedoch 1 mg/Kg (-> 1 ppm) als Grenzwert [22].

Allerdings reichen die gebräuchlichen Konzentrationen von 0,3-0,6 ppm nach Wallhäußer nicht zur Abtötung von Mycobacterien, einigen Pseudomonaden, Bacillus-Sporen und Schimmelpilzen aus. So werden den bei Eis 2 ppm und bei der Inprozesschlorung in der Geflügel- und Fischverarbeitung 4-5 ppm (Arbeitsverfahren) bis 10-25 ppm zur Reinigung verwendet, in Molkereien sogar Wasser mit 50-100 ppm frei verfügbarem Chlor-Anteil. [44]

Gemäß DVGW-Empfehlung [27] sind bei Stoßdesinfektion von Wasserleitungen wohl 6 ppm und bei Leitungssanierungen bis 20 ppm Chlordioxid-Gehalt im Trinkwasser möglich. Leider konnte ich die Empfehlungen nicht im Original einsehen – weil diese Broschüre nur gegen Zahlung von ca. 50€ erhältlich ist – weswegen ich diese Zahlen mit Vorbehalt nenne. 20 ppm wären dann, wenn dem so ist, schon 2/3 (zwei-drittel) der ‘wirksamen’ Dosen von 30 ppm bei vielen oralen CDS/CDL-Protokollen. Bei einer Chemiefirma die ClO2-Produkte für die Trinkwasserdesinfektion herstellt, bin ich aber fündig geworden. Dort steht [5]:

“Das genutzte Verfahren ist gemäß TrinkwV (§11, Teil 1c) und DIN EN12671 „Produkte zur Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch – Chlordioxidzulässig. Es wird u.a. im DVGW-Arbeitsblatt W291 „Trinkwasserrohr- und Behälterdesinfektion“ als bewährtes Desinfektionsmittel genannt. Erfüllt die Anforderungen der TRSK 501.

Dort werden auch noch mal die Mengen von ClO2 angegeben die ich recherchiert hatte:

EinsatzDosiermenge je m3ClO2-Konzentration im Wasser / L
Dauerdesinfektion70 g0,2 mg
Stoßdesinfektion (gemäß DVGW)2,1 kg6 mg
Leitungssanierung7 kg20 mg

Wie schon weiter oben geschrieben: 20 mg pro Liter Wasser entsprechen 20 ppm ClO2 und das entspricht fast (-> 2/3) den 30 ppm ClO2-Konzentration vieler CDS/CDL-Protokolle.

Zum NOAEL, LOAEL, LD50 von ClO2

Abbildung (adaptiert aus dem US Department of Health and Human Services, Agency for Toxic Substances Report (US-ASTDR, 2004)) wurden die NOAEL- und LOAEL-Grenzwerte in die Darstellung der Toxizitätsstudien eingeblendet in dem Bericht überprüft. Oberhalb eines LOAEL von 5,7 mg/kg/Tag sind unerwünschte Wirkungen zu erwarten, und andererseits ist das Auftreten von Nebenwirkungen unterhalb des NOAEL von 3 mg/kg/Tag sehr unwahrscheinlich. Die untere blaue Linie steht für die maximalen Rückstandswerte des Desinfektionsmittels (MRDL) von der EPA für Trinkwasser festgelegt, 0,08 mg/l.

Der orale LD50-Wert von Chlordioxid (also die Dosis an der 50% der Versuchstiere sterben) bei Sprague‐Dawley‐Ratten wurde in einer neuen Studie mit 93,86 mg/Kg (Körpergewicht) angegeben [32], was mehr als 6 g bei einem 70 Kg schweren Menschen entsprechen würde (-> ca. 2 Liter CDS 3000 ppm). So scheinen höhere Organismen wohl auch relativ unempfindlich gegen die versehentliche (orale) Aufnahme von Chlordioxid durch Verschlucken [14][25].

Sehr interessant fand ich auch eine Veröffentlichung von Prof. Dr. D. Pablo Campra, Universität Almeria, Diplom-Biologie und Dr. in der Fachrichtung Chemie [2]. In seiner Veröffentlichung ging der Frage nach unbedenklichen Wertegrenzen für die orale Zufuhr von ClO2 nach. In der Zusammenfassung steht (übersetzt mit deepl.com):

“Die Werte und Bedingungen der Toxizität von Chlordioxid und Chlorit wurden anhand zahlreicher Studien und Berichte ermittelt, die von offiziellen Stellen, insbesondere der US-Regierung (Anm.: EPA) stammen. Diesen Berichten zufolge gibt es keine experimentelle Grundlage für die Behauptung, dass  bei der möglichen therapeutischen Dosierung unter 3 mg/kg/Tag ein Risiko von Nebenwirkungen für den menschlichen Organismus besteht.

Aus der Veröffentlichung von Campra [2] ergibt sich somit folgendes zu ClO2:

  • LOAEL (Lowest Observed Adverse Effect Level): 5,7 mg / Kg Körpergewicht & Tag
  • NOAEL (No Observed Adverse Effect Level): 2,9 mg / Kg Körpergewicht & Tag

Werden die von Campra angegebenen NOAEL-Werte auf eine 30 ppm ClO2 Lösung, wie Sie derzeit in Südamerika verwendet wird, umgerechnet, dann ergeben sich folgende, natürlich nur theoretische, Höchstmengen bis zu denen nach den Werten von Campra im allgemeinen keine unerwünschte Wirkungen (Adverse Effects) zu erwarten sein sollten:

Körpergewicht (kg)NOAEL nach Campra (mg)Menge einer 30 ppm/l ClO2 Lösung
1029ca 1. Liter
50145ca. 5 Liter
60174ca. 6 Liter
70203ca. 7 Liter
80232ca. 8 Liter
100290ca. 10 Liter

Wichtig: Bei dieser Betrachtung geht es nicht darum, eine maximal mögliche Menge an ClO2 Lösung zu betrachten, sondern darum, einen potentiellen Sicherheitsspielraum zu evaluieren bzw. transparent zu machen.

Zu weiteren Toxizitäts-Studien und einigen Unfällen mit Reinigern & Co.

Bewertung von Tagesdosen ClO2 bei 70 Kg Körpergewicht. Übersetzung: Freizahn.de basierend auf [2].

Ein sehr lesenswerter Aufsatz zum Wirkungsspekrum von Chlordioxid (u.a. Bakterien, Viren, Pilze, Candida, etc.) schreibt [33] (übersetzt mit deepl.com):

“In Toxizitätsstudien am Menschen wurde gezeigt, dass die tägliche Einnahme von 500 ml ClO2 mit einer Konzentration von 5 ppm sicher toleriert wird.” und “In Studien, in denen ClO2; NaClO2 oder CIO3 (Anm.: Chlorat) bis zu mehreren Monaten im Trinkwasser enthalten war, ergaben sich bei Dosen bis zu 1000 mg/Liter (1000 ppm) bei der Ratte; Maus oder Huhn keine signifikanten Erhöhungen der Methämoglobinkonzentration.”

Natürlich kann man es auch mit Chlordioxid übertreiben. So gab es einen Mann, der 250 ml Chlordioxidreiniger getrunken hat – also eine ganze Flasche – aus versehen. Der hat zwar Probleme mit seiner Niere bekommen – aber überlebt [17]. Genau wie ein Kind (1 Jährig), das Methämoglobinämie mit Sauerstoffmangel nach ClO2-Vergiftung bekommen hatte, weil es von einem gelartigem Produkt, das zur Luftdesinfektion aufgestellt war, aß [18]. Die Hämolyse in Erwachsenen nach sehr hoher Dosis MMS (100 Tropfen an einem Tag, absichtlich, um Prostatakrebs zu behandeln) ist sicher auch unschön – er hat es aber auch überlebt [19]. Und: Wer nimmt bitte eben mal 100 Tropfen MMS ein? Zudem ist MMS noch eine ‘unsaubere’ Variante von CDL, in der auch noch ungelöste Reaktionsrückstände aus Natriumchlorit bzw. Salzsäure verbleiben können und die ganze Suppe ist sauer (-> pH-Wert).

Wer noch weitere Fragen hat lese die verlinkten Studien oder schaue hier: Eine Studie zu Sicherheit von Chlorverbindungen an Meerkatzen mittels orale Aufnahme durch Trinkwasser. Aus dem Abstract (Deepl.com) [14]:

“Subchronische Toxizitäten von ClO2, NaClO2, NaClO3 und NH2Cl wurden an den afrikanischen Grünen Meerkatzen (Cercopithecus aethiops) untersucht. Die einzige unerwartete und signifikante toxische Wirkung wurde durch ClO2 hervorgerufen; diese Chemikalie hemmte den Schilddrüsenstoffwechsel bei den Tieren in einer Dosis von ca. 9,0 mg/kg/Tag.

Wenn ich mich nicht ganz grob vertue sind 9 mg/kg/Tag bei einem 70 Kg schweren Menschen 630 mg ClO2. Das sollte einem (1) Liter einer 630 ppm ClO2 Lösung entsprechen – oder anders gesagt: 2 Liter einer 1:10 verdünnten CDL/CDS 3000 ppm-Lösung. Ich habe ja schon einiges gelesen – aber das ist im Vergleich ‘zu dem was so im Internet kursiert’ eine irre hohe Menge. Auch liegt es klar über dem NOAEL und LOAEL von Campra [2] und überrascht mich nicht – die Dosis macht das Gift – auch bei Salz, Zucker, Pommes & Co.

Da die orale ClO2 Einnahme (-> Dosis-abhängig) auch mit einer Gluthation-Erschöpfung in den Erythrozyten, sowie der intravaskulären Hämolyse (bei Ratten und Hühnern) assoziiert ist bzw. so etwas beobachtet wurde [14], würde ich den Menschen, die eine orale Zufuhr in extremen Dosen beabsichtigen, empfehlen, sich vorab zu informieren. Allerdings geht es da um mehr als 9mg/Kg/Tag. Die ClO2 Mengen in der Meerkatzen-Studie hatten, den Forschern nach, keine statistisch signifikanten Auswirkungen auf die Blutwerte, wobei GSH nicht gemessen wurde. In jedem Fall könnte Vitamin C ein potentielles Gegenmittel bei (extremen) Überdosierungen von ClO2 sein – nur für den Fall, dass irgend wer mal eine Flasche Pool-Reiniger anstatt einer hoch verdünnten CDL/CDS-Lösung trinkt. Rein hypothetisch natürlich.

Wo geht das ClO2 ‘hin’ – eine Studie mit Ratten

Zeitlicher Verlauf der 36ClO2-Elimination aus dem Rattenplasma bei Gabe von 3 ml von 36ClO2 mit 10 mg/L Konzentration (10 ppm). Basierend auf [16]

Interessant ist aus meiner Sicht noch eine Studie mit Ratten zu ClO2 und ClO3 [16], wobei ich mich nachfolgend nur auf den Teil mit ClO2 beziehe. Anmerken möchte ich noch, das die Versuche mit dem radioaktiven Isotop K36ClO2 durchgeführt um die entsprechenden Nachweise zu führen. Im Abstract (-> der Zusammenfassung) der Studie steht (verkürzt auf den K36ClO2 Teil, übersetzt mit deepl.com):

“Die Kinetik von ClO2 wurde an Ratten untersucht. Die Radioaktivität wurde nach der Verabreichung von ClO2 im Plasma schnell aus dem Magen-Darm-Trakt absorbiert und erreichte nach 2 Stunden einen Spitzenwert. Nach 72 Stunden war die Radioaktivität im Vollblut am höchsten, gefolgt von gepackten Zellen, Plasma, Magen, Hoden, Haut, Lunge, Niere, Zwölffingerdarm, Karkasse, Milz, Ileum, Gehirn, Knochenmark und Leber bei ClO2-Behandlung. Bei der ClO2-Behandlung stellte die Ausscheidung höchstwahrscheinlich eine Sättigung der Biotransformations- und Ausscheidungspfade dar. Etwa 40 % der gesamten Anfangsdosis wurden nach 72 Stunden im Urin und in den Fäzes ausgeschieden. In der Ausatemluft wurde während der gesamten untersuchten 72 Stunden kein ClO2 nachgewiesen.”

Den Ratten tranken bei Messung des nebenstehend abgebildeten Verlaufs dann 3 ml einer 10 ppm K36ClO2 Lösung. Dabei ist zu bedenken, was eine Ratte nur ein Bruchteil eines Menschen wiegt und Mengen bei Betrachtung eines Menschen justiert werden müss(t)en. In der Studie sind dann noch die Verteilungen des ClO2 in Bezug auf Plasma, Vollblut und Organe angegeben. In jedem Fall zeigen mir diese Daten, das ClO2 wohl längerfristig im Organismus verleibt – was immer das auch für folgende Betrachtungen bedeuten mag.

Was ist der potentielle Wirkungsmechanismus von CDL? 1. Redoxpotential

Ich kenne zwei verschiedene Ansätze, die Wirkung von CDL im oder am Körper zu erklären:

  1. Mittels des Redox-Potentials 
  2. Als chemische Substanz, die schnell und gerne mit schwefelhaltigem (-> Thiole, SH-Gruppen) reagiert.

Viele Beschreibungen zur Wirkungsweise stellen primär auf das Redox-Potential von CDS mit +0,96V ab. Dies soll nicht genug für die Oxidation von Körperzellen und gesunden Körperbakterien (mit ca. +1 bis +2 Volt) sein, reicht der Theorie nach jedoch für viele Pathogene. So soll CDS, der Theorie nach, ja gerade die verschiedensten Pathogene, Bakterien und andere ‘schädliche’ (Bio-)moleküle (Viren?) ‘oxidieren’ – aber sonst eher wenig [A]. Allerdings müsste CDS, damit es optimal wirkt, rein theoretisch, schon auf nüchternen Magen eingenommen werden – optimal ggf. mit dem Halten im Mund für 30-60 Sekunden um dort schon die Diffusion über die Mundschleimhaut in die Blutgefäße zu verbessern.

Zum Vergleich: Ozon hat +2,07V, Wasserstoff-Peroxid (H2O2) hat +1,8V Redox-Potential – weswegen ich mit diesen beiden etwas vorsichtiger hantieren und umgehen würde.

Zudem soll CDS im Körper, nach Abgabe seines O2 u.a. zu NaCl reagieren – also Kochsalz [33] – wobei das nicht der einzige Metabolit ist und auch Disulfide, Thiosulfonat, Sulfonylchloride, Sulfonsäure, sowie seltener, auch Trisulfide, Sulfinylchloride, Ketone & Ester aus der Reaktion mit schwefelhaltigen Bio-Molekülen & Aminosäuren entstehen können [4].

Ggf. wird das ganze transparenter, wenn man in die Empfehlungen für öffentliche Schwimmbäder schaut: Dort ist ein mindest-Redoxpotential von +750 mV vorgegeben (bei pH>6,3 und <7,3, sowie 770 mV bei pH>7,3 und <7,5) [29]. Je höher das Redox-Potential, desto schneller ‘zerlegt’ es die Keime. Im relevanten Bundesgesundheitsblatt steht denn auch [29]:

“Die Redoxspannung im Schwimm- und Badebeckenwasser ist abhängig von der Konzentration des freien Chlors, dem pH-Wert sowie von den Belastungsstoffen im Beckenwasser. Sie dient als Indikator fürdie Desinfektionskapazität des gechlorten Beckenwassers und ermöglicht indirekt einen Rückschluss auf die kontinuierliche Einhaltung der mikrobiologischen Anforderungen.”

So soll bei einem Redoxpotential-Wert von ca. 700 mV z.B. die Abtötung von E-Coli Bakterien über achthundertmal effizienter (schneller) geschehen als bei einem Redoxpotential von ca. 500 mV [30]. Das Redox-Potential von Chlor hingegen liegt bei +1,36V – also schon im kritischen Bereich, wo es, in der falschen Verdünnung, direkt unsere Körperzellen schädigt. Ein weiterer Unterschied zwischen Chlor– und Chlordioxid-Oxidation ist, dass das Chlor eine Verbindung mit anderen Substanzen eingehen kann, wodurch ein neuer Stoff entsteht, der in den meisten Fällen wohl giftig ist. Bei Chlordioxid, ist die Sache in der Regel ungiftiger [1][4].

Wie kommt das CDL zum Ziel und wirkt im ‘ganzen’ Körper? Das Chlordioxid könnte ggf. leicht durch die Darmwand oder Mundschleimhaut diffundieren und dann mittels der roten Blutkörperchen (überall hin) transportiert werden, wo es sich anstatt des Sauerstoffs an das Hämoglobin bindet. Dr. Douwes [31] schrieb hier:

“Die roten Blutkörperchen sind normalerweise nicht in der Lage, Sauerstoff (O2) und Chlordioxid (ClO2) voneinander zu unterscheiden.”

Ob dem nun wirklich so ist, habe ich nicht recherchiert.

Was ist der potentielle Wirkungsmechanismus von CDL? 2. Die ‘in statu nascendi’ Freisetzung von Sauerstoff (Onasc)

ClO2 und die kovalente Bindung erklärt. Quelle: Wayne Breslyn auf YouTube

Ein sehr interessanter Aufsatz über den Wirkmechanismus von ClO2 in Bezug auf seine antibakterielle, antivirale und antimykotische Eigenschaften [33]. Dort steht:

ClO2 ist ein anorganisches (keinen Kohlenstoff enthaltendes) Natriumsalz aus ausschließlich elektronegativen Elementen, die durch elektrostatische; kovalente und koordinativ kovalente Bindungen miteinander verbunden sind. Die chemische Struktur von ClO2 ist pH-abhängig, d. h. die Stabilität oder Instabilität dieser Substanz wird in hohem Maße von der Konzentration der Wasserstoffionen (H+ oder Protonen) im umgebenden Medium bestimmt.”

Aus diesem Cluster (-> dem ClO2) wird, abhängig von der Umgebung, u.a. dem pH-Wert, dem Autor nach ein einzelnes Atom des hochreaktiven naszierenden Sauerstoffs auf die Zielmikroorganismen freigesetzt, was Onasc zum aktiven Wirkstoff von ClO2 macht. Der Autor beschreibt im Detail, wie das saure Medium, welches viele Bakterien umgibt, aber auch die sauren Nukleinsäuren um potentielle Viren, die Zersetzung von CLO2 und die anschließende Freisetzung von naszierendem Sauerstoff (Onasc) auslösen können. Dieser ist nach dem Autor ein besonders starkes Oxidationsmittel für u.a. anaerobe Organismen, da er im Wesentlichen ein freies Radikal ist, das nicht nur ein, sondern zwei Elektronen sucht. Da anaerobe Organismen keine adäquaten Abwehrmechanismen gegen den Ansturm von Sauerstoff, insbesondere naszierendem Sauerstoff, entwickelt haben, erliegen diese dann seiner (oxidierenden) Wirkung. [33]

Der Autor geht auch auf die Rolle von ClO2 als Mittel zur Verhinderung der Bildung, der für die Zellteilung kritischen Sulfhydrylgruppen (SH-Gruppen, Thiole) ein, was ein Thema des nächsten Abschnitts ist. Für viele mag auch der Teil bezüglich Candida (Albicans) und der über den hypothetischen antiviralen Mechanismus im Aufsatz [33] interessant sein.

Was ist der potentielle Wirkungsmechanismus von CDL? 3. Größenselektives Antiseptikum auf Basis der Reaktion mit Thiolen

Zu beginn hatte ich die Studie aus PlosOne schon angeführt [1] welche ClO2 zur Nutzung als äußerlich angewendetes Antiseptikum untersuchte. Die Studie folgerte, dass Chlordioxid ein größenselektives antimikrobielles Mittel ist, dessen Verwendung im humanen Bereich weiter untersucht werden sollte. Schon der Beginn der Studie liest sich deutlichst anders als das, was uns Kritiker der angeblichen ‘Chlorbleiche’ suggestiv klar machen wollen (übersetzt mit deepl.com):

ClO2, das sogenannte “ideale Biozid”, könnte auch als Antiseptikum eingesetzt werden, wenn man verstehen würde, warum die Lösung, die Mikroben schnell abtötet, weder Mensch noch Tier schadet. Unser Ziel war es, die Quelle dieser Selektivität zu finden, indem wir den Reaktions-Diffusions-Mechanismus sowohl theoretisch als auch experimentell untersucht haben.”

Noch spannender war dann das Resultat der Studie, welches ich hier voranstelle – bevor ich in die Details einsteige:

  • Das Geschwindigkeitsgesetz des Reaktions-Diffusions-Modells sagt voraus, dass die Abtötungszeit proportional zum Quadrat der charakteristischen Größe (z. B. Durchmesser) eines Körpers ist, daher werden kleine Körper extrem schnell abgetötet.
  • Zum Beispiel liegt die Abtötungszeit für ein Bakterium in einer 300 ppm ClO2-Lösung in der Größenordnung von Millisekunden, wobei es effektiver als Chlor ist [3].
  • Somit sind einige Minuten Kontaktzeit (begrenzt durch die Flüchtigkeit von ClO2) völlig ausreichend, um alle Bakterien abzutöten, aber kurz genug, um das Eindringen von ClO2 in das lebende Gewebe eines größeren Organismus sicher unter 0,1 mm zu halten, was die zytotoxischen Effekte bei der Anwendung als Antiseptikum minimiert.
  • Am wichtigsten ist, dass Bakterien keine Resistenz gegen ClO2 entwickeln können, da es mit biologischen Thiolen reagiert, die in allen lebenden Organismen eine wichtige Rolle spielen.

Das liest sich aus meiner Sicht schon mal sehr gut, denn eines sollte klar sein: Alles, was etwas ‘böses’ abtötet, z.B. Alkohol, Ethanol, Wasserstoff-Peroxid, Jod-Lösung (Braunol & Co.), hat auch Auswirkungen auf ‘gutes’. Deswegen weiter zur Sicherheit: Ein Lokalantiseptikum sollte die folgenden Anforderungen erfüllen, um als sicher zu gelten:

  • A1) Es sollte nur lokal wirken, um systemische Vergiftungen zu vermeiden,
  • A2) es sollte den Heilungsprozess nicht behindern oder verzögern, d. h. es sollte nicht zytotoxisch sein und als wirksam gelten
  • A3) es sollte in relativ niedrigen Konzentrationen wirksam sein, und zwar auch in Biofilmen und
  • A4) Mikroben sollten nicht in der Lage sein, eine Resistenz dagegen zu entwickeln.

Kriterium A1 & A2 wurden den Forschern nach erfüllt, wie es sicher auch aus dem bisher hier im Artikel geschriebenen abzuleiten ist. So wenden wir uns dem Kriterium A3 zu. Aus der Studie [1]:

  • ClO2 ist das zweitstärkste Desinfektionsmittel (nach Ozon)
  • ClO2 hat antibakterielle und antimykotischen Eigenschaften sowie eine starke antivirale Aktivität.
  • ClO2 inaktiviert praktisch alle Mikroben, einschließlich Algen, tierisches Plankton und Protozoen.
  • ClO2 kann Biofilme schnell entfernen, da es in Wasser gut löslich ist und mit den extrazellulären Polysacchariden des Biofilms reagiert.
Schwefel bzw. Tiol- (SH-) Gruppenhaltige Aminosäuren bzw. Peptide: Cystein, Methionin & Glutathion (GSH)

Schwefel bzw. Tiol- (SH-) Gruppenhaltige Aminosäuren bzw. Peptide: Cystein, Methionin & Glutathion (GSH)

Die Erklärung des letzten Kriteriums, A4, war dann ein ganz wichtiger Aspekt für mich, einen, den ich so noch nicht gelesen hatte – jedoch einer, der auf Basis der Biochemie sehr transparent für mich war.

  • ClO2 ist ein starkes, aber ziemlich selektives Oxidationsmittel was nicht (oder nur extrem langsam) mit den meisten organischen Verbindungen eines lebenden Gewebes reagiert.
  • ClO2 reagiert jedoch recht schnell mit den Thiol- (SH-) bzw. Schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin,
    • sowie den aromatischen Aminosäuren Tyrosin und Tryptophan und
    • mit zwei anorganischen Ionen: Fe2+ und Mn2+.

Auch die Wasseraufbereitungsfirma Lenntech schreibt zu Chlordioxid (im Unterschied zu den reaktionsfreudigen Ozon und Chlor) [46]:

“Chlordioxid jedoch, reagiert nur mit reduzierten Schwefelverbindungen, den sekundären- und tertiären Aminen und anderen stark reduzierten und reaktionsfreudigen organischen Substanzen.”

So wird allgemein angenommen, dass die antimikrobielle Wirkung von ClOvor allem auf seine Reaktionen mit den zuvor erwähnten vier Aminosäuren und deren Resten in Proteinen und Peptiden zurückzuführen ist. Die genannten vier Aminosäuren, insbesondere jedoch Cystein und andere biologische Thiole (-> Moleküle mit Schwefel-Wasserstoff-Gruppen -> SH bzw. HS geschrieben) spielen in allen lebenden Systemen, einschließlich Mikroben, eine entscheidende Rolle. Werden diese direkt ‘oxidiert’ – ist eine Resistenzbildung, wie z.B. bei Antibiotika, nicht möglich. So wird angenommen, dass die Abtötung von Bakterien seitens ClO2 primär auf seine Reaktion mit SH- (Sulfhydryl-) Gruppen zurückzuführen ist.

Zusätzlich erwähnt die Arbeit [1] auch, das durch die schnelle Verdampfung von ClO2 aus seiner wässrigen Lösung, diese Bakterien auch über die Gasphase erreichen und abtöten kann, so z. B. durch eine Luftblase, die einen Zahnwurzelkanal blockiert. Alternativ kann ClO2 (als 0,1% Spüllösung) auch bei einer nicht heilende Läsion im hinteren Oberkiefer nach einer Zahn-OP helfen [47].

Zwar oxidiert ClO2 auch unser zelluläres Antioxidanz Glutathion (GSH), ein kleines Tripeptid mit Cystein bzw. SH-Gruppe – jedoch hauptsächlich zu Glutathiondisulfid (GSSG), was der Körper auf natürlichem Wege wieder zu GSH reduzieren (-> recyceln) kann. Weiter oben hatte ich schon einmal erwähnt, das es bei hohen Gaben an (oralem) ClO2 denn auch zu einer Absenkung der GSH-Spiegel kommen kann. Hier möchte ich jedoch noch erwähnen, dass Cystein oder GSH ca. 50-mal schneller als z.B. Tyrosin mit ClO2 reagieren. Solange also einige SH-Gruppen vorhanden sind (meist in Form von GSH), reagieren diese Gruppen schnell mit ClO2 und schützen andere Aminosäurereste vor oxidativen Schäden. Außerdem kann die Oxidation von SH-Gruppen zu Disulfidbindungen, einem Großteil der Reaktionsprodukte (-> neben Thiosulfonat, Sulfonylchloride und Sulfonsäure, seltener sind Trisulfide, Sulfinylchloride, Ketone, Ester [4])  im menschlichen Organismus rückgängig gemacht werden.

Ab einer bestimmten Menge ClO2 ist jedoch auch eine Grenze beim Menschen erreicht – die ist jedoch um Potenzen größer als bei den Pathogenen, gegen die es bei uns wirken soll. So empfiehlt es sich aus meiner Sicht, eine sinnvolle Dosis zu nutzen, um keine Sekundärschäden zu produzieren. Bei diesen Dosierungen sollten es jedoch die Pathogene schon ‘sehr schwer’ haben, sodaß auch die Autoren der Studie [1] (in Bezug auf die äußerliche Anwendung) zu dem Schluss kamen, dass:

“Chlordioxid ist ein größenselektives antimikrobielles Mittel, das mikroskopisch kleine Organismen schnell abtöten kann, aber viel größeren Organismen wie Tieren oder Menschen keinen wirklichen Schaden zufügen kann, da es nicht in der Lage ist, tief in deren lebendes Gewebe einzudringen.”

Wer hier weiter sucht, findet auch noch andere Studien, welche zu ähnlichen Schlüssen gekommen sind (z.B. Escherichia coli) [65] (Deepl.com):

“Es wird vermutet, dass die Zerstörung der zytoplasmatischenMembran und der anschließende Ausfluss intrazellulärer Komponenten zur Inaktivierung der gramnegativen Bakterien führt.”

Mich zumindest hatte die PlosOne-Studie überzeugt und mir auch ein paar weitere Ideen & Hinweise in Bezug auf die Verwendung und die Grenzen von ClO2 gegeben.

Was ist der potentielle Wirkungsmechanismus von CDL? 4. Nrf2-Induktion???

Folgendes bezieht sich auf eine Hypothese von mir, welche ich so noch nicht in Bezug auf CDL gelesen habe: Ich denke, dass der potentielle oxidativen Stress als Folge der CDL-Anwendung, also der aus den vorgenannten Reaktionen, zusätzlich auch eine stressbezogene Gen-Expression oder Transkription anstoßen könnte: Die von Nrf2. So könnte es sein, dass:

  • Der erhöhte oxidativer Stress, u.a. durch die Oxidations-Produkte von CDL, die Expression von z.B. Nrf2 hochreguliert wird.
    • Bei Pubmed habe ich leider nur etwas zu Chlor & Nrf2 [28] gefunden – wobei Chlor ja definitiv toxische Metaboliten macht.
    • So könnte der oxidative Stress, dessen Symptome teils nach Einnahme beschrieben werden [D], Nrf2 hoch-modulieren.
  • Das würde dann in Konsequenz die zelluläre Entgiftung, die GSH- und antioxidative Systeme fördern,
    • was eine potentielle (dosis-abhängige) sekundäre Wirkung von ClO2 befördern könnte.

Allerdings gibt es hier auch einige Dinge, worauf ich aufpassen würde, speziell wenn Vorbelastungen mit Quecksilber und anderen Toxinen existieren und gleichzeitig Organschäden an Leber und Niere bestehen. Denn, wenn die antioxidativen Systeme hochmoduliert werden oder durch den Tod von Bakterien & Pathogenen Toxine freigesetzt werden – dann muss der ‘Müll’ auch irgendwo hin. Wenn es aber daran scheitert den Müll auszuscheiden (-> speziell Phase II & III der biochemischen Entgiftung + Leber- und Nierenfunktion &  ausreichender Stuhlgang), dann könnte das auch schief gehen -> u.a. Stau toxischer Stoffe in Leber und Niere, inflamatorische Aktivierung der Mikroglia im Gehirn.

Diesen Punkt greifen jedoch die ‘oralen’ ClO2-Protagonisten meines Wissens nach nicht auf. Insofern kann es sich anbieten 30-60 Minuten nach dem versehentlichen Verschlucken von CDS Vitamin C zuzuführen – z.B. 1-4 Gramm – je nachdem, welche Formen zur Verfügung stehen. Dieses sollte dem Körper helfen mit dem oxidativen Stress durch eventuell freigesetzte Toxine besser umgehen zu können.

Vitamin C – Oxidation & Reduktion, Leukozyten – und was daraus ggf. für CDL zu lernen ist

Hier möchte ich kurz auf einen Kommentar von Cathcart [53] hinweisen, einem DER Orthomolekularier, wenn es u.a. um Vitamin C Hochdosis-Therapien geht. Cathcart sagt, das es ‘diese Kontroverse über Oxidation versus Reduktion’ in der orthomolekularen Medizin gäbe und es Leute gibt, die meinen, das Ozon und (Wasserstoff) Peroxid direkt Pathogene töten, z.B. wenn diese Substanzen intravenös verabreicht werden. Carthcart glaubt nicht an diese Theorie, sondern daran, das verschiedene Komponenten des Immunsystems stimuliert werden, welche dann die Pathogene ‘erledigen’. Dem stimme ich so grob zu, möchte jedoch auf die Unterschiede zwischen einer Organ- und Gewebe-unspezifischen intravenösen Gabe von einer lokalen Injektion von Ozon (z.B. in die Mandeln) hinweisen. Cathcart führt dann (bildlich) aus, wie Leukozyten (weiße Blutkörperchen) mittels oxidativem Stress (-> Respiratory Burst) Pathogene töten:

  • Das weiße Blutkörperchen verschlingt das Virus, Bakterium, Pilz oder Parasit in einer Vakuole
  • und dann nimmt es O2 oder molekularen Sauerstoff und reduziert ihn mit einem Wasserstoff, der Peroxid bildet,
  • und dann verbindet sich dieses Peroxid mit Chlor, um hypochlorige Säure zu bilden (H2O2 + Cl —> ClO + H2O),
  • und diese wird in die Vakuole ausgeschieden und tötet die Bakterien, Pilze oder Parasiten.

All ‘die tödliche Kraft’ kommt von dieser Oxidation, die ursprünglich aus der Reduktion entsteht – also aus dem kompletten Sauerstoff. Wenn diese oxidierenden Substanzen im Körper freigesetzt werden, verursachen sie Entzündungen (freie Radikale). Das Ascorbat (Vitamin C) als Reduktionssubstanz neutralisiert diese Radikale und dämmt die Entzündung ein.

Cathcart sagt, das er die Idee, dass man Pro-Oxidantien wie Ozon und Peroxid in Konzentrationen verabreichen könnte, die ausreichen, um Viren oder Bakterien im Körper direkt abzutöten, nicht per se für richtig hält, sondern dies über eine indirekte Stimulation des Immunsystems passiere. Was ist nun die Rolle von Vitamin C bei alledem? Cathcart:

“Es (An.: Vitamin C) ist keine oxidierende Substanz, aber es könnte die reduzierende Kraft liefern, mit der die weißen Zellen dann den molekularen Sauerstoff im Superoxid umwandeln und diese ganze Sache in Gang setzen.

Das Chlordixoid ist nun sehr eng verwand mit der hypochlorigen Säure (ClO), so das Keime, gerade an Flächen wie Haut, Schleimhäuten & Co. direkt getötet werden. CDL muss hier aus meiner Sicht von Ozon und Peroxiden unterschieden werden.

Jetzt kommt aber mein PunktLeukozyten und andere Teile des Immunsystems arbeiten ja halbwegs spezifisch, also nur gegen bestimmte bzw. bekannte PathogeneCDL nicht, es wirkt unspezifisch gegen Pathogene. Aus meiner (aktuellen) Sicht ist es diese ‘Unspezifischheit’, welche CDL solch ein (potentielles) Wirkpotential gegen alle möglichen und auch für das Immunsystem noch unbekannten Pathogene gibt. Das CDL sich bei oraler Aufnahme über den Darm auch im Rest des Körpers verteilt und dort messbarer Konzentration über Stunden verbleibt hatte ich weiter oben schon in Bezug auf eine Studie geklärt [16].

Die Herstellung von CDL 3000 ppm nach “Gurkenglasmethode”

CDS-3000-Selbstbau: Gläser & Hauptzutaten: 4% HCl, 25% NaClO2, demineralisiertes Wasser

CDS-3000-Selbstbau: Gläser & Hauptzutaten: 4% HCl, 25% NaClO2, demineralisiertes Wasser

CDS/CDL kann man leicht selber herstellen, wobei ich die Methode nach Johann Biacsics ‘Chlordioxidlösung (CDL) Herstellung per “Gurkenglasmethode”‘ [26] ganz gelungen finde. In der Kürze (bitte Video vorher anschauen) sind folgende Schritte und Zubehör für die Herstellung einer ‘halbwegs’ pH-Neutralen 3000 ppm (0,3%) CDL/CDS-Lösung nötig:

Zubehör:

  • Ein 2 l großer gut verschließbarer Glasbehälter aus dem Baumarkt – z.B. Fido Bügelglas mit 2 l.
  • Ein stabil stehendes Weinglas, das in den Glasbehälter passt.
  • Die Dichtung des Glasbehälters mit Teflon-Band umwickeln,
    • alternativ eine Dichtung aus einer dicken Back-Silikon-Matte bauen (ggf. doppelt oder dreifach legen).
  • Ein paar Einweg – oder GlasPipetten zwischen 10-50 ml oder besser noch ein Messzylinder mit 100 ml.
  • Ggf. CDS-Teststreifen (z.B. Lamotte 500 ppm) nutzen. Wichtig: zum Messen von 3000 ppm muss die finale Lösung 1:10 verdünnt werden.
    • Teststreifen bis 3000 oder 5000 ppm habe ich leider noch nicht gefunden.
CDS-3000-Selbstbau: Abfüllen von 1000 ml Wasser in das Fido-Bügelglas mit Silikondichtung.

CDS-3000-Selbstbau: Abfüllen von 1000 ml Wasser in das Bügelglas.

CDS-3000-Selbstbau: Silikondichtung (3 Lagen) aus Silikon-Backmatte.

CDS-3000-Selbstbau: Silikondichtung (3 Lagen) aus Silikon-Backmatte.

Alles simple Sachen aus dem Kaufhaus und dem Teich-Großhandel (-> Teststreifen).

Zutaten:

  • 1 l demineralisiertes oder Umkehrosmose-Wasser
  • 25% Natriumchlorit-Lösung (NaClO2)
  • 4-5% ige Salzsäure (HCl) -> Man könnte auch Zitronensäure nutzen – aber Salzsäure ist rein!
  • 1 l Braunglasflasche zur Aufbewahrung des CDS/CDL

Also alles ganz normales ‘Zeug’.

CDS-3000-Selbstbau: (Wein-) Glas-in- (Bügel-) Glas Methode.

CDS-3000-Selbstbau: (Wein-) Glas-in- (Bügel-) Glas Methode.

CDS-3000-Selbstbau: Abmessen von ca. 40 ml NaClO2 mittels Messzylinder.

CDS-3000-Selbstbau: Abmessen von ca. 40 ml NaClO2 mittels Messzylinder.

Herstellung CDS/CDL 3000 ppm Lösung – verkürzt:

  • 1 l Wasser (destiliert) in das 2l Bügelglas einfüllen.
  • Das Weinglas in den 2l Glasbehälter stellen – vorher schauen ob es auch rein passt wenn der Deckel zugemacht wird.
  • 50 ml 4-5% ige Salzsäure (HCl) abmessen und in das Weinglas geben.
  • 40 ml 25% Natriumchlorit-Lösung (NaClO2) abmessen und in das Weinglas geben.
  • Das Bügelglas unmittelbar sofort nach der Zugabe des  NaClO2 dicht verschließen und kein Chlorgas einatmen!
  • Optimal alles vor einem offenen Fenster in einer gut gelüfteten Wohnung machen!
  • Den 2l Behälter lichtdicht abdecken und ca. 24-30 h bei Zimmertemperatur dunkel abstellen (z.B. unter einem Tuch)
  • Immer damit rechnen, das geringe Mengen Chlorgas aus dem Bügelglas entweichen können – an einen gut gelüfteten Ort stellen!
  • Dann für 24 h in den Kühlschrank stellen.
  • Immer damit rechnen, dass geringe Mengen Chlorgas aus dem Bügelglas entweichen können – Tür des Kühlschrank mit Vorsicht öffnen, auf gute Lüftung achten!
CDS 3000 ppm im Selbstbau mit der Gurkenglasmethode. Zeitraffer der Sättigung des Wassers mit CDS innerhalb von 24 Stunden.

CDS 3000 ppm im Selbstbau mit der Gurkenglasmethode. Zeitraffer der Sättigung des Wassers mit CDS innerhalb von 24 Stunden.

Die “Ernte”:

  • Das Bügelglas im freien oder am offenen Fenster öffnen, das Weinglas herausnehmen und dessen Inhalt entsorgen oder gesondert aufbewahren. Niemals trinken!
  • Den Behälter-Inhalt (-> das fertige CDS) mittels Trichter in Braunglasflasche(n) umfüllen und dicht verschließen.
  • Braunglasflasche wieder in den Kühlschrank.
  • Ggf. die Konzentration mit Teststreifen messen (-> und nach Bedarf dazu verdünnen)
    • Und nach 3 bzw. 6 Monaten kontrollieren – falls der Liter aus dem Kühlschrank noch nicht verbraucht ist.

Für chemisch interessierte

CDS-3000-Selbstbau: Fertiges CDS vor dem Umfüllen in die Vorratsflasche mittels Glastrichter. Wichtig: Unbedingt am offenen Fenster oder im freien umfüllen. ClO2 nicht als Gas einatmen.

CDS-3000-Selbstbau: Fertiges CDS vor dem Umfüllen in die Vorratsflasche mittels Glastrichter. Wichtig: Unbedingt am offenen Fenster oder im freien umfüllen. ClO2 nicht als Gas einatmen.

Die Reaktion ist: 5 NaClO2 + 4 HCl → 5 NaCl + 4 ClO2 + 2 H2O -> es gibt also Chlordioxid, Salz und Wasser. ClO2 wird nicht hydrolysiert (-> gespalten), wenn es ins Wasser gelangt, und wird normalerweise als gelöstes Gas in Lösung im Wasser gehandhabt. Also genau wie wir es hier machen.

Da bei der Aktivierung von NaClO2 mit Salzsäure nicht nur gasförmiges ClO2 entsteht, sondern ebenso auch (etwas) gasförmiges HCl, und sich beide Gase in Wasser lösen (HCl + H2O -> H+ + Cl + H2O), wird die CDL nicht pH-neutral sein -> wegen dem H+ (Säure), also im Bereich < 7.  Ich finde den Effekt aber untergeordnet.

Wichtig: Licht und Wärme lässt das CDL/CDS zerfallen -> Also abdecken bzw. dunkel stellen – oder optimal in den Kühlschrank damit! Vorsicht mit den Chlor-Ausgasung: Dämpfe nicht einatmen. Die Lösung hält ca. 6 Monate, wobei die Konzentration leicht abnimmt (linear).

Sicherheitshinweis: Diese Lösung sollte niemals unverdünnt oral zugeführt werden.

Wichtig: Das Natriumchlorit und die Salzsäure werden, als Verdünnungen, in der Regel für nichtmedizinische Anwendungen geliefert. Man weiß nicht, welche Verunreinigungen oder Zusatzstoffe enthalten sind. Weder die Grundstoffe noch das fertig geliefert Produkt (-> Amazon, eBay, etc.) muss den Vorschriften eines Arzneimittelbuches entsprechen. Deswegen würde ich ‘hypothetisch’ mein CDS/CDL immer selber machen – aus entsprechend geeigneten Zutaten des Chemie-Großhandeln (-> Ph. Eur) oder der Apotheke – wie ein paar Zeilen weiter oben im Detail beschrieben.

Wem das alles zu langsam oder kompliziert ist, es gibt auch andere Methoden (A-)CDL schnell und effektiv herzustellen [48]. Anolyt-CDL (A-CDL) wird im Gegensatz zu CDL in einem Elektrolysegerät unter Verwendung von Salz (NaCl) oder Magnesiumchlorid hergestellt.

Kein Metall, nur Glas, HD-PE und PP

Wie schon erwähnt, mag ClO2 kein Metall und nicht jeden Kunststoff. Alle Behälter und Utensilien sollten deswegen vorzugsweise aus Glas bzw. HD-PE bzw. PP sein. [6][20][A]

Beschaffung der CDL-Zutaten?

Die vorgestellten Zutaten gibt es im Kaufhaus, der Apotheke oder dem Chemie(groß)handel. Keine Angst, das alles sind ganz normale Sachen des Alltags, welche ohne irgendwelche speziellen Beschränkungen abgegeben werden. Nachfolgend eine Liste mit direkten Links auf preiswerte, aber nicht billige, Zutaten in pharmazeutischer Qualität (Ph. Eur) aus dem Chemie-Handel. Wer billigt kauft – kauft zwei mal.


Hinweis: Der nachfolgende Abschnitt ist nur für eingeloggte Freunde des Blogs sichtbar.


Einige weiterführende Anmerkungen im Kontext CDS / ClO2

Innere Anwendung von CDL

Was ich in diesem Artikel nicht thematisiere, ist die konkrete ‘innere’ Anwendung von CDL über die orale Zufuhr. Hier gibt es andere wie z.B. Oswald [20] und Biacsics [6][55] für eine erste mögliche Orientierung.

Da das Thema CDL / ClO2 aus meiner Sicht absichtlich kontrovers ‘gemacht wird’ anstatt fundiert aufzuklären und offenen Fragen mit wissenschaftlicher Akribie nachzugehen – möchte ich hier über das, was ich bereits geschrieben habe (aktuell) nicht ‘hinausschreiben’. Wer mehr wissen will, speziell was in Südamerika an Studien, Forschung und Anwendung zu & mit ClO2 ‘abgeht’, den verweise ich auf die Artikel bei Madrid Market [38] sowie [40][41][42] und insbesondere [45].

Ich habe meine persönlichen Schlussfolgerungen getroffen – andere mögen dies gerne ebenfalls für sich selber machen.

Camping, Wasserdesinfektion & CDL

Wer meinen Beitrag genau gelesen hat, der weiß nun, das CDL ‘ganz offiziell’ zur Wasserdesinfektion benutzt wird: In Deutschland bis zu 0,2 ppm, in den USA bis zu 1 ppm. Bei einer Stoßdesinfektion sogar bis zu 6 ppm und sogar 20 ppm bei einer Leitungssanierung. Aus meiner Sicht bietet sich CDL so auch für die Entkeimung und Haltbarmachung von Wasser in einem Camping-Mobil oder dem Freizeit-Camper mit Zelt & Rad an – wenn Wasser unklarer Reinheit genutzt wird und z.B. kein hochwertiger Wasserfilter zur Verfügung steht.

10 ml CDS 3000 ppm können so 1,5 l Wasser auf ca. 20 ppm ClO2-Konzentration bringen. Wird das dann offen stehen gelassen oder abgekocht – verfliegt viel des ClO2, so das die Werte beim späteren Verzehr deutlichst unter 20 ppm liegen. Wem 1 ppm anfängliche ClO2-Konzentration reichen, der kann mit 100 ml CDL 3000 ppm ca. 300 Liter Wasser behandeln – genug für die meisten Radtouren. Allerdings tötet diese anfängliche Konzentration viele schädliche Mikroorganismen nicht ab [44].

Grippale Infekte, Corona, Sars-CoV-2, Covid-19 und CDL

Wer sich hier einlesen möchte, insbesondere in Bezug auf das was gerade in Mittel- und Südamerika passiert, u.a. die Nutzung von ClO2 zur Behandlung und Prävention von Sars-CoV-2 und Covid-19 (bzw. grippalen) Symptomen, den verweise ich u.a. auf die vorgenannten sehr interessante Beiträge bei freizahn.de [40][41][45], eine Veröffentlichung aus dem mexikanischen universitären Umfeld [42], sowie eine aus dem ungarischen [21][51] und ein Interview mit Dr. Manuel Aparicio [57] und die deutsche Übersetzung [56] sowie einen andere aktuelle Veröffentlichung [59] mit dem Titel (übersetzt von mir in das Deutsche):

“Eine neue Perspektive zur Prävention und zur Heilung von COVID-19-Patienten: Ermutigung medizinischer Teams zum Kontakt mit geheilten Personen, die mit Chlordioxid in Lösung (CDS) behandelt wurden”

Alternativ ist auch noch ein Versuch mit Chlordioxid zur Verwendung bei Covid-19 bei ClinicalTrials.gov (NCT04343742) [43] registriert. Leider scheint die Studie niemanden rekrutiert zu haben und verwaist zu sein. Wie diese Trial-Anmeldung zu interpretieren ist, kann ich nicht einschätzen, ggf. hat jemand einen guten Humor + Sachverstand gehabt. Dort ist jedoch ein Dosierungsvorschlag, basierend auf einer Verdünnung einer 3000 ppm CDL-Lösung angegeben. Es gibt inzwischen auch eine weitere Veröffentlichung im Journal of Molecular and Genetic Medicine, welche die Wirkung von CDL auf das Spike-Protein von SARS-CoV-2 theoretisch betrachtet hat und auch über die positiven Anwendungen von CDL in Ecuador bei 104 Patienten berichtet. Aus dem Fazit der Veröffentlichung [50]:

“Die Oxidation durch Chlordioxid von kritischen Aminosäuren im Stachel (Anm.: Spike-Protein) des Coronavirus SARS-CoV-2 und in der Struktur von ACE2 ermöglicht es uns, die potenziell therapeutischen Wirkungen von in Wasser gelöstem Chlordioxid auf oralem Weg im COVID-19 zu verstehen. Wir hoffen, bald klinische Anwendungsversuche dieses vielversprechenden systemischen Viruzids veröffentlichen zu können.”

Die Autoren (u.a. Kalcker, sehr oft anzutreffen im Kontext CDL) zielen bei der Erklärung eines  potentiellen Wirkungsmechanismus von ClO2 auf SARS-CoV-2 also auf das ab, was die Studie in PlosOne [1] beschrieben hatte: Die Reaktion mit Thiolgruppen des Pathogens. Insofern bleibt es spannend, ob es demnächst klinische Daten gibt, welche in medizinischen Journalen veröffentlicht werden. Zumindest versuchen eigne Menschen das Thema CDL/CDS hier und da zu platzieren und wissenschaftlich zu untermauern. Eigentlich sollten dies ‘unsere’ Universitäten machen – im Sinne effektiver und bezahlbaren Medizin & einer hohen Volksgesundheit mit wenig Nebenwirkungen – aber dort gilt wohl eher: “Wessen ‘Drittmittel’ ich bekomme – dessen Lied ich sing…”. Insofern möchte ich noch auf eine weitere Veröffentlichung hinweisen, die folgert [61]:

“Chlorine dioxide is effective in the treatment of COVID 19 and the mechanisms of action by which it acts to achieve it are proposed in this work.”

Wer an mehr Details interessiert ist, dem empfehle ich noch eine andere Studie in Bezug auf die Inaktivierung von Viren durch Chlordioxid und freies Chlor (FC) zu lesen [66] (Deepl.com):

“Im Gegensatz dazu bauten FC und ClO2 die Kapsidproteine aller drei Viren schnell ab. Die Proteinzusammensetzung allein konnte die beobachteten Degradationstrends nicht erklären; stattdessen zeigten Molekulardynamiksimulationen, dass der Abbau von der lösungsmittelzugänglichen Oberfläche einzelner Aminosäuren diktiert wird.”

Ach ja: Prof. Bhakdi schlägt vor, ggf. zu versuchen mal mit Chlordioxid zu gurgeln, weil sich die Viren speziell im Rachenraum festsetzten bzw. befinden [49]. Aus meiner Sicht der interpretation der Studienlagen ist das mit einer verdünnten CDL-Lösung durchaus effektiv – also um dort Bakterien und Viren zu reduzieren. Ich mache dies sogar regelmäßig mit CDS – speziell bei jeder Art von sich ankündigendem ‘dickem Hals’.

Krebs & CDL (Zellstudien)

Eine interessante Studie, welche ich noch gefunden hatte, befasste sich mit der Zytotoxizität von ClO2 [39]. In vielen anekdotischen Erfahrungsberichten über ClO2 stolpert man immer wieder über die angeblichen Erfolge bei Krebs – wobei in Erklärungen oft darauf abgestellt wird, dass das Ovon ClO2 die anaeroben (tumorösen) Gewebe nun mit Sauerstoff versorgen würde, so das die Zellen den Gährungsstoffwechsel (-> anaerobe Glykolyse) verlassen könnten. Das erschien mir aber bezogen auf die Mengen von O2 nie so ganz schlüssig. In einer Studie mit Zellkulturenalso nicht Menschen las ich nun u.a. folgendes (übersetzt mit deepl.com):

“Es ist bekannt, dass Chlordioxid eine hohe Toxizität für verschiedene Mikroorganismen ausübt, indem es die Lipid- und Proteinstrukturen, aus denen der Biofilm besteht, mit hoher Oxidationskraft verändert (Huang et al., 1997; Gordon und Rosenblatt, 2005).”

sowie den wichtigen Teil:

Die Zytotoxizität von Chlordioxid wurde auf fünf Arten von Krebszelllinien analysiert, die im menschlichen Körper auftreten. Chlordioxid zeigte eine hohe Zytotoxizität sowohl für Brustkrebs-Typ-2-Zelllinien (MCF-7, MDA-MB-231) als auch für Darmkrebs-Typ-3-Zelllinien (LoVo, HCT-116, SW-480). Diese Zytotoxizität beruht auf der aktiven sauerstoffinduzierenden Wirkung von Chlordioxid.

Die Sauerstoffinduzierung durch ClO2 verursacht also reaktive Sauerstoff-Spezies (ROS) in den tumorösen Zellen und schädigt diese wohl auf diesem Wege. Allerdings lässt die Studie keine Beurteilung zu, welche dosisabhängigen Schäden gleichzeitig an gesunden Geweben entstehen (würden) und wie das ClO2 ‘in Vivo’ zu den tumorösen Zellen gelangen könnte. Im Vergleich zu einer Chemotherapie mit ihren sehr toxischen Stoffen & Metaboliten, die (oft) im Organismus viele primäre und sekundäre Schäden anrichten, könnte ClO2 aus meiner Sicht jedoch ein potentieller alternativer (und sehr kostengünstiger) Kandidat sein. Sicher Stoff für weitere Recherchen.

Quecksilber-Belastung & CDL

DMPS. Quelle: Wikipedia

Wer meint, das CDL bei einer Schwermetall-Belastung mit Quecksilber (Hg) hilft – den muss ich aus meiner Sicht enttäuschen. CDL kann Quecksilber nicht binden und nicht sicher ausleiten – schon prinzipbedingt nicht. Quecksilber hat selber, wie auch ClO2, eine hohe Affinität zu Thiolen (SH-Gruppen) und bindet sich spontan an diese. Alle bekannten klinischen Quecksilber-Chelatoren, wie z.B. DMPS und DMSA, haben 2 SH-Gruppen.

Eine gleichzeitige orale Zufuhr von ClO2 bei Gabe von DMPS, DMPS – aber auch Alpha-Liponsäure, N-Acetyl-Cystein oder Gluthation – könnte potentiell mit diesen Molekülen einen Komplex bilden und sie dadurch für die Bindung an Hg und damit die Hg-Mobilisierung, Bindung und Ausleitung nutzlos machen. So steht ClO2 mit seinem Redox-Potential von +0,96 Volt und seiner Affinität zu SH-Gruppen aus meiner Sicht sogar in direkter in ‘Konkurrenz’ zu mit Schwefel bzw. SH-Gruppen komplexierten (-> verbundenem) Quecksilber, was nur ein Redox-Potential von +0,85V hat. So könnte es sogar sein (Anmerkung: Spekulation – ich bin absoluter chemischer Laie) , das in Gegenwart von ClO2 die Quecksilber-Thiole-Komplexe dissoziieren (-> sich lösen). Durch diese Art der Mobilisierung ohne Bindung würden sich die dann  ‘freien’ Hg-Ionen neu im Körper verteilen und bei Re-Assoziierung mit SH-Gruppen neuen Schaden anrichten.

Interaktionen, die bei einer hypothetischen oralen Zufuhr von CDL ggf. zu beachten wären

Da ClO2 potentiell mit Thiolen (bzw. SH-Gruppen) und anderen Biomolekülen interagiert, würde ich eine gleichzeitige Nahrungspräsenz im Magen ausschließen bzw. minimieren. Aus meiner Sicht sollte das letzte Essen mindestens 2 Stunden oder mehr zurückliegen bzw. erst in einer Stunde zugeführt werden. Speziell zu vermeiden wären aus meiner Sicht auch alle Phenol und Thiol-Verbindungen, also

  • Cystein & Methionin,
  • Alpha-Liponsäure,
  • Gluthation,
  • N-Acetyl-Cystein,
  • DMPS, DMSA,
  • etc.

Möglicherweise beachten einige diese Regeln nicht, denn sonst wird das ClO2 ggf. an die im Magen vorhandene Nahrung ‘verbraucht’ . Die gleichzeitige Präsenz von Antioxidantien könnte auch noch nachteilig sein, da diese dem oxidativen CDL entgegenwirken könnten. Meint: Auch alle Formen von Vitamin C (Ascorbate).

Nichts hält ewig… auch nicht CDL

Verlauf der CDL-Konzentration bei Abnahme von 10% im Monat.

Auch CDL zerfällt. Wenn es dicht im Kühlschrank gelagert wird – dunkel – dann ist der Verfall geringer, je geringer die Lagerungstemperatur ist und desto kleiner die Luft im Gefäß oder der Flasche ist. Grundsätzlich sollte mit einer Abnahme der Konzentration um bis zu 10% pro Monat gerechnet werden, so das nach 6 Monaten nur noch ca. 50% der 3000 ppm-Lösung ‘übrig’ sein könnten.

Bei Lagerung im Kühlschrank zwischen 4-8 Grad ist der Verfall jedoch in der Praxis geringer. Wer sein CDL jedoch als Fertiglösung aus dem Internet bezieht der wird sicher kein CDL bekommen, was bei 4-8 Grad gelagert wurde – es dürfte zum Teil deutlich weniger als die 3000 ppm Chlordioxid enthalten. Insofern hilft letztendlich nur eines: Nachmessen un die Verdünnung entsprechend der aktuellen Konzentration des CDL anpassen.

Mein Fazit

Meine ersten Fragen bei allen potentiellen und für mich neuen Interventionen & Nahrungsergänzungsmitteln, mit denen ich mich beschäftige sind u.a.:

  • Welche, ggf. negativen, Interaktionen gibt es?
  • Welche Dosierungen sind unter welchen Bedingungen erstrebenswert – was ist zu viel, was ist zu wenig?
  • Was ist eigentlich der biochemische Wirkungsmechanismus?
  • Was könnte sonst noch schief gehen?

Wer nach und nach die Studien sichtet, die Einsatzbereiche, die Bücher zu CDS & Co. [20][A], verschiedene Blogs, Diskussionen & Erfahrungsberichte im Internet [6][36][34][35][45][A-F] und sich etwas mit der Biochemie vertraut macht – der wird ggf. zu ähnlichen Schlüssen wie ich kommen – oder auch nicht. Bei mir hat es hier etwas länger gedauert, da ‘mein Schuh’ nicht so stark bei den Dingen gedrückt hat, bei denen CDS potentiell helfen kann bzw. soll. Bisher habe ich den Job der Erzeugung der hypochlorigen Säure u.a. an meine Leukozyten abgegeben welche ich mit ordentlich Vitamin C als Redoxmittel versorge. Ob nun Vitamin C und / oder CDL und für was die beste Lösung ist – das geht jedoch über den Fokus dieses Artikels hinaus.

Empfehlen kann ich ggf. noch den Film ‘The universal Antidote’ [54]- den habe ich zwar noch nicht ganz gesehen – er scheint mit jedoch eine interessante geschichtliche Zusammenfassung um Fakten & Studien zu Chlordioxid, wobei er viele Studien anführt, auf welche ich auch hier zurückgreife. Leider habe ich von dem Film erst nach meinen eigenen Recherchen erfahren.

Ganz wichtig: Die Dosis macht das Gift – wie auch bei Salz, Zucker & Co. Wenn also jemand etwas negatives über CDL schreibt – dann schaut genau ob es auch wirklich um in Wasser gelöstes Chlordioxid (und nicht Chlor, Chlorgas, etc.) geht und welche angeblichen Dosen verwendet wurden.

Nagelpilz und Zahngesundheit

Letztendlich bin ich über meine Recherchen zu Nagelpilz und Zahngesundheit wieder auf CDS gestoßen. Als Mundspühlung wird ja oft Chlorhexidin als Wirkstoff, u.a. in vielen Apotheken-Produkten, verwendet – wovon ich jedoch ganz klar Abstand nehme. Alternativ wird gerne 0,1-0,5% Wasserstoff-Peroxid (H2O2) verwendet, wobei dieses die Schleimhäute und aufgrund deines hohen Oxidationspotentials auch die ‘gute’ Mikroflora im Mund potentiell in Mitleidenschaft ziehen könnte. Insofern scheint mir hier CDL, wie auch den Forschern einer japanischen, klinischen Doppelblindstudie [37], eine Alternative über die nachgedacht werden könnte. Aus dem Fazit der japanischen Studie (übersetzt mit deepl.com):

“In dieser explorativen Studie war ClO2-Mundspülung bei gesunden Probanden wirksam bei der Reduzierung von morgendlichem Mundgeruch für 4 Stunden.” 

Tod umgefallen sind die Probanden dann auch nicht. Die Veröffentlichung zu der Krebspatientin mit der offenen Wunde im Mund nach der Zahn-OP [47], fand ich auch überzeugend. Da meine ‘Zahngeschichte’ auch nicht einfach ist, bin ich bei diesen Berichten immer sehr, sehr hellhörig. Ggf. ist CDS ja deswegen in Ungarn als 1200 ppm-Lösung für den dentalen Einsatz zugelassen bzw. wird dort offiziell angeboten, u.a. als [52] (Deepl.com):

“Antimikrobielle Lösung für Patienten zur Behandlung von Zahn-, Haut- und Schleimhautinfektionen”

Spannend liest sich dann auch die rechtliche Grundlage dafür das dieses Produkt in Ungarn angeboten werden kann (Deepl.com):

“Gemäß der geltenden ungarischen und europäischen Gesetzgebung dürfen Arzneimittel (Drogen) oder Medizinprodukte zur Behandlung (Vorbeugung, Linderung usw.) von menschlichen Krankheiten verwendet werden. Ein Arzneimittel dringt per Definition in das Innere des Körpers ein und beeinflusst die Vorgänge im menschlichen Geweben. Hyperreines Chlordioxid, der Wirkstoff von Solumium, ist jedoch nicht in der Lage, in den menschlichen Körper einzudringen, sondern übt seine antimikrobielle Wirkung nur an dessen Oberfläche aus, zum Beispiel gegen mikrobielle Biofims. Daher sind die Solumium-Lösungen keine Arzneimittel, sondern Medizinprodukte und sind als solche von der Abteilung für Medizinprodukte des OGYÉI (dem nationalen Institut für Pharmazie und Ernährung) registriert.”

Da frage ich mich: Warum geht das nicht überall in der EU?

Schlussworte

Was mich, auf Basis der Studienlage und breiten Anwendung von Chlordioxid verwundert, ist, dass CDL auf fast allen ‘offiziellen’ Mainstream-Kanälen faktisch niedergemacht wird und Ärzte, die es einsetzten oder das Wort CDS (positiver Weise) in den Mund nehmen, in die Gefahr laufen, ihre Zulassung zu verlieren. Im gleichen Zuge wird einem ein Ultragift wie Quecksilber auf Kassenleistung in den Mund eingebaut – oder es werden einem im Zuge einer Chemo-Therapie Kampfmittel-Abkömmlinge aus dem erstem Weltkrieg (u.a. Cyclophosphamid, das zu den Stickstoff-Senfgas Verbindungen zählt) injiziert.

Da Frage ich mich: Verkehrte Welt? Oder Absicht?


Ich möchte in diesem Zusammenhang jedoch (nochmals) darauf hinweisen, das ich mich selber vorsorglich & rechtlich, von jeder oralen Zufuhr von CDL/CDS und / oder Chlordioxid distanziere, auch wenn die Studienlage für bestimmte Dosierungen überragend scheint. Ich verweise hier nur auf entsprechenden Webseiten und (Einzel-) Ansichten, theoretische Überlegungen – wobei jeder für sich selber interpretieren mag, was er davon hält. Besprechen Sie bitte alle ggf. daraus für sich abgeleiteten Schritte vorab mit Ihrem Therapeuten.


Links/Quellen

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