InstantPot – Schnellkochtopf für Hülsenfrüchte & Co.

Von | 25. Oktober 2017
InstantPot IP-DUO60 Gesamtansicht.

InstantPot IP-DUO60 Gesamtansicht.

Heute wollte ich einmal über meinen InstantPot berichten. Was ist das? Ein Multifunktions-Dampfdruckkochtopf mit eigenem Heizelement und elektronischer Steuerung, Timer- und Warmhalte-Funktion. Komplett Geruchsfrei, er braucht keine Herdplatte und funktioniert überall da wo eine Steckdose ist – auch auf der Arbeit oder in der Ferienwohnung.

Ich nutze dieses Topf für die schnelle Zubereitung meiner Hülsenfrüchte: Kichererbsen, braune und rote Linsen, schwarze Bohnen, grüne getrocknete Erbsen, etc. pp. All diese Dinge stellen eine hervorragende Proteinquelle dar.

Update: Auch nach über 3 Jahren (Anf. 2020) bin ich mit dem ‘Pot’ immer noch absolut zufrieden und verwende diesen täglich für meine Hülsenfrüchte & Co. Echt ein gerät das neben meinem Turbomixer (z.B. Bianco oder Vitamix) mein Küchenleben bereichert hat und mit ca. 100€ sehr günstig ist!

Warum überhaupt ein Dampfdruckkochtopf?

Nach meinen Artikel über Keimen oder Kochen und insbesondere nach dem Lesen von Dr. Gundrys Buch ‘Plant Paradox’ über Lektine & Co. war es für mich klar, das ich in Bezug auf bestimmte Hülsenfrüchte (u.a. Bohnen) jedoch auch Getreiden wie Quinoa und Mais bei der Zubereitung auf ‘Nummer Sicher’ gehen wollte.

Mit einem Dampfdruckkochtopf kann ich durch die bis zu 120 Grad hohe Koch-Temperatur z.B. schwarze Bohnen sehr schnell kochen (15 anstatt 90-120 Minuten) und sicher sein, das Antinährstoffe wie Lektine wohl weitestgehend zerstört bzw. abgebaut werden. Wem Lektine, Antinährstoffe & Trypsin-Inhibitoren nichts sagen – dem empfehle ich unbedingt meine Artikel dazu zu lesen. Auch bei mir war diese Thematik lange nicht auf dem Radar!

Warum einen InstantPot und keinen klassischen Dampfdruckkochtopf?

InstantPot Topfeinsatz.

Topfeinsatz.

InstantPot Heizelement.

Heizelement.

Eigentlich vermeide ich zusätzliche Elektronik in meinem Haushalt. Beim Umschauen in Bezug auf Dampfdruckkochtöpfe habe ich jedoch bei den konventionellen Töpfen unter 80 Euro nichts vernünftiges gefunden. Zudem braucht so ein Topf dann immer noch eine Herdplatte und ich muss auf die Zeit, etc. pp. aufpassen.

Der InstantPot ist – je nach Modell – nur etwas teurer (90 oder 120€) als ein guter Dampfdruckkochtopf und ist letztendlich ein 7-in-1 Multi-Funktions-Kocher, der Schnellkochtopf, Schongarer, Reiskocher, Sautierer, Joghurtbereiter (ggf. auch für Natto benutzbar), Dämpfer & Wärmer in sich vereint. Das ganze kommt dann noch mit einer Programmautomatik (Timer) und beim großen Modell noch mit zwei Dampfdruckstufen (ca. 112 Grad und 120 Grad). So kann ich den Topf beruhigt kochen lassen während ich noch auf der Arbeit bin, einkaufe, etc. pp.

Dampfdrucksicherheits- und Ablassventil.

Dampfdrucksicherheits- und Ablassventil.

Etwas Wasser zum Dämpfen reicht vollkommen aus.

Etwas Wasser zum Dämpfen reicht vollkommen aus.

InstantPot Ansicht von oben.

Ansicht von oben.

Auch – und das war mir ganz wichtig – kann ich den Pot prinzipiell mit auf die Arbeit oder auf Reisen nehmen und mir dort mein warmes Essen frisch kochen, ohne das etwas groß riecht, überkochen & anbrennen kann.

Bedienung des Instant-Pot

Programm für Bohnen & Co. - 15 Minuten 120 Grad Dampfdruck.

Programm für Bohnen & Co. – 15 Minuten 120 Grad Dampfdruck.

Kochen aktiv.

Kochen aktiv.

Der InstantPot ist einfach bedienbar und kommt mit einem übersichtlichen Handbuch, einem Rezeptbuch (u.a. Suppen, etc.). Für das Dampf-Kochen gibt es ein einfaches Schwenkventil das den Topf verriegelt und schon ein wenig Wasser im Topf reicht aus. Steht der Top noch unter zu viel Druck lässt er sich auch nicht öffnen. Der Deckel ist einfach aufgesetzt und das verriegeln wird akustisch bestätigt. Optional ist auch noch ein Glasdeckel für das normale Kochen (ohne Dampfdruck) erhältlich.

Über das Bedienfeld kann schnell eines der Standard-Programme ausgewählt und wenn nötig noch modifiziert werden (u.a. in Hinblick auf die Kochzeit, die Dampfdruck-Stufe und den Start des Programms -> zeitversetztes Kochen).

Alles dabei beim Instant-Pot?

Nicht unbedingt.

Vorgekeimte Linsen und ein Maiskolben.

Vorgekeimte Linsen und ein Maiskolben.

Extra Korbeinsatz zum Dämpfen.

Extra Korbeinsatz zum Dämpfen.

Ein wichtiges Zubehör für mich war dann noch ein Edelstahl Einsatzkorb bzw. Stabiler Dämpfeinsatz z.B. von Silit oder Gräwe mit ca. 21 cm Außendurchmesser (ca. 10-15€), welcher perfekt in den Instant-Pot passt. Zu finden ist der Korb bei den ‘üblichen Verdächtigen’, wobei die fett geschriebenen Such-Begriffe helfen sollten. Unten in den Link ist noch ein Direktlink.

Für mich ist das wichtig, weil ich das Gargut so nicht direkt in den Topfeinsatz mit Wasserkontakt lege und das mitgelieferte Zubehör aus meiner Sicht hier nicht viel taugt. Die Temperatur und der Dampfdruck reichen aus – und weniger Vitamine und Nährstoffe werden (hoffentlich) beim Kochen ausgewaschen.

Als Beispiel habe ich hier mal den Korb alleine und im InstantPot mit vorgekeimten Linsen und einem Zucker-Maiskolben (aus dem eigenen Garten) abgebildet. 15 Minuten reichen um beides ausreichend zu kochen. Für die (vorgekeimten) Linsen alleine würden sogar 15 Minuten auf der niedrigen Dampfdruckstufe ausreichen.

Kochzeiten für Hülsenfrüchte?

Kichererbsen (ca. 4 Tage) – 2 Tage reichen.

Wo wir schon dabei sind, meine Kochzeiten für 12 h gewässerte und dann 1-1,5 Tagegekeimte Hülsenfrüchte (also insgesamt 1,5-2 Tage ‘Vorbreitungszeit’ – im Winter mehr, im Sommer weniger) sind aktuell:

  • Gelbe Linsen (Ausnahme: Nur 12 h Gewässert, nicht gekeimt):  112 Grad, 15 Minuten
  • Braune / Schwarze Linsen: 112 Grad, 15-18 Minuten
  • Kichererbsen: 120 Grad, 22-25 Minuten (meine Freundin mag 28 😉
  • Schwarze & Weiße Bohnen: 120 Grad, 30 Minuten (meine Freundin mag 40 😉
  • Grüne Erbsen: 120 Grad, 30-40 Minuten (meine Freundin mag die gar nicht 😉
  • Kidney-Bohnen: Würde ich gar nicht essen!

Wasser wird nur so viel in den Edelstahl-Innentopf gegeben, das dies unterhalb des Sieb-Einsatzes bleibt – nicht mehr! Warum? Weil es sonst Matsche-Pampe gibt – speziell bei den gelben bzw. orangen Linsen. Das passiert den gelben und orangen Linsen auch, wenn Sie auf 120 Grad oder länger als 15-18 Minuten gekocht werden. Die schwarzen oder braunen Linsen verzeihen einem hier mehr 😉

Bei den Kichererbsen (mit kleinen Keimfortsätzen) finde ich die 25 Minuten optimal – meine Freunding mag lieber 28-30 Minuten. Warum ich Keime und dann noch zusätzlich Dampf-Druck-Koche, hatte ich ja schon in meinem Beitrag ‘Keimen oder Kochen?’ erklärt. Aktuell habe ich mit dem Vorgehen ein ‘subjektiv’ gutes Gefühl und fühle ich mich beim Essen auch besser – im Vergleich zur Rohkost. Gerade im Winter finde ich es gut in Kombination mit der Rohkost etwas warmes zu mir zu nehmen. Wer schauen mag wie ich rohes und gekochtes kombiniere, der klickt hier.

Zum Keimen von Linsen & Kichererbsen nutze ich die Keimgläser von Eschenfelder – wie in meinem Beitrag zum Keimen vorgestellt. Da ist dann (ganz neu in 2020) auch alles aus Stahl oder Glas – kein Alu mehr, keine Plaste, etc. Eine ganz kurze Keimanleitung (für Hülsenfrüchte) findet sich hier.

Eine Anschaffung die sich lohnt?

Für mich auf jeden Fall! Warum?

Wenn ich nach Hause komme und dann Kichererbsen noch 60-90 Minuten köcheln müsste – dann würde das mit dem zeitigen Mittagessen alles etwas problematisch. Genauso morgens: Möchte ich mir noch schnell gekochte & erkaltete Kichererbsen oder Bohnen für den Tag (z.B. Mittagessen) mitnehmen, dann klappt das (bei mir) zeitlich mit den konventionellen Kochen einfach nicht. Mit dem InstantPot ist das alles jedoch sehr einfach & ich brauche dank der Programmautomatik nicht einmal auf die Uhr zu schauen – der InstantPot schaltet nach der eingestellten Zeit automatisch ab und geht in den Warmhaltebetrieb. Nichts kann überkochen, verbrennen, nichts riecht in der Wohnung, etc.

So kann ich, wenn ich mag, sogar alles am Abend schon einfüllen und mit der Programmautomatik zum morgen fertig kochen lassen. Mir spart das gerade am Morgen ganz gut Zeit bzw. macht alles weniger hektisch.

Muss oder sollte es unbedingt der original ‘InstantPot’ sein?

Nein, natürlich nicht! Bei den üblichen Versendern im Internet gibt es eine große Menge an ähnlichen programmierbaren Schnellkochtöpfen – einfach mal nach ‘Elektronischer Schnellkochtopf’ suchen. Allerdings finde ich den ‘original’ InstantPot sehr gut und vermisse nichts.

Was habe ich noch nicht gemacht?

Ich habe mit dem Pot noch nicht ‘normal’ gekocht. Das mache ich aktuell immer noch mit dem ganz normalen Dämpferaufsatz auf dem Topf am Herd bzw. mit der Pfanne, da ich das was Druckgekocht werden sollte vom Rest trenne – also alles nur soweit erwärme wie nötig. Alles andere werde ich langsam mal ausprobieren – also insb. das normale Kochen in Bezug auf die Zubereitung z.B. von Suppen, Hirse/Reis oder die Herstellung von Natto.

Mein Fazit

Der InstantPot ist mein elektrischer Küchenhelfer, den ich jeden Tag nutze – ähnlich wie meinen Turbomixer. Allerdings ist das Preis-Nutzen Verhältnis (um 100€) für den InstantPot aus meiner Sicht recht genial. Für das Geld würde ich die Anschaffung immer wieder tätigen.

Nun hoffe ich nur, das der Pot auch lange hält und mir die Elektronik keinen Streich spielt – da der Pot leider oft ausverkauft ist.

 


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