Mikrowellen, Krebs & Co. (im Kontext Mobilfunk, DECT, WLAN, etc.)

Smartphone im Flugmodus – WLAN, UMTS und Bluetooth ausgeschaltet. Foto: H.C.

Heute geht es mal um das Thema Mikrowellen (u.a. genutzt in Mobilfunk, DECT-Funktelefonen, Mikrowelle, Bluetooth, WLAN und ZigBee für die Heimvernetzung) + Induktionsherde – sowie deren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus – also Krebs, Hirntumore, Spermienqualität, auf Schwangerschaft & Co. – das ganze Programm der Gruseligkeiten.

Das ganze ist ein Thema das mich schon lange Beschäftigt und wo ich versuche eine Perspektive für die ‘relative’ Auswirkung der (langfristigen) Schädlichkeit zu bekommen.

Die Perspektive der WHO

In 2011 hat die WHO Mobilfunk ja als ‘möglicherweise Krebserregend’ (Stufe 2B) eingestuft, womit Mobilfunk auf einer Stufe mit anderen vertrauenswürdigen Substanzen wie DDT, Chloroform, Blei, etc. steht. So hat ebenfalls in 2011 auch die russische Strahlenschutzkommission im April 2011 Alarm gegeben.

Dr. med Mutter schreibt in seinem Buch [1] auf Seite 42: “So stiegen zum Beispiel die Zahl der Erkrankungen des Zentralnervensystems sowie der Immunsystemstörungen um 85 Prozent. Bei Kindern unter 14 Jahren treten verschiedene Krankheiten, wie z.B. Gehirnkrebs, ADHS, Depressionen und Bluthochdruck um über 60 Prozent häufiger auf. Der Leiter der Strahlenschutzkommision, Jury Grigoriev, gibt zu bedenken: In den Vier-Jahres-Kontrollen von 196 Kindern im Alter von 7-12 Jahren, welche Benutzer von mobilen Kommunikationsgeräten waren, wurde im Vergleich zur Kontrollgruppe ein stetiger Rückgang der kognitiven Funktionen festgestellt.

Diese beiden ([2], [3]) Artikel gehen etwas tiefer auf die WHO-Entscheidung ein und sagen aus, das noch kein definitiver Nachweis darüber gefunden wurde das Mikrowellenstrahlung aus Mobilfunk und WLAN Krebs bzw. DNA-Schädigungen auslöst – und die WHO-Entscheidung präventiv erfolgte, da einige Studienergebnisse solche Auswirkungen nahelegen. Aber wie das so ist mit den ‘definitiven‘ Nachweisen…. ich erinnere da nur an DDT, PCB’s, Blei, Quecksilber (Amalgam), Asbest, Rauchen, verarbeitetes Fleisch, etc. pp. Bevor z.B. Rauchen ‘definitiv’ Krebs ausgelöst hat – sind Millionen von Rauchern ‘definitiv’ daran elendig krepiert.

Kritische Sendeleistung (Grenzwerte) & Co.

Nach Dr. Mutter wurden die Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung vor über 16 Jahren von der ‘Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung‘ (ICNIRP), einem privaten Verein bei München, festgelegt und von einigen Staaten,  darunter auch Deutschland übernommen – ohne diese aber weiter zu überprüfen. Dabei wurden laut Mutter bei diesen Grenzwerten die Langzeitauswirkungen und die biologischen Wirkungen nicht berücksichtigt, so das verschiedenste Organisationen und Regierungen die ICNIRP-Grenzwerte inzwischen als Falsch und zu hoch eingestuft haben.

Und wie krass die Empfehlungen der ICNIRP über dem liegen was nach wissenschaftlichen Studien, etc. schön Krankheiten und andere Umwelteffekte auslösen kann, zeigt u.a. diese Dokument von Baubiologe W. Maes auf (Stand 9/2016): ‘GRENZWERTE – EMPFEHLUNGEN – EFFEKTE – RISIKEN ‘ [4] (Backup). – Lesenswert! Es wird klar, das die Grenzwerte soweit oberhalb beobachtbarer Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt ist – das eine massive Diskussion sowie Senkung der Grenzwerte mehr als Überfällig erscheint.

Zwar hatte das EU-Parlament bereits 2 April 2009 (Beschluss 2008/2211 (INI)) die Mitgliedsstaaten aufgefordert die Grenzwerte zu senken und auch der Europarat forderte im Mai 2011 ebenfalls die Regierungen zur Senkung der Grenzwerte sowie einem WLAN-Verbot in Schulen auf – aber passiert ist nicht viel. So hat Frankreich etwa in Bezug auf Werbung und Verkauf an (minderjährige) Kinder getan. Natürlich hindert keiner einen daran selber ein Mobiltelefon zu kaufen es dann dem Kind zu geben – und bez. WLAN im Tablet, Bluetooth im Kopfhörer und DECT im schnurlosen Telefon macht das Gesetz mal gar nichts besser.

Es ist aber schon lange bekannt (‘Long-term exposure to microwave radiation provokes cancer growth: evidences from radars and mobile communication systems’), das Mikrowellenstrahlung – genug Leistung vorausgesetzt – Krebs auslöst bzw. befördert. So schließt die Studie u.a. mit:

“We conclude that recent data strongly point to the need for re-elaboration of the current safety limits for non-ionizing radiation using recently obtained knowledge.”

 

Keine Langzeitdaten für das Großexperiment

Nach der klassischen Toxikologie gibt es ja immer einen Grenzwert unter dem das ganze unbedenklich ist. Das dieses Denken z.B. nicht auf die hormonaktiven Substanzen wie BPA, Phatalate & Co. zutrifft hatte ich ja in meinem Artikel hier schon ausgeführt. Ab welchen Dosen und welcher zeitliche Exposition es im Fall von Mikrowellen zu genau was führt – wissen wir noch nicht. Das Großexperiment, in Bezug auf die breite Nutzung von Mobiltelefonen & Co. ist erst vor ca. 20 Jahren gestartet – und hat dann vor ca. 10 Jahren mit dem ersten iPhone und dann den Tablets und der massiven Nutzung von WLAN & Co. den Turbo eingelegt. Aussagekräftige epidemiologische Langzeitdaten gibt es deswegen nicht. Nur eines ist klar: Weniger ist hier im Zweifelsfall besser… Tumore & Co. entwickeln sich über Jahrzehnte. Und nicht zu vergessen: Es geht mit um sehr, sehr viel Geld….

Zudem: Würden Sie heute wieder auf alle Drathlosen Technologien wie WLAN, Mobilfunk, Bluetooth & Co. verzichten wollen? Damit faktisch auf Smartphone, Tablet & Co. ?

The truth about mobile phone and wireless radiation – Dr. Devra Davis

Was mich final zum Verfassen dieses Blogpost motiviert hat war dann der folgende Vortrag von Dr. Devra Davis in der Universität von Melburne. Frau Davis hat eine sehr imponierende Vita als Wissenschaftlerin – u.a. Clinton Presidential Appointee von 1994-1999 in dem National Chemical Saftey & Hazard Investigation Board, etc. pp. – was den Vortrag noch einmal stärkeres Gewicht verleiht.

"The truth about mobile phone and wireless radiation" — Dr Devra Davis

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Frau Davis zeigt basierend auf aktuellen Studien und Daten u.a. auf:

  • Die bekannten Risiken auf die die Hersteller selber hinweisen.
  • Das die Grenzwerte insb. nicht für Kinder und Heranwachsende ausgelegt sind.
  • Das seit 1997 Versicherungen (u.a. Loyds) keine Risiken ausgehend von drahtlosen Geräten versichert.
  • Das der Schweizer Rückversicherer (Swiss Re) elektromagnetische Felder als eines der Top 6 Risiken für Unternehmen eingestuft wird (min. 11).
  • Strahlenrisiken für ungeborene Kinder / Schwangere (min. 20).
  • Ergebnisse von Tierversuchen mit GSM-Ähnlichen RF Signalen (min. 27).
  • Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung von ungeborenen (Ratten, min. 29 und bei Mäusen, min. 38).
  • Abnehmende Spermaqualität bei Vieltelefonierern (min. 33).
  • Brustkrebs bei Frauen die Ihr Telefon im BH getragen haben (min. 35).
  • Studien zu Hirntumoren nach der WHO Entscheidung in 2011 (min. 40).
  • Und dem Hinweis auf die lange Entstehungszeit von Hirntumoren (bis zu 40 Jahren).
  • Auswirkungen von Mobilfunk auf auf Bienen (min. 45).
  • Hintergrund zur ‘unklaren’ bzw. ‘inkonsistenten’ Studienlage und der industrienahen Besetzung von Schlüsselpositionen (min. 49).
  • Was bestimmte Staaten in Bezug auf die Risikominimierung schon heute machen (min. 53).

All das ist ziemlich erschreckend – jedoch übereinstimmend mit dem was ich selber in den letzten Jahren gelesen habe. Für mich hat dieser Vortrag meine Strategien zur Vermeidung bzw. Minimierung von (gepulsten) Mikrowellen bestätigt. Wer noch etwas ganz gruseliges in Bezug auf heranwachsende weibliche Föten im Mutterleib hören möchte, der sei auf dieses Interview mit Barry Thrower verwiesen. Ich merke an, das das was Herr Thrower sagt für mich plausibel klingt – ich aber nichts zu seiner Vita oder Qualifikationen sagen kann.

Was ist mit Induktionskochen?

Von Induktionskochen würde ich abraten. Die Energieeinsparung bezieht sich primär auf das schnelle Ankochen, ist aber durch ca. 1/3 (Ummagnetisierungs-) Verluste bei längerem Kochen marginal oder sogar negativ (“Eine aufwändige Suppe kocht sich auf dem Ceran-Feld also im Endeffekt etwas günstiger.“) [5]. Zudem werden elektromagnetische Welchsefelder mit Frequenzen von 25-50 KHz genutzt, was dann auch die teils hohen und unangenehmen ‘fiependen’ Geräusche erzeugt.

Leider wird für die EMV-Belastung durch die eletromagnetischen Felder die gleiche Organisation, die ICNIRP, herangezogen – wie auch für den Mobilfunk & Co. Nach Wikipedia können die ‘Grenzwerte’ in vielen Konstellationen erreicht und in einigen Fällen sogar überschritten werden – u.a. wenn die 30cm Abstand zur Kochplatte nicht eingehalten werden, Töpfe die Kochfelder nicht abdecken oder ungeeignetes Kochgeschirr genutzt wird.

Bei Schwangeren ist in diesem Fall zu bedenken, das das sich entwickelnde Kind im Bauch der Mutter sich ca. auf Höhe der Kochplatte befindet – wie es auch die Stiftung Warentest anmerkt [6]. Und da ist zu beachten das der Grenzwert für Erwachsene gilt – und nicht für ein kleines Ding was nur durch ein paar cm Bauchdecke (und keine Knochen) von den (recht hohen) elektromagnetischen Feldern ‘geschützt’ wird.  So schreibt Swissmon.ch mit Verweis auf verschiedene Quellen:

“Der bestuntersuchte gesundheitliche Effekt niederfrequenter Magnetfelder ist die Förderung und/oder Auslösung von Leukämie (Blukrebs) bei Kindern. Es besteht die Gefahr, dass auch Induktionsherde hierzu beitragen. Insbesondere schwangeren Frauen, die berufsbedingt ständig mit Induktionsherden zu tun haben (z.B. Köchinnen), sollte daher von der Benutzung von Induktionsherden abgeraten werden.”

Bei diesen unklaren Vorteilen, ggf. doch keiner Energieeinsparung, eventuell neuen Töpfen die benötigt werden und Lüftergeräuschen für den Spannungswandler – kann ich schnell und einfach ‘Nein’ zu dieser Technik sagen.

Auf die Schnelle Mikrowelle?

Zur Mikrowelle nur kurz: Ich habe seit über 10 Jahre keine mehr und vermisse Sie auch nicht. Für Wasser gibts den Wasserkocher & gekocht wird immer frisch. Falls es doch mal was aufzuwärmen gibt – nutze ich Kasserolle, Wasserbad oder Pfanne.

Die Frage bei der Mikrowelle ist für mich nicht nur: Welche (feinstoffliche) Auswirkung hat die Bestrahlung mit Mikrowellen hoher Leistung (mehrere hundert Watt) auf die Lebensmittel – sondern auch die Gefahr der so genannten Hot-Spots. Dies sind die heißen Stellen, welche durch die Interferenz der Mikrowellen entstehen. Dort wird das Gargut teilweise so hoch erhitzt, das dort durch Verbrennungen Schadstoffe entstehen können. In jedem Fall können selbst schon bei recht niedrigen Temperaturen (um 100C) viele Vitamine zerstört werden – zudem bilden sich ab 120 Grad andere Stoffe wie z.B. Glykotoxine.

In einer Pfanne, Kasserolle oder im Wasserbad kann in jedem Fall eine schonendere und gleichmäßigere Erwärmung auf die ca. 50-60 Grad Verzehrtemperatur stattfinden. Deswegen ist für mich die Diskussion Pro/Contra Mikrowelle unsinnig – da Sie unnötig ist und meist nur zum Aufwärmen von sowieso ungesunden Nahrungsmitteln dient.

Was mache ich?

Mir reicht die Evidenz die mir aktuell bekannt ist und deswegen handle ich so gut es mir möglich ist. Natürlich mag ich den Komfort von Mobiltelefon, WLAN im Notebook und Tablet sowie Bluetooth (u.a. Funk-Lautsprecher) nicht missen – ich hinterfrage aber ganz klar ob es in jedem Fall sein muss und was der wirkliche Vorteil in der jeweiligen Situation für mich ist. So habe ich folgende Entscheidungen getroffen:

  • DECT-Telefone (Schnurlostelefone für Zuhause bis zu 250 mW Sendeleistung, gepulst):
    • Setzte ich gar nicht ein, weil schon seit ca. 20 Jahren umstritten.
    • DECT Geräte funken mit einer gepulsten Modulation, welche in Verdacht steht im Bereich körpereigener elektrischer Signalfrequenzen zu senden.
    • Ältere Geräte sind ‘Dauersender’ – funken also den ganzen Tag mit der Basisstation, auch wenn Sie nicht genutzt werden. Zudem senden Sie beim Telefonat immer mit der maximalen Leistung.
    • Neuere Geräte haben Eco-DECT was die Sendeleistung dynamisch anpasst – diese Geräte sind also weniger schlecht als alte. Wer nicht auf ein Schnurloses verzichten möchte sollte auf Eco-DECT, noch besser ‘Full ECO-DECT’ bzw. ‘ECO-DECT Plus’ verwenden und auf dessen Aktivierung achten!
    • Meine Frage an alle: Was spricht aber gegen ein ganz normales schnurgebundenes Telefon? Das man nicht auf dem Klo telefonieren kann?
  • Mobilfunk (GSM, LTE, UMTS – bis zu 2W Sendeleistung) setzte ich nur ein wenn ich es wirklich brauche.
    • Also primär, wenn ich unterwegs und im Urlaub bin. Dort aber auch nur, wenn ich selber telefonieren muss bzw. kurz Internetzugang brauche, z.B. für den eMail Abruf, um Karten und/oder Übernachtungsinformationen abzurufen.
    • Ansonsten ist das Mobiltelefon für mich eine ‘mobile Telefonzelle’ – angeschaltet wird es nur wenn ich wirklich erreichbar sein muss oder selber telefonieren möchte. Ansonsten ist es aus oder im Flugmodus.
    • Die Hauptbelastung tritt während des Telefonierens auf. Tip: Telefon soweit weg von Körper halten bzw. legen und das kabelgebundene Headset bzw. die Freisprecheinrichtung verwenden.
    • Wer hauptsächlich telefoniert sollte ggf. den LTE-Modus ausschalten, da die LTE-Modulation impulsartiger ist als die von 3G/UMTS.
  • Nachtschaltung für WLAN in einer Fritz!Box. Bildschirmfoto: H.C.

    WLAN (Tablets, WLAN-Router & Co., 100-200mW Sendeleistung)

    • Wird WLAN genutzt, dann empfiehlt es sich die Sendeleistung zu reduzieren (z.B. bei neueren Fritz!-Boxen im Expertenmodus möglich).
    • Ansonsten empfehle ich bei WLAN-Routern auf jeden Fall die Aktivierung der Nachtschaltung, also z.B. kein WLAN zwischen 23 und 6 Uhr morgens.
    • Nur 2,4 GHz Modus nutzen (100 mW), auf keinen Fall den 5 GHz Modus (bis 1 Watt Sendeleistung).
  • Bluetooth (Headsets, Lautsprecher & Co.)
    • Sicher noch das unkritischste Funkprotokoll, da hier in der Regel mit sehr wenig Leistung (10mW – leider aber gibt es auch 100mW Varianten) gefunkt wird. Dennoch kein Argument für Blutooth-Kopfhörer oder Smartwatches, welche dauerhaft direkt am Körper oder Kopf getragen werden.
  • Smart-Home (ZigBee, DECT & Co)
    • Heute besteht die Möglichkeit eine Heimvernetzung mit drahtlosen Schaltern und Sensoren aufzubauen. Die neueren Geräte kommunizieren dabei mittels ZigBee oder Bluetooth.
    • Ich würde Abstand von solchen Geräten und einer latenten Funk-Dauerbelastung nehmen Alte analoge 433 & 868 MHz Technik ‘geht noch’.
  • Kochen
    • Nur mit Gas, Elektro- oder Ceranfeldern. Eine Mikrowelle gibt bei mir gar nicht. Induktion würde ich auch nicht nutzen. Wozu ein Risiko bei keinem bzw. ungewissem Vorteil eingehen?

Weiteres zum nachdenken

  • Schwangere Frauen
    • Ich halte es nach allen Daten für nicht-verantwortlich wenn schwangere Frauen in den ersten Wochen bzw. Monaten mit einem WLAN-Tablet oder Mobilfunktelefon in der Sitzhaltung Surfen oder intensiv die vorderen Platten von Induktionsherden benutzen.
    • Denn damit liegt die Antenne bzw. Strahlungsquelle direkt im Bereich des Bauches – und das ungeborene und sich entwickelnde Kind bzw. der Fötus bekommt die volle Dosis ab. Der Vortrag von Herrn Thrower ist in diesem Bezug sehr erschreckend.
  • Männer die Zeugen wollen
    • Sollten das Mobiltelefon in keinem Fall in der Hosentasche aufbewahren. Hierdurch ist die Antenne sehr nahe bei den Hoden, welche faktisch ungeschützt (kein Knochen, etc.) der Strahlung ausgesetzt sind. Auf die Auswirkungen bez. der Spermienqualität ist Frau Dr. Davis weiter oben schon eingegangen.
  • Kinder
    • Haben noch wenig Körpermasse die die Strahlung abschirmen kann und sind in der Entwicklung. Ggf. erfolgende (DNA-)Schädigungen haben in der Zeit der Entwicklung und des Heranwachsend viel mehr mögliches Schadenspotential.
    • Da hier selbst schon viele Regierungen mit besonderen Maßnahmen, Werbe- und Verkaufsverboten reagiert haben (u.a. Frankreich) sollten besorgte Eltern dieses Thema wirklich ernst nehmen!
    • Tablets, Smartphones & Co gehören mit aktiviertem WLAN haben nicht in Kinderhänden zu suchen. Und die Gehirnentwicklung fördern diese Geräte auch nicht. Wer es nicht glauben will – sollte folgendes anschauen: Digitale Demenz — Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer an der DHBW Stuttgart.

Dem ganzen anderen Krams, wie Sendemasten, WLAN und DECT-Basiststationen von Nachbarn kann schlecht entgangen werden – ggf. hilft aber ein Gespräch mit diesen und dem Hinweis auf Eco-DECT und der Nachtschaltung beim WLAN.

So kann es sich u.a. auch anbieten, das nur ein Nachbar (in einem Wohnblock) sein WLAN angeschaltet hat – und die anderen (direkten Nachbarn) über dieses WLAN surfen.

Da die Leistungsdichte mit der Entfernung quadratisch abnimmt besteht das größte Problem mit Geräten die nahe am Körper anliegen bzw. eingesetzt werden und aktiv senden. Deswegen sollte der WLAN-Router und die DECT-Basisstation möglichst weit weg von dem gewöhnlichen Aufenthalts- und Schlafplatz stehen. Auch ein Mobiltelefon das sich immer wieder bei der nächstgelegenen Basisstation meldet und im Hintergrund Daten übertragt – sollte nicht direkt am Körper getragen werden. Auch ist es besser mit dem Kabelgebundenem PC zu surfen als mit dem WLAN-Tablet oder dem Notebook (über WLAN).

Noch ein Buchtip…

Wer mehr wissen will, dem Empfehle ich das Buch “Going Somewhere: Truth about a Life in Science” [8]. Herr Marino hat einen sehr großen wissenschaftlichen Hintergrund im Bereich Funk & Co. – und war insbesondere auch in den wissenschaftlichen und legislativen Betrieb eingebunden. Aus der Buchbeschreibung:

“the relation between electrical energy and life; the influence of corporate and military power on science; the role of self-interest on the part of federal and state agencies that deal with human health, especially the NIH and the FDA; the importance of cross-examining scientific experts in legal hearings; the erroneous view of nature that results when the perspective of physics is extended into biology;”

Also… denken Sie nicht das ich hier übertreibe… das was ich aufgeführt habe verstehe ich als ein Minimum an Maßnahmen. Besser wäre  sich noch weit Abseits von Großstädten und Funkmasten zu wohnen – oder sich im Wohnungs- bzw Schalfbereich von Apartments in Städten um eine effektive Abschirmung von elektromagnetischen Feldern zu bemühen…

Letzte Gedanken

Eines ist jedoch für mich klarer Fakt – und das Drückt auch (der durchaus kontroverse) Dr. Jack Kruse [9] aus: Unsere Umwelt hat sich in den letzten 20 Jahren mit der Einführung von WLAN und starken Verbreitung und Nutzung der Mobiltelefonie (inkl. Sendemasten) dramatisch verändert. Der zelluläre Stress, der durch die neuen Umfeld- und Lebensbedingungen in Hinblick auf EM & Co. ausgelöst wird, wird nicht ohne Langzeitfolgen bleiben. Einiges zeichnet sich ja in Hinblick auf Autoimmunkrankheitem, AHDS & Co. bereits ab. Woran es genau ursächlich im Einzelfall lag – werden wir sicher nie klären können, da die Gründe wie oft Multikausal sind. Besser wird es jedoch kaum werden…

 


Quellen

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