Fluor behindert die Jodaufnahme & Co….

Zahnpaste und Fluor – Wie gut? Wie schlecht? Bildquelle: Wikipedia, Lizenz: CC-BY SA 3.0

Fluor? Ist das nicht das, was gut für die Zähne sein soll?

Ja, so wird es uns gesagt – aber das ist mal wieder ein sehr eingeschränkter (Tunnel-)Blick, weil andere Effekte von Fluor im Körper dabei ignoriert werden. Denn was dabei nicht gesagt wird ist, das Fluor u.a. auch die Aufnahme von Jod behindert – denn Jod und Fluor gehören beide zur Gruppe der Halogene (wie auch Brom). Der Wahnsinn im Quadrat ist dann Jodsalz mit Fluor….

Ganz am Ende des Beitrages gibt es dann noch einen Nachschlag – also warum Fluor nicht nur Auswirkungen auf unser Hormonsystem, sondern auch noch auf den Zell-Metabolismus – und damit unsere Energieproduktion hat.

Fluor beeinflusst die Schilddrüse und den Jodhaushalt!

Ich hatte ja schon einiges zu Jod geschrieben und dort dann auch kurz Fluor erwähnt. Nun habe noch noch eine Studie gefunden die sich das mal mit dem Fluor und den Jod, den Zähnen und der Schilddrüse gemeinsam angeschaut hat. Daraus [1]:

“Fluoride and iodine are both halogens. The fluoride, the negative ion of the element fluorine easily displaces iodine in the body because it is much lighter and therefore more reactive. In fact the activity of any one of the halogens is inversely proportion to its atomic weight. In other words, one halogen can displace another one of a higher atomic weight but cannot displace one of lower weight thereby, results fluoride- thyroid-iodine antagonism which in turn lead to interference with iodine uptake. The fluoride is a universal G-protein activator/inhibitor. The stimulation of certain G-proteins occurs due to the toxic effects of fluoride, which has the effects of switching off the uptake into the cell of the active thyroid hormone. The thyroid control mechanism is compromised. The TSH output from pituitary gland is inhibited by fluoride, thus reducing thyroid output from thyroid glands. Fluoride competes for the receptor sites on the thyroid gland which respond to TSH; so that this hormone reaches the thyroid gland and so fewer hormone is manufactured (Wilson and DeEds ; Susheela et al. ).”

Was steht da? Letztendlich das Fluor das Jod verdrängt und durch seine toxischen Eigenschaften indirekt (als G-Protein Aktivator) in den Schilddrüsen-Kontrollmechanismus  eingreift und weniger Schilddrüsenhormone produziert werden.

Wie viel Fluor ist in der Zahnpasta?

Nach der DGE sollen ja 200ug/Tag Jod zugeführt werden. Soweit so gut. In Zahnpasta sind jedoch bis zu 1500ppm Fluor anzutreffen. 1500ppm? Das sind 1500ug (1,5mg) Fluor pro 1g Zahnpasta! In speziellem Zahngel sind sogar bis zu 12500ppm enthalten, also 12,5mg Fluor pro 1g Gel. Wie viel davon wird verschluckt und/oder über die Mundschleimhäute aufgenommen? Ich wundere mich nicht, das immer mehr Menschen Schilddrüsenprobleme im Jod-Mangelland Deutschland haben…

Was bedeutet das jetzt?

Was sind die schädlichen Mengen Fluor über die wir sprechen? Nach diesem Artikel in Referenz auf das US National Research Council (NRC) [4] sind dies:

Altered thyroid function is associated with fluoride intakes as low as 0.05-0.1 mg fluoride per kilogram body weight per day (mg/kg/day), or 0.03 mg/kg/day with iodine deficiency.”

Bei einem Erwachsenen mit 70kg ist (nach der Studie) das kritische Maß bei 3.5mg Fluor/Tag erreicht. Bei Schilddrüsenproblemen schon bei 700ug (bzw. weniger – siehe Originalstudie). Wo ist das Problem? Durch die normale Nahrung bekommen wir auch auf natürlichem Wege eine Fluor-Grundlast. Mittels fluorodiertem Salz und Zahnpasta werden dann wohl möglich die problematischen Werte überschritten.

Wie sich das mit den verschiedenen Fluorvarianten (u.a. Aminfluorid in bekannten Zahnpastas) und Ihrer Aufnahme über die Mundschleimhaut verhält – das habe ich leider auch in einer ausgedehnten Suche nicht heraus finden können. Einzig eine Studie [5] die nahe legt, das die (unerwünschte) Aufnahme von Fluor deutlich von der Art der Mundspülung abhängt. Daraus:

“The degrees of F absorption after one long-lasting water rinse (B) were 7.6 +/- 4.2% and with no water rinse after toothbrushing (C) 23.8 +/- 13.5%, respectively.”

Also so zwischen um 7,5% Fluor bei wirklich richtigem (und langem) Spülen und bis zu 40% Fluoraufnahme wenn nicht gespült (bzw. nur ausgespuckt) wird. Wie spülen Sie? Wie spült Ihr Kind?

Weitere Studien, die ich gefunden hatte, fokussieren sich primär auf die positiven Effekte in Bezug auf die Mineralisierung der Zähne – jedoch nicht auf die toxikologischen Auswirkungen, u.a. die Intelligenzentwicklung, den Hormonhaushalt und die Schilddrüse.

Noch ein Nachschlag gefällig?

Jetzt wird es noch mal krasser – aus einer Anleitung zur Verwendung und Dosierung eines Fluor-Zahngels:

In der Miniplastschiene ca. 3 g ***** Zahngel, entsprechend ca. 37,5 mg Fluorid

Im Löffelapplikator bis zu 8 g ***** Zahngel, entsprechend bis zu 100 mg Fluorid. Die Löffelapplikation ist ab dem 8. Lebensjahr angezeigt.

Mit der stumpfen Kanüle aus einer gefüllten Einmalspritze auf die Kauflächen und in die Interdentalräume applizieren (0,5 bis 1 g **** Zahngel, entsprechend 6,25 bis 12,5 mg Fluorid).

Wie viel von dem Fluor wird dann sogar direkt verschluckt bzw. Transdermal über die Mundschleimhaut aufgenommen? Das möchte ich gar nicht wissen… selbst wenn es nur 10% sind, dann sprechen wir hier über ca. 3-10 mg Fluor bei den erstgenannten Applikationen – weil ja die Schienen und Applikatoren meist mehrere Stunden im Mund bleiben.

Fluor und Krebs – was könnte ein Wirkungsmechanismus sein?

Der ehemalige Zahnarzt und Neurochirurg Dr. Jack Kruse bei Min 10:05 zu der Wirkung von Fluor [7]:

“Fluoride does not cause cancer – it has a high dielectric point that blocks water semi-conduction – and if you block water semi-conduction then you can not make energy efficiently – when you can not make energy efficiently it ruins cell signalling – and thats what causes cancer – its called a proximate cause effect”.

In einem weiteren Beitrag von Ihm führt er dann die Details aus. Hier nur ein paar Ausschnitte:

“The dipole nature and propensity for hydrogen bonding is why water has an unusually high dielectric constant of 78 at room temperature. Fluoride lowers this number.”

und weiter:

“When water is inside a cell, its dielectric constant varies over a large range and seems to be controlled by the specific ratio’s of ROS/RNS signals released from the cytochromes in mitochondria. This links it directly to its ability to affect the light polarization within the cell photoelectrically. Fluoride is a dielectric blocker in cell water and is associated with calcium efflux in the pineal gland because it discharges voltages that can be stored in water’s hydrogen bonding network in CSF.”

und:

“A dielectric blocker, like fluoride, discharges the DC current that is normally stored in cell water and the extracellular water around cells. In this way, fluoride, lessens the battery capacity of water.”

Alles klar? Mir noch nicht ganz. Soweit ich es verstehe hat es mit der Energieproduktion in unseren Mitochondrien zu tun, in welchen Fluor die Leitfähigkeit von Wasser stark senkt – und somit die Effizienz negativ beeinflusst. Insofern ist es nicht die Toxizität als Stoff der das Problem darstellt – sondern die Toxizität im Sinne der Verminderung der Energieproduktion (ATP) und den daraus entstehenden Nebeneffekten (… Krankheit & Tod und so).

Etwas Abhilfe? Kurkuma!

Zum Schluss noch was positives: Aus einer Studie über die positiven Effekte von Kurkuma: “Curcumin attenuates neurotoxicity induced by fluoride: An in vivo evidence” [8], welche in einem Artikel über die Schädlichkeit von Fluor verklink ist auf den Dr. Kruse hinweist, möchte ich nur zwei Zitate anführen:

“Our study thus demonstrate that daily single dose of 120 ppm F result in highly significant increases in the LPO [lipid peroxidation, i.e. brain rancidity] as well as neurodegenerative changes in neuron cell bodies of selected hippocampal regions,”

also das nur 120ug Fluor ausreichen im die Fettsäureoxidation hoch signifikant zu erhöhen und neurodegenerative Veränderungen in Neuronen zu bewirken, sowie:

“Supplementation with curcumin significantly reduce the toxic effect of F to near normal level by augmenting the antioxidant defense through its scavenging property and provide an evidence of having therapeutic role against oxidative stress mediated neurodegeneration.”

Also das Kurkuma die negativen Effekte von Fluor signifikant reduziere.

Fazit?

Am Ende schließt auch die eingangs erwähnte Studie [1] mit:

“The results of this study question the validity of the fluoridation of drinking water, milk, fruit juices, and salt by public health authorities and also the step taken to prevent ill effects of excess fluorine and iodine deficiencies in endemic fluorosis areas.

Also 1:1 mit meinen Überlegungen. Aber das verwundert nicht – wurde doch bis in die 1970er Fluor zur Behandlung von Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt, wobei Dosen um 2-3 mg/Tag deutliche Effekte erzielt haben. Aber auch andere Forschungsergebnisse stützten dies [2] und wenn es denn nur das wäre… für die (Intelligenz-)entwicklung von Kindern ist Fluor auch nicht gerade förderlich [3]. Eine ganz neue Studie aus 2017 vertieft die Diskussion der toxischen Effekte von Fluor und schliesst im Fazit damit, das ein Mangel an Fluor nicht das Problem schlechter Zähne & Co. sei. So könne Fluor eine fortgeschrittene Karies nicht heilen und die Sicherheit von Fluor sei gering. Bei Kindern käme es zudem oft zum verschlucken von Fluor haltiger Zahnpasta, da diese meist aromatisiert sei [9]. Nicht gut… und wer noch viel mehr zu Fluor wissen möchte, dem empfehle ich einen sehr langen Artikel von Gary Null [10].

So wird mir langsam transparent, warum für einige Menschen wohl relative hohe Joddosierungen relevant sind… Ich schließe da auf eine hohe Belastung an im Körper vorhandenem Fluor (und Brom), was die Aufnahme von Jod hemmt. Und wenn der Großteil der Bevölkerung zwei mal täglich über Zahnpasta & Co. noch neue Mengen an Fluor zugeführt – dann ist es für mich (gar) kein Wunder, das es im Jodmangel-Land Deutschland so viele Erkrankungen der Schilddrüsen gibt.

Aber Hauptsache die Zähne sind in Ordnung! 😉 Wobei es hier auch sehr verschiedene Meinungen gibt – also worin die Ursache für Probleme mit der Mineralisierung von Zähnen & der Parodontose begründet liegen. Ich sagen nur: CalciumVitamin D3 + K2 ggf. Bor sowie generelle Gesundheit des Magen- und Darmtraktes [6]!

Guten Appetit!


Quellen:

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