Jod supplementieren – und wenn wie?

Jod

Jod als Element. Bild Lizenzsiert unter CC BY SA 2.5

Deutschland ist immer noch ein Jodmangelgebiet [1]. Da Jod zu den lebensnotwendigen Spurenelementen zählt und vom Organismus nicht selbst gebildet werden kann, muss es regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden.

Im verlinkten BfR Artikel wird ein Wert von 60-120µg/Tag als minimaler Referenzwert der WHO angegeben. Nach DGE [2] sollten es 200µg/Tag als sicherer Wert sein, da es auch Substanzen (weiter unten dazu mehr) gibt, die die Jodaufnahme behindern. Hingegen werden nach der WHO bei einer durchschnittlichen Ernährung in Deutschland nur ca. 60µg/Tag zugeführt wenn kein extra Jod supplementiert wird.

Wer sich nun pflanzlich & vollwertig ernährt, nicht jodiert, ‘zusaltzt’ und/oder kaum oder keine (Jod-) salzhaltigen (verarbeiten) Produkte verzehrt (z.B. Brot und Fertiggerichte) oder dabei auf Produkte ausweicht die kein jodiertes Salz verwenden (z.B. nicht jodiertes Stein-, Himalaja- oder Meersalz) – der kann in Deutschland durchaus einen Jodmangel entwickeln.

Nach vielen klassischen Empfehlungen soll Jod über jodiertes Salz (mittels Kaliumjodat, ca. 15-25µg pro g [3]), Milchprodukte (Anm.: Jod wird dort zur Reinigung eingesetzt – die Reste landen in der Milch) oder Fisch zugeführt werden. Für sich (vorwiegend) pflanzlich ernährenden Menschen sind Milchprodukte (zu viele gesättigte Fette, IGF-1 -> Krebs fördernd, dekalzifizierend -> Osteoporose, Dioxine & PCB’s, allergiefördernd, etc.) meist keine sinnvollen Alternative. So bieten sich dann nur noch (begrenzt) Fisch und/oder Meeresalgen oder NEM an – später im Text mehr dazu.

Gesundheitliche Auswirkungen eines Jodmangels?

Ein Jodmangel hat so viele gesundheitliche Auswirkungen – ich weiß da gar nicht wo ich anfangen sollte. Aus verschiedenen Quellen [13][17] deswegen nur einmal ein kleiner Überblick:

  • Kropfbildung, Knoten in der Schilddrüse, Schilddrüsen- und Brustkrebs.
  • In Bezug auf die Schwangerschaft und bei Neugeborenen:
    • Erhöhte Kindersterblichkeit (Fehl- und Totgeburten),
    • Kretinismus, Entwicklungsstörungen,
    • Einfluss auf den IQ der Kinder (ca. 7-13,5 Punkte weniger).
  • Auswirkungen auf den Stoffwechsel, Gewichtszunahme, häufiges Frieren (auch in warmer Umgebung), eher erniedrigte Körpertemperatur, Plus unter 65 Schlägen in der Minute, niedriger Blutdruck
  • Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Depressionen.
  • Libidoverlust, trockene Haut.
  • etc.

Das ist jedoch nicht alles – die Schilddrüsenhormone interagieren mit ganz vielen anderen Bereichen und Dingen im menschlichen Organismus.

Jodmangel erkennen

Klassisch hat sich ein Jodmangel mittels eines Kropfes (unnatürliche Vergrößerung der Schilddrüse) physisch geäußert. So lange sollte man aber nicht warten. Im großen Blutbild wird im allgemeinen der so genannte TSH-Basal [4] (auch Thyreotropin) Wert gemessen. Dieses Hormon wird von der Hirnanhangdrüse produziert und regelt dann die Produktion von T4 (Thyroxin) in der Schilddrüse (aus Jod und dem Protein Tyrosin), was dann noch zu T3 (Trijodthyronin) umgebastelt wird und dabei Enzym Dejodase benötigt, was abhängig ist von genug Selen [5].

Im allgemeinen wird nur der TSH-Wert bestimmt (Norm- bzw. Referenzwert 0,4 bis 2,5 oder teilweise auch 4,0 µU/L) und wenn dieser von der Norm abweicht dann auch unbedingt auf das freie T4 und T3 (fT3 und fT4) geschaut werden, zumindest aber fT3. Ist der TSH-Wert hoch kann das auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen – denn hier soll die Schilddrüse mehr T4 produzieren. Ist der TSH Wert sehr niedrig, kann dieses auf eine Überfunktion der Schilddrüse hindeuten.

Nun kann auch bei einem TSH Wert innerhalb der Norm trotzdem ein Problem mit den T3 und T4 Werten vorliegen (z.B. Autoimunerkrankung, fehlender Co-Faktor, etc. pp) – denn nur die ‘freien’ Hormonwerte fT3 und fT4 sagen was wirklich Sache mit dem Schilddrüsenhormonen (im Blut) ist. TSH ist quasi das Gaspedal – aber ob der Motor den Wunsch des Gaspedals annimmt und auch in Geschwindigkeit umsetzten kann erfährt man nur wenn man die Drehzahl und die reale Geschwindigkeit auf der Straße misst – eben fT4 und fT3. Sind diese Werte zu niedrig, dann ist das ein Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion (u.a. Jodmangel) – sind Sie zu hoch weißt dieses auf eine Überfunktion hin (ggf. auch Morbus Basedow). Ist fT4 o.k. aber fT3 zu niedrig, dann deutet dieses auf ein Problem mit dem Enzym Dejodase hin.

Schilddrüse & Cofaktoren

Schilddrüse & Cofaktoren. Quelle: [6]

Schilddrüse – Von Co-Faktoren & Co.

Damit das vorgenannte mit der Dejodase funktioniert – also die Wandlung von T4 in T3 – braucht es noch Co-Faktoren wie z.B. die Spurenelemente Seelen und Zink, denn Jod ist also nur ein (sehr wichtiger) Faktor für die Schilddrüsenfunktion! Welche anderen Faktoren eine Rolle spielen gibt die nebenstehende Grafik an.

Wer also ganz konkrete Schilddrüsenprobleme hat, sollte neben TSH, fT3 und (ggf. fT4 und rT3) auch mal seinen Eisen (Ferritin), Zink, Selen und (als Veganer) optional den Vitamin A Status untersuchen lassen bzw. mal zum Cronometer greifen. Eisen ist dabei ein chronischer Kandidat bei Frauen – und ohne Eisen läuft nix (zu viel ist jedoch auch nicht gut). Da Kupfer und Zink Antagonisten sind sollte bei einer Supplementation mit Zink (bei >=20mg/Tag) auch der Kupfer-Status im Blut bestimmt werden und ggf. vorsichtig (bei niedrigen Kupfer-Wert) mit ca. 2 mg Kupfer pro 20-30 mg Zink ergänzt werden. Vorsichtig deswegen, weil zu viel Kupfer (wie auch Eisen) auch nicht gut ist (Pro-Oxidativ).

Interessant fand ich auch noch einen Artikel [24] der auf die Wichtigkeit von Vitamin A (Retinol, nicht Beta-Karotin) hingewiesen hatte – in einem Kontext, den ich so noch nicht gelesen hatte für den ich dann auch noch Bestätigung bei Pubmed fand [25]: Das Problen nach dem ersten Artikel [24]:

“If the thyroid is underactive, it can’t properly convert beta-carotene into vitamin A. Carotene may accumulate in the body, preventing the formation of the hormone progesterone, which is essential for thyroid function. On the flipside, lack of vitamin A inhibits the production of TSH from the pituitary. The cells that release TSH degenerate with insufficient vitamin A. Lack of vitamin A also reduces thyroid ability to absorb iodine.”

Wenn die Schilddrüse (SD) nicht gut funktioniert, dann klappts wohl nicht mit der Umwandlung von Beta-Carotin in Vitamin A (Retinol) und Carotinide akkumulieren sich im Körper und reduzieren die Fähigkeit Progesteron zu bilden – was ebenfalls wichtig für die SD ist. Ein zu wenig an Vitamin A verringert dann jedoch die Bildung von TSH und die Fähigkeit der SD Jod zu absorbieren – so gesehen ein Teufelskreislauf der bei sich primär pflanzlich ernährenden Menschen durchaus zuschlagen könnte. Bei Selfhacked.com [26] gibt es dann noch eine genauere Erklärung bez. einiger biochemischer Abläufe.

Tip: Viel Tiefer in Testung der Blutwerte und der Supplementierung in Richtung Unterstützung der SD geht dann das SD-Protokoll von Life Extension Foundation [7].

Goitrogene Substanzen

Das Wort kommt von ‘Goiter’ – also Kropf auf englisch. Es bezeichnet Substanzen die die Funktion der Schilddrüse unterdrücken und z.B. in Kohlgemüsen (u.a. Kohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi) sowie in Rettich, Soja und Erdnüssen vorhanden sind. Aber auch Nitrat und Rauchen sind Risikofaktoren – neben anderen (‘unguten’) Halogenen wie Brom, Fluor und Chlor, welche mit Jod um die Resorption konkurrieren [8]. Deswegen ist auch fluoridiertes Jod-Salz ziemlich Unsinn – dann konkurriert das zweifelhafte Fluor noch mit dem (bisschen) Jod um die Aufnahme bzw. behindert diese. Das gleiche gilt auch für fluorhaltige Zahnpasta, bei der bis zu 1500ppm erlaubt sind – also 1,5mg Fluor pro 1g Zahnpasta! Das Fluor die Schilddrüsenaktivität senkt ist dabei altbekannt [9] – wurde es doch früher als Mittel gegen die Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt.

Wer (starke) Probleme mit einer Unterfunktion hat, sollte hier ggf. ein Auge drauf werfen und z.B. Kohlgemüse generell kochen und/oder nicht (im Übermaß) Roh verzehren. Denn Hitze (Kochen) soll die goitrogenen Substanzen deutlich reduzieren. Dieses Video von Nutritionfacts.org gibt an, das bei einem Verzehr auch von rohen Kohlgemüsen (in “normalen” Mengen) keine großen Gefahren ausgehen sollten. Wer aber Probleme mit der Schilddrüse bzw. den T3/T4 Werten hat sollte hier ggf. den Rohverzehr erst einmal einschränken, schauen was passiert und dann weiter handeln.

Ach ja, Nitrat (u.a. in belastetem Trinkwasser, roten Rüben, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Spinat, Mangold und stark gedüngten bzw. Nährlösungs-Salat und insb. Ruccola aus dem konventionellen Bereich) hemmt ebenfalls die Aufnahme von Jod. Hier noch ein Überblick zu Nitratbelastungen [10]. Die Vermeidung von gechlortem Trinkwasser versteht sich von selber – das ist in Deutschland hingegen in der Regel selten ein Problem. Das alles sollte jedoch im Normalfall alles nicht ‘die’ Rolle spielen – kann jedoch für Menschen mit sehr ernsthaften Schilddrüsenproblemen hilfreich sein.

Hashimoto – Liegts nur am Jod?

Im Kontext von Hashimoto verweise ich auf die Buchkritik ‘Jod – Schlüssel zur Gesundheit’ hier im Blog. Wer genau ließt, der wird ggf. mitnehmen das die meisten (bzw. viele) angeblich Hashimoto-Diagnostizierten den Autoren nach eher unter einem eklatanten Jodmangel leiden dürften (solange die Schilddrüse noch nicht zerstört ist). Diese Analyse wird auch von Ortomonekularmediziner Herrn Dr. Volkmann geteilt, welcher hier (min 67:20) angibt, das er bisher keinen (angeblichen) Hashimotopatienten “länger als ein Jahr behandelt hat” – mit Jod. Danach hatten diese kein (angebliches) Hashimoto mehr – denn eine richtige Schilddrüsen-Diagnostik zu bekommen ist wohl auch nicht so einfach…

Weiterhin – und darauf geht nicht einmal das Jod-Buch ein – steht unser gesamtes Hormonsystem unter dem Einfluss und der täglichen Belastung von so genannten ‘Endokrinsystem-Disruptoren’. Dies sind Stoffe die unser Hormonsystem stark (negativ) beeinflussen – insbesondere (aber nicht nur) Weichmacher wie Bisphenol A (BPA) und Phatalate aus verschiedensten Plastik. Ganz stark betroffen in Bezug auf Plastik sind hier dann säure– und insb. fetthaltige & flüssige Nahrungsmittel die in Plastik verpackt sind, z.B. Suppen in Dosen, Milch in Tetra-Paks, Sahne, Jogurt, etc. in Plastikbechern, Käse & Wurst in Plastikverpackung, Tomaten in Dosen mit Plastikbeschichtung, Mineralwasser (Kohlensäure!) & Säfte (Fruchtsäure!) in Plasteflaschen, Tupper & Co., etc. pp.

Und je mehr ich mich jedenfalls mit dem Thema beschäftigt habe beschleicht mich der Verdacht, das gerade die das Hormonsystem störenden Weichmacher aus dem Plastik & Co. auch eine größere Rolle bei den vielen (vermeintlichen) Hashimoto-Diagnosen spielen könnte + natürlich das viele Menschen einen effektiven Jod- aber auch Selen-Mangel haben dürften.  Bei ‘Frau’ kommt dann ja noch die Pille dazu… die ‘Östrogenbombe’ mit vielen (Langzeit-)Nebenwirkungen… (Siehe auch das Video von D. Knebel dazu – unten in den Links)

‘Aber das L-Thyroxin wirkt doch!’ – mögen hier einige anmerken wollen. Das oben genannte Buch gibt jedoch zu bedenken, das es eher das Kaliumjodid in der L-Thyroxin Medikation ist, was hilft. Weiterhin beseitigt die Medikation nicht einen ggf. vorliegenden Selen, Zink oder Eisenmangel. Und ohne Selen keine Dejodase und keine Umwandlung von T4 nach T3… Wer mehr wissen möchte schaut sich ggf. den ‘Flowgrade Video-Podcast’ mit D. Knebel an, der ganz unten verlinkt ist – es lohnt sich!

Jodverlust über Schweiß und die Auswirkung von blauem Licht (LED & Co.)

Nach Dr. Jack Kruse ist blaues Kunstlicht, das auf die Schilddrüse bzw. den ganzen Körper trift nicht vorteilhaft für Hashimoto bzw. kann dieses Symptom-Bild (seiner Meinung nach) auch auslösen. Er führt in einem anderen Blogpost aus:

Light controlled organs: uterus, … thyroid…., parathyroid glands, pituitary, and pineal glands all undergo blue light stress because all of them contain strong blue light chromophores and this is why oncogenesis in these organs is always associated with low melatonin levels and low vitamin D3 levels.”

Blaulicht (Monitor, Smartphone, TV, LED-Licht, etc.) als zusätzliche Ursache für Schilddrüsen- (und andere) Probleme. Niedrige Melatonin- und D3-Spiegel sind dann nur zusätzliche Symptome… und wie lange gibt es das exzessive Blaulicht? Und seit wann haben so viele Menschen Probleme mit Hashimoto und Schilddrüse? Lest mal meine Artikel zu Blaulicht, jedoch auch Mobilfunk & Co.

Aber auch über das Schwitzen verlieren wir Menschen nicht nur Salz – sondern auch Jod. Der Autor des Buches ‘The Salt Fix’ [16] weißt darauf hin, das z.B. Sportler, die 3-5 Liter Flüssigkeit in Form von Schweiß verlieren, auch zwischen 111 und 185 µg Jod ausscheiden. Zusammen mit den Verlusten über den Urin können so Gesamtverluste von 195-270 µg Jod auftreten – mehr als die täglich empfohlene Zufuhr… (Seite 132). Dies sollte dann sicher auch für Saunabesuche & Co. beachtet werden – inkl. einer entsprechenden Natriumzufuhr um Verluste auszugleichen.

Jod – nur in der Schilddrüse?

Die Schilddrüse ist bei der ganzen Geschichte nur ein Organ das Jod benötigt – und dabei wohl nicht einmal das mit der größten Jod-Einlagerung im Körper. Einer Präsentation von MD J. Flechas in Bezug auf Abraham, G.E. [11] nach sieht es so aus folgend aus –  1500 mg verteilen sich auf folgende Organe:

  • 35 % Jod für das Körperfett
  • 32% Jod für die Muskeln
  • 20% Jod für die Haut
  • 2% Jod für die Schilddrüse!

Ein Jodmangel hat also weitreichende Folgen – und die Unterfunktion der Schilddrüse (als Anzeichen eines Jodmangels) sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Jod Supplementieren? – wie?

Eine Supplementation ist z.B. mit Kaliumjodit-Tabletten möglich und wird z.B. bei schwangeren Frauen oft empfohlen. Diese Möglichkeit scheidet für viele (u.a. mich) aber aus – außerdem liefert diese Art der Supplementierung kein elementares Jod. Wer auf natürliche Quellen zurückgreifen möchte, der kann dieses z.B. über Meeresalgen tun, wie es z.B. die Japaner machen. Dies u.a. auch , da Jod in den Algen mit Aminochelaten vorliegt was wohl die natürliche Aufnahme begünstigt. Auch enthalten Algen elementares Jod sowie Jodid.

Bei den Algen ist aber der teils extrem unterschiedliche Jodgehalt der einzelnen Arten zu beachten. Weiterhin unterscheidet sich der Jodgehalt der Algen nach Wachstumsort und Jahreszeit der Ernte. So hat z.B. Kelp bis zu 8mg Jod pro Gramm Algen, so das man bei Supplementierung von z.B. 200µg/Tag (die DGE-Empfehlung) eine digitale Feinwage benötigt bzw. Kelp sich eher für die Abfüllung in Kapseln eignet. Besser zu dosierende Alternativen sind z.B. Wakame bei denen die Jodkonzentration deutlich geringer ist als bei Kelp (100-200µg/g – siehe unten stehende Tabelle, wobei es auch weniger sein kann -> 42µg/g Algen [12]). Da hier andere Mengen verzehr werden müssen, sollte man die Algen vor Großbestellungen ausprobieren – nicht alle mögen Algen essen. Eine sehr gute Übersicht zu den Algen gibt es in einem Video von Nutritionfacts.org – Avoiding Iodine Deficiency, wobei auch erwähnt wird, das die WHO das sichere obere Limit für Jod mit 1mg/Tag angibt – also 5 mal so viel wie die DGE Empfehlung für die empfohlene (mindest-)Zufuhr an Jod.

Hier habe ich dann noch eine andere Tabelle zu Jod in den Algen gefunden. Leider gibt es keine Quellenangabe, die Zahlen scheinen grob mit den anderen Angaben und denen auf Nutritionfacts zu harmonieren. Auf jeden Fall sieht man, das die Werte in den Algen sehr stark variieren können:

Algenart

Jodgehalt (grobe Orientierungswerte)
[mg/100 g getrocknete Algen]

Nori
Dulse
Meeresspaghetti
Meeressalat
Wakame
Hijiki
Arame
Kombu (Kelp)

5 – 8
8
15
25
10 – 20
30 – 50
60 – 80
100 – 500

Zu guter letzt bieten sich auch noch viele Fischsorten an um Jod zu supplementieren. Dabei hat Fisch auch in Hinblick auf Omega3-Fette (EPA/DHA) und einige Proteine viele Vorteile, welche andere Fleischsorten (z.B. Huhn, Rind oder Schwein) nicht haben.

Welche Dosis? Und welche Risiken?

Das ist die Frage bei Jod. Auch im Buch ‘Jod – Schlüssel zur Gesundheit’ kommt genau diese Frage immer wieder auf. Grundsätzlich wird in vielen Artikeln spekuliert, das die Empfohlenen 150 bzw. 200 µg (DGE und FDA) wohl gerade die Menge sind, bei welcher es keinen Kropf mehr gibt.

Ist diese Menge jedoch ausreichend und insbesondere optimal? Jod wird ja noch an vielen anderen Stellen des Körpers gebraucht, wie z.B. den Drüsengeweben – und nicht nur in der Schilddrüse. Zudem wirken sich auf den Jodverbrauch noch anderen Faktoren aus, wie: Alter, Schwangerschaft, Sport, Ernährung, Umweltbelastung, etc. pp. So haben wohl viele Mädchen genau in der Pubertät Schilddrüsenprobleme – weil die Brüste (Drüsengewebe!) sich hier entwickeln und dort dann sehr viel Jod benötigen (das oben genannte Buch vertieft diese Aspekte).

Zu den empfohlenen 200 µg/Tag

So wie ich die Aussagen im Jod-Buch und andere Quellen verstehe sind die 200 µg/Tag also wirklich das unterste Maß an Jod was in der Regel & von gesunden Erwachsenen Menschen zugeführt werden sollte – und nicht eine Menge, welche (ggf. individuell) optimal ist und in keiner Weise eine Menge, welche vorherige Mangelzustände beheben könnte. So gibt das oben genannte Jod-Buch oft Japan, wo die tägliche Aufnahme von Jod nach im Bereich von 1-13 mg (Milligramm, nicht Mikrogramm!) liegen soll – leider ohne Referenz. Das 13 oder auch nur 5 mg pro Tag auf die Dauer gut sind – das bezweifele ich sehr, sehr stark. Das Linus Pauling Institut (LPI) gibt denn auch maximal 3 mg an und weißt darauf hin, das es in Japan angesichts der hohen Dosen aus Algen auch Schilddrüsenerkrankungen gibt (jedoch nicht wie viele im Vergleich zu DE oder den USA) [13]. Ich selber konnte nur 1-3mg/Tag für Japan in einer PubMed Recherche validieren [18]. Ob dann jedoch bis zu 3 mg/ Tag dann auf die Dauer noch gesund sind – ist eine andere (und offene) Frage.

Was sind die Höchstmengen – wo wird es Kritisch?

Leider wird es bei den ‘offiziell’ empfohlenen Höchstmengen dann generell dünn. Ich konnte keine Empfehlung dafür finden – selbst das Jod-Buch nennt dahingehend nichts und auch DGE und FDA schweigen sich dazu aus – alles nur ‘mindest’ – nie ‘optimal’ und kaum ‘maximal’. Im Jod-Buch wird dann noch die National Academy of Medicine in den USA angegeben, welche als (dauerhafte) Tageshöchstdosis für Erwachsene ca. 1,1 mg nennt – also ca. 5-6 mal mehr als die DGE Mindestempfehlung. Heilpraktiker Gräber weißt ebenfalls auf die (empfohlene) Höchstmenge von 1 mg/Tag (WHO) hin – und speziell auch auf die Risiken einer Überdosierung insb. von elementarem Jod (u.a. Lugolsche Lösung) [14]. Das LPI schließt sich den Höchstmengen von 1,1 mg an – verweist zudem darauf, das auch schon deutlich geringere Dosen Probleme bereiten können, nicht jedoch ob dies auch für Menschen mit gesunder SD gilt.

In einem Artikel von Don Bennet zu Jod [20] wird die Dosierung auch nicht geklärt. Bennet weißt jedoch in einem zusätzlichen Post [19] darauf hin, das die Menge an Jod, die zugeführt werden kann, soll oder darf! absolut individuell ist. Vor einer Gabe über den Empfehlungen sollte nach seiner Ansicht auf jeden Fall mit einem Arzt der Status der Schilddrüse (Blutwerte, Knoten, etc. pp) geklärt werden. Ins gleiche Horn bläst J. Cohen von der Webseite Selfhacked.com [21] – er schreibt das mehr als 400 µg Jod (pro Tag) Problematisch sein können und empfiehlt so höchstens 400 µg Jod zusammen mit min. 50 µg Selen einzunehmen. Dies, da zu viel Jod die Immunantwort verstärkt (Th1 & Th17), was zu höheren Entzündungswerten und in Folge Autoimmunproblemen führen kann. Cohen schließt dann im Artikel das bei niedrigem T3-Wert auch Chrom, Zink, Eisen, Kupfer, Vitamin A und die B-Vitamine 2, 6 und 12 wichtig sind.

Einen sehr ausführlichen Artikel zu den Vor- und Nachteilen von hohen Jodgaben findet man dann noch bei der Weston A. Price Foundation (WPF) [22]. Einige Auszüge davon habe ich in meinem Blogpost über das Jod-Buch von Hoffman in der Kritik aufgeführt. Auch dieser Artikel legt nahe das es ja nach Person auch schon bei Jod-Dosen über 200 µg und unter 1 mg zu Problemen kommen kann und historisch (u.a. native Völker) 50-150 µg eine normale Tagesdosis waren (bzw. sind). Dosen von 1 mg/Tag könnten dann auch nur mit dem Verzehr von (jodhaltigen) Algen überschritten werden – etwas was eher wenige Menschen regelmäßig machen und wohl auch im historischen Kontext (abseits der Küstenregionen) eher die Ausnahme gewesen ist.

Eine aktuelle Studie aus 2016 [23] beobachtete bei Ratten die mit 100 bzw. 500 mal mehr Jod als normal über 30 bzw. 60 Tage gefüttert wurden Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsorgane, der Testosteron-Spiegels und mehr Bildung von Sauerstoffradikalen (ROS), etc. pp. – ebenfalls nicht gut. Zudem gibt es noch Youtube-Blogger, welche sich mit Jod-Hochdosis-Experimenten (Lugolsche Lösung im Milligramm-Bereich) veritable Probleme mit der Schilddrüse (u.a. Knoten) zugezogen haben. Jedoch hört man auch von Gynäkomastien und anderen Stoffwechsel- und Hormonhaushaltentgleisungen.

Was mache ich?

Ich selber nutze für die Jodversorgung (anstatt Jodsalz) am liebsten Wakame-Algen (von Algamar in BIO Qualität – welche aktuell mit 16mg Jod pro 100g Algen angegeben werden). Die aufgedruckte Verzehrempfehlung ist 1g pro Tag (~ 160ug). Algen sind dabei keine exakte Wissenschaft sondern ein Naturprodukt mit schwankendem Jodgehalt – wie auch alle anderen Pflanzen. Wakame Algen können leicht in Wasser eingeweicht (min. 10-15 min.) und dann z.B. zum Salat hinzugegeben werden.

Für die Reise nutze ich meist Kelp (Algen) als Pulver – weil es sehr kompakt ist. Alternativ gibt es auch Kelp in Kapselform für alle die den Geschmack nicht mögen. Wie auch bei den Wakamealgen sollte auf die Herkunft geachtet und ein Analysezertifikat bez. der Schwermetalle (insb. in Bezug auf Arsen) vom Hersteller bzw. Vertrieb angefordert werden. Ggf. steige ich wegen des Preisvorteils komplett auf Kelp um – mal schauen, denn Wakame finde ich sehr lecker für den Salat 🙂

Dann gibt es auch noch die Lugolsche Lösung, welche elementares Jod und Kaliumjodid enthält. Preislich und in Bezug auf eine mögliche Belastung der Algen mit Arsen, Schwermetallen & Co. ist das eine sehr interessante Alternative.

Aber Achtung!: selbst die 5% Lösung so hoch dosiert mit Jod, das ein Tropfen dann ca. 2,5mg elementares Jod und 3,75mg Jodid enthält. Die 5%-Lösung erscheint mir (wenn überhaupt!) etwas für eine gezielte Jod-Therapie unter ärztlicher Aufsicht. Teilweise ist auch eine 0,5%ige Lösung zu bekommen – bei welcher die Dosierung dann besser handhabbar würde (dann ca. 625ug Jod pro Tropfen) – aber immer noch recht hoch dosiert ist. Natürlich kann die 5%ige Lösung selber im Verhältnis von 1:10 oder besser 1:30 zur genaueren Dosierbarkeit verdünnt werden. Und: Falls es dann mal einen Reaktorunfall in der Nähe geben sollte, können so im Notfall auch ‘mal schnell’ 65 mg Jod zugeführt werden – wie es die Bundesministerium für Reaktorschutz [15] empfiehlt (meint: Falls man bei der Verteilung der offiziellen Tabletten leer ausgehen sollte…).

Praktischer Tip: Eigenes Jodsalz

Wem das alles zu kompliziert ist, der könnte sich auch sein eigenes Jodsalz machen: Einfach Stein- oder Himalajasalz entsprechend dem gewünschten Verhältnis (Anm.: bezogen auf die tägliche Salzaufnahme und die gewünschte Jodzufuhr) mit Kelp mischen. Fertig ist das eigene Jodsalz ohne komische Zusätze!

Wichtig: Die Mischung sollte jedoch den spezifischen Jodgehalt der Kelp-Charge und den individuellen Verzehr an Salz pro Tag berücksichtigen. Ein bisschen Dreisatz schadet hier nicht. Ein wichtiges Hilfsmittel ist hier genaue Wage mit Auflösung im Milligramm-Bereich.

Mein Fazit

Die Supplementierung von Jod bzw. der Algenkonsum sollte an die individuelle Ernährung angepasst sein. So nutze ich z.B. kein Jodsalz, ernähre mich vorwiegend Pflanzlich und esse faktisch keine verarbeiteten Produkte die (Jod-)Salz enthalten. Ich gehe davon aus, das ich auf natürlichem Wege nur ca. 60 µg Jod pro Tag (siehe die Eingangs erwähnte BfR/WHO Schätzung für Deutschland) zu mir nehme und entsprechend supplementieren sollte. Die 200 ug Jod/Tag im Schnitt zu erreichen ist für mich persönlich das tägliche Ziel. Ich achte jedoch auch darauf die 500µg pro Tag (Einzeldosis) in der Regel nicht zu überschreiten – bzw. baue dann auch Tage ohne zusätzliches Jod ein.

Jodsalz ist für mich jedoch keine sichere Quelle für die Jodversorgung. Wird Sie genutzt, so sollte das Salz am besten nach dem Kochen über die Speisen gegeben werden. Mit den max. empfohlenen 2-3 g / Kochsalz am Tag können (in Deutschland) jedoch in keiner Weise (insb. bei schwangeren) die empfohlenen 200 ug Jod/Tag erreicht werden – und auch dann nicht wenn einmal in der Woche möglichst jodhaltiger Fisch verzehrt wird. Eine Supplementierung mit Algen habe ich deswegen in meine Ernährung integriert. Eine (stark verdünnte!) Lugolsche Lösung wäre ggf. eine Option um genauer zu dosieren bzw. Geld gegenüber Wakame zu sparen.

Meine Erfahrungen nach 3,5 Jahren Algen…

sind, das es nicht nur Jod (und Selen) sein kann, was mit der SD-Funktion und den TSH/fT3/fT4 zusammenhängt. Ich supplementiere nun schon 3,5 Jahre moderat Jod in Form von Algen und Selen mit Paranüssen (kurzzeitig auch Selen als NEM). In all den Jahren haben sich meine SD-Werte nicht groß geändert.. außer das TSH tendenziell jedes Jahr ein ganz bisschen steigt. Die anderen Co-Faktoren, welche ich in diesem Artikel angeführt habe – sollten auch alle o.k. sein (außer ggf. richtiges Retinol / Vitamin A)– Letzteres nehme ich ja aufgrund der primär pflanzlichen Ernährung kaum zu mir. Bin ich ggf. ein schlechter Beta-Carotin nach Retinol Umwandler? Ist das mein spezifisches (genetisches) Limit? Ausweislich meiner Bluttests ist mein Vitamin A Spiegel (Retinol) o.k. Hängt es mit meinem Alter zusammen? Ich weiß es nicht.

So bin ich da etwas ratlos, denn vor ca. 8-10 Jahren waren meine SD-Werte besser und die Ernährung aus meiner heutigen Sicht deutlich suboptimaler. Was ich damit sagen möchte: Die SD-Werte hängen nicht nur mit Jod zusammen. Wenn die SD-Werte nicht besser werden, dann sollte meiner Ansicht nach nicht blind die Jod-Dosis erhöht werden – und ich habe mich da bisher klar zurückgehalten. Denn im Internet finden sich genug Menschen (und YouTube-Blogger), welche sich damit (Dosen >> 1 mg/Tag) keinen Gefallen getan haben.

Deswegen noch ein paar Tips

Die Dejodase (Schritt T4->T3) benötigt wie weiter oben beschrieben genug Selen – und da Deutschland auch ein Selen-Mangelgebiet ist, kann es sinnvoll sein auch hier nachzuhelfen und z.B. eine (oder max. 2 -> Radium!) Paranüss(e) am Tag zu essen bzw. mit Selen zu supplementieren. Mit was supplementiert werden könnte, steht im verlinkten Selen-Artikel.

Und auch die anderen Co-Faktoren wie Zink, Vitamin A (u.a. Möhren, Spinat, Kürbis, tierische Leber, …) und der Eisen-Status (u.a. Grünzeug, Getreide + Vitamin C zur Aufnahmesteigerung) sollten nicht vernachlässigt werden, wie auch das LPI betont. Genug Vitamin D versteht sich ja schon fast von selber und genug Vitamin E ist recht einfach über Walnüsse und/oder ein paar extra (24h gewässerte) Mandel zu beschaffen. Die B-Vitamine (2, 3, 6) gehen gut über Getreide, Hülsenfrüchte, Blatt- und Grünzeug sowie gekeimtes.

Wichtig für ein vernünftig funktionierendes (Schilddrüsen-)Hormonsystem sind auch die beiden Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin, welche u.a. über den Skikimisäureweg im menschlichen Darm (von Bakterien -> Mikrobiom gebildet werden). Ein gut funktionierender Darm bzw. eine ausreichende Zufuhr an Proteinen ist also auch wichtig.

Mit zu wenig Natrium (Salz) in der Nahrung tut man sich anscheinend auch keinen gefallen in Bezug auf Hormonsystem und die Schilddrüse – so zumindest mein aktueller Schluss in meinem Blog-Post zu Natrium.

Ach ja, ein dauerhaft hoher Kortisolspiegel ist Mist, weil weniger T4 wird in T3 und mehr T3 wird in das bremsende rT3 gewandelt wird. Was macht mehr Kortisol? U.a. den ganzen Tag und bis spät in die Nacht hinein Blaulicht aus den meisten Energiespar- und LED-Lampen sowie dem Hintergrundlicht der Displays (Monitor, Smartphone, Tablet, Fernseher, eBook-Reader mit Backlight, etc.).

Alles nicht so einfach mit der Schilddrüse und dem Jod, oder?


Weitere Links

Sehr gute bzw. interessante Videos

Quellen

5 Gedanken zu „Jod supplementieren – und wenn wie?

    • Die tägliche Jodzufuhr ist eine sehr individuelle Sache. Deswegen gibt es auch von keinem Arzt, Buch, etc. pp. das ich kenne eine Empfehlung mehr als die 200µg/Tag zuzuführen ohne vorher den Status der Schilddrüse (Blutwerte, Knoten, etc.) feststellen zu lassen. Ich persönlich achte darauf das ich die 200µg in jedem Falle erreiche. Die Tabellen mit den Näherungswerten für die Algen sollte eine Orientierung geben – ansonsten sollte der Jodgehalt auch auf der Algen-Charge stehen bzw. beim Hersteller in Erfahrung gebracht werden können.

  1. Also ich kapsel mir ein Algenpulver (Wildwuchs mit Siegel was auch immer das heißen mag) selbst ab. Komme dadurch auf ca. 1mg Jod pro Tag.
    Kostenpunkt ~10€ pro Jahr [Amazon-Link entfernt]

  2. Danke für den ausführlichen Artikel, habe vorher den von Don gelesen, finde diesen hier aber weit praxisnaher.

    Eine Frage stellt sich mir aber dennoch.

    Oft liest man, dass der Körper Jodit in elementares Jod umwandelt, da elementares Jod nicht in der Natur vor kommt, ausser evtl. in den besagten Algen. Andere Quellen behaupten, der Körper könne dies nicht. Was ist nun aus wissenschaflticher Sicht korrekt?

    Denn, wenn in der Natur hauptsächlich Kaliumjodit vorkommt, wie es auch im Jodsalz vorkommt, warum empfiehlt dann keiner Kaliumjodit-Tabletten? Die gibt es doch in der besten Dosis 100 od 200ug / Tablette von bsp. Ratiopharm für ca. 2 Euro? Ich meide normalerweise Tabletten wie die Pest, aber ich möchte auch ungerne Algen mit Schwermetallen etc. zu mir nehmen. Darüberhinaus enthalten Algen “Bromin” und B12 Analoge, die B12 blockieren können. Und ich glaube, die Begleitstoffe der Ratiopharm Tabletten sind in diesem Fall weit harmloser als die Stoffe, die sonst noch in den Algen vorkommen.

    Würde mich über ihre Meinung sehr freuen, warum sie die Algen bevorzugen.

    • Hallo Jo,

      ich blicke da mit elementaren Jod und dem Jodid/Jodat Ad-Hoc auch nicht (mehr) ganz durch und müsste das noch mal aktuell recherchieren… eine Umwandlung (transmutation) sehe ich nicht. Das Algen nicht unproblematisch sind hatte ich auch im Artikel betont… und Schließe mich dem an, das eine Jodit Tablette in diesem Falle sicher das geringst verunreinigste und besteht zu dosierenste mittel wäre – wenn das Jodit nicht doch wieder irgendwo einen Haken hat. Der Vorteil bei den Algen soll wohl auch sein, das das Jod dort in chelierter Form vorkommen soll – was die Aufnahme dann auch verbessert. Aber das habe ich nur mal in einem Video gehört – nicht selber mit Quelle recherchiert.

      Ich denke (‘glaube’/’hoffe’) mal das die B12-Analoga in den üblichen Kelp/Wakame Mengen kaum eine Rolle spielen sollten. Ich denke, die kommen (deutlich) mehr in den Chlorella bzw. Spirulina Algen vor – und da finde ich das angesichts der dort verzehrten Tagesmengen subjektiv kritischer.

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