Elektrische Ultraschall Zahnbürsten – Felder bis zu 90.000 nT und (mögliche) Implantat-Korrosion

By | 1. Mai 2019
Elektrische Ultraschall-Zahnbürste

Elektrische Ultraschall-Zahnbürste (Beispielhaftes Bild)

Da denkt man (bzw. ich) man tut sich etwas gutes und nun das: Elektrische (Ultraschall-) Zahnbürsten produzieren (je nach Modell) lokale magnetische Felder bis zu ~ 90.000 nT im Nahbereich der Zähne, Implantate, Brücken und natürlich der Hände und des Kopfes! Das ganze dann noch im niederfrequenten Bereich um die 4-5 Hz – welcher schwer mit üblicher Messtechnik zu erfassen ist [1]. Wo ist das Problem?

  • Hohe Magnetfelder am Kopf,
  • induzierte Spannungen & Ströme in Implantaten & Brücken [1],
  • das mögliche Risiko von Implantat-Korrosion (insb. Edelstahl) [2],
  • das mögliche Risiko von metallischer Elution [3] (Herauslösen von Substanzen bzw. Ionenaustausch),
  • was dann Allergien auslösen kann [3]

Als Nutzer einer der Zahnbürsten, die wohl mit die höchsten magnetischen Felder erzeugt – fand ich das ganze dann nicht mehr unbedingt lustig.

Hinweis: Für mehr zum Thema EMF, Mobilfunk & Co. schaut mal auf meine Seite zu EMF & Co.

Magnetische Felder bis zu 90.000 nT – was ist das Problem?

Gleich zu Anfang in der japanischen Studie bemerkten die Autoren das insbesondere niederfrequente Magnetfelder ein Gesundheitsproblem sind, speziell da diese elektrische Ströme in Metalle am Körper induzieren können [1]:

“Magnetic fields can represent a health problem, especially low frequency electromagnetic fields sometimes induced by electric current in metallic objects worn or used in or on the body”

So sind die Messwerte der magnetischen Feldstärken die gemessen wurden teils so hoch (~90.000 nT bei 4-5Hz), das Sie bis kurz unter die gesetzliche Grenze reichen (100.000 nT). Das diese Grenzwerte viel zu hoch sind – das habe ich schon vielfach hier beschrieben. Am Büro-Arbeitsplatz sind deswegen auch (dort wo man sitzt) nur 100 nT erlaubt und 400 nT gelten als Vorsorge-Grenzwert der WHO – einfach mal um eine Perspektive auf die Größenordnungen zu haben. Auch das elektromagnetische Wechselfelder ein WHO Klasse 2B Karzinom sind – habe ich hier schon oft geschrieben.

Das diese Felder nun in unmittelbarer Nähe des Kopfes, der Zähne und der Hand wirken ist in keinem Falle gut – auch wenn die Zeit – ca. 3 * 2-5 Minuten am Tag kurz sein mag.

Was wurde in der Zahnbürsten-Studie gemessen?

Die Studie hat die Magnetfelder die von verschiedenen elektrischen Zahnbürsten emittiert wurden gemessen (u.a. verschiedene sehr marktgängige Modelle – siehe auch die Tabelle weiter unten im Text). Es wurden [1]:

  • die Felder im Bereich von 1-2000 Hz ermittelt,
  • wobei es eine deutliche Spitze im Bereich von 4-5 Hz gab. Zudem wurde gemessen
  • welche Spannungen und Ströme in dentale Implantate & Brücken induziert werden können.
    • wobei die konkreten Felder natürlich abhängig von Material, Größe, Form etc. sind.

Kernaspekt für mich war, das die Autoren auch schreiben, das die induzierten Ströme durchaus auch Gesundheitsprobleme erzeugen können:

“Furthermore, these induced currents in dental appliances could impact upon human oral health, producing pain and discomfort.”

Zu den Messwerten schreiben Sie dann zusammenfassen, das gerade im Bereich von 4-5 Hz Magnetfelder von ca. 70-90 µT gemessen wurden – je nachdem aber über welchen Bereich die Feldstärken er- bzw. gemittelt wurden schneiden die Modelle komplett verschieden ab [1]:

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