Warum Mikrowelle und Induktions-Kochfelder „übel“ sind

„Radar Range“ Mikrowellenofen aus den 1970er Jahren. Der Name ist „Programm“. Lizenz: CC BY SA 4.0, Quelle: Wikipedia
Es gibt zwei „Erwärmungsgeräte“ die ich nie nutzen würde und die nicht mittels direkter Erwärmung funktionieren, sondern über einen „indirekten Wärme-Effekt“:
- Die Mikrowelle, die mit 2,45 Gigahertz „kocht“, also genau der Trägerfrequenz von WLAN.
- Das Induktionskochfeld, das den Topfboden zur Sekundärseite eines Transformators macht und dort, nahe am Bediener, starke Stromflüsse und starke magnetische Wechselfelder mit Taktraten von typisch 25-100 KHz erzeugt.
Ganz klar: Wenn es einem kalt ist, würde kein Mensch auf die Idee kommen seine Hände in die Mikrowelle zu halten, den Türkontakt zu überbrücken und die Mikrowelle anzuschalten. Auch würde kein Mensch seine Hände über ein Induktionskochfeld halten. Dies, weil diese Geräte nicht mit Wärmestrahlung arbeiten!
Beide Geräte haben jedoch noch viele andere Nachteile,welche kaum thematisiert werden. Natürlich halten beide Geräte „die offiziellen Grenzwerte & Normen“ ein, weil,
- die Grenzwerte die Technik (vor Verboten oder hohen Kosten) schützen, jedoch nicht den Menschen,
- die Grenzwerte keine gesundheitlichen Vorsorgewerte sind und
- die bestehenden Grenzwerte gar nicht alle relevanten Faktoren berücksichtien!
Daraus ergeben sich folgende Inhalte für diesen Artikel:
- Vorwort zum Artikel
- Zur Mikrowelle
- Zum Induktions-Kochfeld
- Alternativen?
Am Ende des Artikels folgt mein übliches Fazit.
Inhaltsverzeichnis für den Schnellzugriff
Vorwort zum Artikel
Dieser Artikel hat nicht das Ziel die Studienlage „auseinander zu nehmen“, weil die Studienlage, wie bei den meisten Themen, die EMF bzw. negative gesundheitliche Auswirkungen eines Milliardenmarktes (-> Schadensersatzforderungen!) betreffen, in der Regel sehr einseitig ist. Ich selber sehe Dinge kritisch, bis das Gegenteil, also der klare Nutzen ohne unerwünschte Seiteneffekte, bewiesen ist.
Das Problem das ich allgemein sehe: Kritiker werden nicht bzw. kaum finanziert, jedoch werden kritische Studien, die mit wenig Geld auskommen müssen, teils heftig (und oft nicht zu unrecht) kritisiert. So scheint es für die mit Mikrowelle aufgewärmte Nahrung nicht einmal eine einzige gut dokumentierte (min.) 2- oder 3-Generationen-Fütterungsserie zu geben. Ggf. hat man es auch gemacht und nie veröffentlicht, weil die Ergebnisse übel waren – wir wissen es nicht.
In diesem Artikel möchte ich mich deswegen nicht auf schlechte Studien oder „urbane Legenden“ stützen, sondern auf eher auf fundamentale Logik in Bezug auf Risiko und Nutzen. Das alles aus der Sicht eines „klassischen“ E- und Nachrichtentechnikers, der zufälliger Weise auch Radiästhet ist.
Zur Mikrowelle
Als „Abfallprodukt“ der Radarforschung erblickte der Raytheon „Radarange“ Mikrowellenofen in 1947 das Licht der Welt. Heute nutzen Mikrowellen das ISM-Band bei 2,45 GHz, einer Frequenz, die auch klassisches WLAN sowie Bluetooth nutzen. Anstatt mit ein paar Watt,wie bei WLAN & Co. macht die Mikrowelle das jedoch mit vielen hundert Watt! Wenn ich mir das im Gehirn weiter „ausmale“, wird mir als ehemaliger Nachrichten- und E-Techniker schon hier leicht „schlecht“.
Viele Menschen denken natürlich, dass das alles nur in der Mikrowelle passiert, aber das ist weit gefehlt. So ist es erlaubt, dass eine Mikrowelle in 5 cm Abstand noch 5 mW/cm² an Leistung emittiert, was 50.000.000 µW/m² entspricht. Das ist die schöne „Einheiten-Kosmetik“: Man muss nur die Größenordnungen entsprechend wählen und schon sehen die Zahlen „ganz klein“ aus.
Zum Vergleich: Der Baubiologische Grenzwert zu starken Feldern liegt bei 10 µW/m², gute Werte unter 1 µW/m². Eine Mikrowelle darf als Resultat mehr „Leckstrahlung“ haben als ein Mobiltelefon oder WLAN-Router insgesamt abgeben – oder eben bis zu 5 Millionen mal mehr als die baubiologischen Zielwerte.
Im Gegensatz zu einer Elektrokochplatte, einem Gas-Herd oder Holzofen gibt eine Mikrowelle selber keine Wärmestrahlung oder Infrarot ab. Die Mikrowelle bringt hingegen Moleküle, insbesondere Wasser, zum „Schwingen“. Diese Schwingung erzeugt dann die Wärme. Das ist jedoch keine (direkte) Wärme an sich, sondern ein Wärme-Effekt.
Bei dem ganzen Prozedere werden über lokale Wärme-„Hot-Spots“ und andere Effekte Moleküle verändert und zerstört. U.a. Proteine, Vitamine, Vitaminoide, Fette & Co. – also die Bestandteile der Nahrung. Diese wird dadurch (potentiell) toxischer. Ggf. werden auch Konfigurationen von Proteinen & Molekülen durch Ladungsverschiebung verändert – auch dazu gibt es Ideen & Veröffentlichungen.
Zudem wird durch die 2,45 GHz Trägerwelle, die auch radiästhetisch als vertikales negatives Grün (-> VNG, u.a. nach de Belizal und Chaumery sowie Karim) nachzuweisen ist, ein bioenergetisch negatives Feld auf die Essensbestandteile imprägniert. Für Menschen, die so etwas testen können bzw. direkt wahrnehmen, ist dieser Artikel überflüssig, weil es einfach klar ist, dass die Idee einer Mikrowelle zur Erwärmung von Speisen grober und gefährlicher Unfug ist.
Wer ein EMF-Messgerät hat, der kann die Felder einer (aktivierten) Mikrowelle unmittelbar im ganzen Haus messen, oft sogar die von Nachbarwohnungen und Nachbarhäusern! Auch hier wird schnell klar, dass dies nicht der richtige Weg sein kann um Nahrung zu erwärmen.
Letztendlich ist die Frage: Warum sollte man sich ein Gerät, was extra abgeschirmt werden muss, nicht tauglich ist, einen Menschen zu erwärmen, das Nahrungs-Substanzen verändert bzw. zerstört, anschaffen um sein Essen zu erwärmen?
Zum Induktions-Kochfeld

Induktionkochfeld. Quelle: Pixabay
Das Induktions-Kochfeld funktioniert, in dem ein mittelfrequenter (-> ~25-100 KHz, teils bis 1 MHz) getakteter Wechselstrom, der jeweils im Takt umgepolt wird, im Topfboden magnetische Wirbelströme induziert, die schlussendlich über einen Wärme-Effekt im Topfboden Wärme produzieren.
Wo normale Elektro-Kochplatten über das 230 V / 50 Hz Feld die Wärme klassisch erzeugen (-> ohmscher Widerstand des Heizdrahtes), was EMF-Technisch auch nicht unproblematisch ist, nutzt Induktion hier jedoch eine getaktete Gleichspannung im Bereich von 325-650 Volt, was die Ausgangslage schon schlechter macht. Das ganze entspricht schlussendlich einem „locker“ gekoppelten Transformator, wobei der Topf die Gegenseite ist. Umso schlimmer ist es, wenn der Topf nicht exakt auf dem Kochfeld steht bzw. dieses perfekt abdeckt!
Beim Ceran-Kochfeld ist die EMF-Quelle im Kochfeld, beim Induktionskochfeld im Topf, also über dem Kochfeld, also direkt beim Essen und viel näher am Nutzer. Durch das schnelle Takten & Umpolen der Flussrichtung der Spannung entstehen auch starke Wechsel-Magnetfelder, ebenfalls nahe beim Nutzer oder der hoffentlich nicht schwangeren Nutzerin.
So stellt selbst das Schweizer BAG/FOPH [1] in 2026 ausdrücklich fest, dass die magnetische Exposition je nach Situation sogar oberhalb des (viel zu hoch angesetzten) Grenzwertes liegen kann. „Erlaubt“ sind, je nach Taktfrequenz, 100.000 bzw. 6250 nT (Nano-Tesla), wobei, nur zum Vergleich, bei Monitoren nach TCO-Norm nur ca. 200 nT erlaubt sind. Warum nur 200 nT? Weil mehr (zumindest bei niederfrequenten Feldern) als potentiell Krebserzeugend eingestuft wird. (IIARC, WHO). So empfiehlt das BAG mindestens 15 cm Abstand zu halten, bei Schwangerschaft und bei engem Stand bevorzugt die hinteren Zonen zu nutzen.
Die Kernfrage ist für mich: Wenn nun Induktionskochfelder keine elementaren Vorteile gegenüber Ceran-Kochfeldern haben, teils sogar neue Töpfe benötigt werden – warum gibt es diese dann?
Vorsichtig ausgedrückt, „weil das heutige Zulassungs- und Marktsystem andere Dinge priorisiert“ und EMF dabei eine untergenordete Rolle spielen. Insofern gibt es auch keine große Studienlage zur Thematik und auch keine direkte Fütterungstoxikologie zu „induktionsgekochter Nahrung“. In Bezug auf radiästhetisch feststellbares vertikales Negativ-Grün (VNG) gilt jedoch gleiches oder ähnliches wie bei der Mikrowelle.
Alternativen?
Die Kernfrage ist, warum überhaupt Mikrowelle oder ein Induktionskochfeld?
Reicht ein Ceran- oder Gas-Kochfeld nicht aus? Was ist der reale Vorteil bei Induktion? Durch die Wirbelstromverluste spart dies im Schnitt ja nicht einmal Energie. Daß einige Menschen Gas wegen der Abgase nicht mögen kann ich ja nachvollziehen. Deswegen ist mein Gas-Kochfeld auf der gut belüfteten Veranda installiert und in der Küche habe ich ein Ceran-Feld, das ich komplett Stromlos schalten kann. So habe ich keine Probleme mit den Abgasen und alternativ nur geringere EMF bzw. Magnetfelder in meiner Küche und meinem Essen, welche dort potentiell vertikales Negativ-Grün (VNG) imprägnieren.
Anstatt einer Mikrowelle kann man besser einen Topf mit etwas Wasser oder einen Ofen benutzen um Speisen zu erwärmen. Dies geschieht dann auch gleichmäßig und ohne „Hot Spots“, also Punkten oder Bereichen, wo dass Essen extrem heiß wird und faktisch „verbrennt“ ohne zu verkohlen.
Mein Fazit

Verrückter Forscher? Oder Verrücktes Marketing? Oder …? Quelle: Wikimedia, Autor: J.J., Lizenz: CC-BY-SA 3.0
Wozu ein Risiko eingehen, das
- Geld kostet,
- keinen konkreten (wirklichen) Vorteil mit sich bringt und
- im Fall der Mikrowelle noch zusätzlichen Platz im Haushalt benötigt
„nur um etwas warm zu machen“?
Ja, klar: Man kann sich an den Induktions-Kochfeldern nicht mehr verbrennen, was als Vorteil für Kinder vermarktet wird. Was passiert hier? Das Malheur wird maximal zeitlich verschoben, bis man sich das erste mal woanders verbrennt, um seine Lebenslektion zu lernen! Der heiße Topf oder das Ceran-Kochfeld bei Oma grüßt schon – denn optisch unterscheiden sich Ceran- und Induktions-Kochfeld kaum.
Welchen weiteren Schein-Vorteil gibt es noch? Ja, man kann die Mikrowelle nutzen, um Wasser in einer Tasse zu erwärmen. Natürlich kann man sich auch ein Glas Milch mit der Mikrowelle erwärmen. Das ist a) nicht gut für die Fette in der Milch, schmeckt b) auch nicht gut und ignoriert komplett das pasteurisierte bzw. H- oder UHT-Milch sowieso nicht gesund ist.
Das alles erinnert mich an LED-Licht: Licht ohne Wärme, Macht die Sonne Licht ohne Wärme, also ohne Infrarot-Anteil? Nein! Hat das infrarote Spektrum einen biologischen Sinn? Ja! Der rote Anteil und das IR-Spektrum sind der Ausgleich für den Blauanteil des (natürlichen-) Lichtes. Die LED-Lampen haben nun immer viel Blauanteil, egal wie mit speziellen Filtern „getrickst“ wird, jedoch kaum Rot und gar kein IR-Anteil.
Die Quintessenz: Immer wenn man (als Mensch) schlauer als die Natur sein will, geht das in der Regel schief!
Links/Quellen
- [1] Induction cookers, Federal Department of Home Affairs FDHA, 1.2.2026
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