Essen & Supplemente gegen EMF, MCS, Peroxinitrid, Nitrostress & Co. – Teil II (Supplemente)

By | 28. August 2019

Im ersten Teil von ‘Essen & Supplemente gegen EMF & Co.’ habe ich über die Ideen von Dr. M. Pall in Bezug auf Nitrostress berichtet. Dort wurden einige Supplemente und Lebensmittel erwähnt, die ggf. positiv für Menschen wirken, welche unter EHS, MCS & Co. leiden.

In diesem zweiten Teil möchte ich nun etwas tiefer in die ‘Supplemente-Kiste’ schauen. Da ich hier auf viele NEM’s und auch theoretisch mögliche Dosierungen und mehr eingehe – ist dieser Beitrag nur für Unterstützer dieses Blog komplett abrufbar.

Für diesen Artikel habe ich über viele, viele Monate tief in die Recherche-Kiste gegriffen – gerade in Hinblick auf die möglichen Dosierungen und noch mehr – ungewünschte ggf. individuelle Seiteneffekte (u.a. bei Dauer-Supplementation) auf die viele Seiten gar nicht hinweisen.

Meine Motivation für diesen Artikel

Die 3 Komponenten der selbstverstärkenden Kreisläufe der chronischen Entzündung

Die 3 Komponenten der selbstverstärkenden Kreisläufe der chronischen Entzündung. Bild basierend auf M. Pall und V. v. Baehr.

Elektromagnetische Felder (-> Mobilfunk, WLAN, Stromleitungen, elektrifizierte Züge, Busse und bald auch Kfz) begegnen und heute überall in unserem Leben. Dazu kommen dann noch allerlei (toxische) Chemikalien und Zusatzstoffe in verarbeiteten Nahrungsmitteln, Kleidung, Möbel, Baumaterialien, Umwelt, etc. pp. All dieses löst massive Schadenskaskaden aus, die ich schon mit vielen Beiträgen hier im Blog bedacht habe. In diesem Artikel möchte ich nun der Frage nachgehen:

  • welche Art der Ernährung (u.a. Lebensmittel, Gewürze, Heilpflanzen) und
  • welche Supplemente (Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, etc.)

ggf. gegen die (negativen) Auswirkungen von EMF und auch Chemie & Co. helfen können – um die negativen Auswirkungen der VGCC- oder NMDA-Rezeptor Aktivierung & Peroxinitrid entgegenzuwirken bzw. abzumildern. Dabei sind mir Menschen mit einer HPU (-> Stoffwechselstörung) und Schwermetallbelastung (-> Amalgam, Quecksilber) besonders wichtig. Basierend auf

  • Veröffentlichungen von und über M. Pall [2, 3, 4, 16, 17, 18]
    • über VGCCs und assoziierten/verbundenen Erkrankungen [19]
  • meinem aktuellen Verständnis von Mitochondrien (ETC & Co.)
    • auf Basis des Buches ‘Mitochondria – and the future of Medicine’ [11, 14]
  • meinem Verständnis der Schadenskette die Peroxinitrid auslöst
    • a. auf Basis von Pacher et al., 2007 [20]
  • meinem Verständnis der NO-Synthasen (mtNOS, eNOS, iNOS, nNOS)
    • beeinflusst durch viele Autoren
  • meinem Verständnis zu chronischen Entzündungen & Nitro-Stress
  • einigen Ideen und Aspekten von A. Cutler zur Schwermetall- und Hg-Entgiftung
    • was ich als einen der Co-Kernfaktoren für viele der Probleme halten (neben einer HPU)
  • einem Interview von Dr. Mercola mit Dr. Lee Cowden über Neuroregeneration [7]
    • was ich sehr spannend fand
  • und vielem mehr…

möchte ich theoretische Strategien ergründen, welche im Kontext EHS, MCS, CFS, Fibromyalgie, Depressionen & neurologische Störungen (u.a. Alzheimer, Parkinson), etc. pp. – ausgelöst durch EMF und Chemikalien – hilfreich sein könnten.

Wichtig: Die hier angestellten Überlegungen sind keine Therapievorschläge – es sind rein hypothetische Gedankenspiele meinerseits auf Basis der Überlegung anderer Menschen, Ärzte, Studien & Co. Bitte besprechen Sie Ihre ggf. existierenden gesundheitlichen Probleme auf jeden Fall vorher mit Ihren Arzt oder Heilpraktiker bevor sie hier angerissene Ideen ggf. selber (an sich) umsetzten wollen.

Einschränkungen & Ausblick

Die in diesem Artikel besprochenen Dinge sind nur ein Teil der Dinge die theoretisch getan werden können – wobei es je nach Aktion auch zu unerwünschten Folgen & Effekten kommen kann. Andere Strategien wie:

  • Intermittierendes Fasten
    • also eine Pause von 12-16h zwischen der letzten und ersten Mahlzeit -> u.a. mehr NADPH, weniger mTOR, mehr AMPK
  • die Berücksichtigung von (Epi-) Genetischen Faktoren
    • u.a. GST/GPX, DAO, MAOA, COMT, MTHFR, PEMT, NOS3
  • der Vermeidung von EMF und Industrie-Chemikalien sowie
  • meine Basic-Tips für Ernährung & Lifestyle

sind hier sicher noch grundlegender und wichtiger um für die individuelle Situation eine sinnvolle und auch ‘individuelle’ Lösung zu finden. Das ist aber Stoff für Teil 3 und 4 von ‘Essen gegen EMF & MCS’. Ein Basiswissen über möglich Supplemente, Vitamine und Spurenelemente halte ich dennoch für durchaus interessant.

Ganz wichtig aber sind aus meiner Sicht eher die anderen Baustellen, die ich am Ende von Essen gegen EMF Teil 1 beschrieben hatte: Schilddrüse, Nebennieren, HPU, Schwermetall-Belastung und ein dereguliertes Hormonsystem. Werden diese nicht überprüft und (bei bestätigten Problemen) angegangen, dann wird aus meiner Sicht das größte Potential zur Verbesserung der eigenen Gesundheit nicht gehoben.

Nur Essen ohne Supplemente – klappt das heute noch?

Inzwischen bin ich für mich zu der Ansicht gekommen, dass ‘alles über die Nahrung’ zu Regeln für meisten Menschen eher nicht mehr oder immer schlechter funktioniert – speziell wenn diese in hektischen / stressigen Beschäftigungen involviert sind. Vielfältige Umweltfaktoren gekoppelt mit genetischen Polymorphismen tun dann ein übriges. Was vor 200 Jahren egal war – das ist dann heute immer schlechter kompensierbar. Hormonaktive Substanzen, Chemikalien, Mikroplastik, etc. pp. tun Ihr übriges.

Wohnen / Arbeiten in der Stadt mit zusätzlichen Stressoren, Luftverschmutzung, Lärm, viel Beton, im Büro, ggf. ohne Tageslicht in Hallen, der U- oder Straßenbahn mit viel EMFs, Nahrung aus Kantine & Zutaten aus verarmten Böden mit viel Spritzmitteln, Belastungen aus Plaste & Co., physischem und psychischem Stress, etc. pp – all das zusammen macht zwei Dinge: Weniger ‘Input’ & mehr ‘Output’. Das Problem: ‘Wenig – Viel =  Viel (zu) wenig’. Das Resultat sind dann Mängel an Vital- und Mikronährstoffen.

Gerade wenn es einen ‘erwischt hat’ oder dauernd ‘erwischt’ – dann sollte sich der- oder diejenige aus meiner Sicht mal Gedanken um seine Versorgung mit Vital- und Mikronährstoffen machen. Cronometer und meine Basic-Tips sind da sicher nur der Anfang. Das die Lebensmittel möglichst frisch gekauft werden, mindestens EU-Bio sind und (tages-)frisch zubereitet werden – sollte eigentlich normal sein. Aber wer (oder wie viel % der Bevölkerung) machen das?

Insofern sind auch die folgenden Zeilen zu verstehen: Die besprechen das, was ich über eine 1a-Top-Ernährung und Basis-Supplemente hinaus noch theoretisch als Option für mich in Erwägung ziehen würde – je nach individuellem Umstand. Das bedeutet jedoch nicht, das ich irgend ein Supplement einfach so – ohne Kontext und Anpassung an die individuelle Situation einnehmen würde!

Besprechung möglicher (weiterer) Supplemente in Kontext NO/ONOO, nitrosativer und oxidativer Stress

In diesem Abschnitt möchte ich nun die von Pall genannten Supplemente noch einmal ausführlicher besprechen. Grundlage dafür ist seine Publikation [19], meine eigenen Ideen sowie weiter oben genannte Quellen. Konkret werde ich hier dann u.a.:

  • Magnesium, Zink, Mangan, Selen, Eisen
  • Glycin, Glutamin, L-Cystein, Kreatin, L-Carnitin, Taurin
  • Arginin, Citrullin (und Lysin),
  • Q10, D-Ribose,
  • Vitamin B2 & B6, aber auch B1, B3 und B5, Biotin,
  • (5-MTHF) Folat (B9)
  • Hydroxocobalamin (B12),
  • Vitamin C (Gepuffert),
  • Vitamin D3 (und K2) sowie Calcium
  • E-Vitamine (Tocopherole, Tocotrienole),
  • Melatonin (und dessen Vor-Vor-Vor-läufer 5-HTP),
  • Schilddrüsenhormone (T3/T4)

besprechen. Nicht in einer ‚Ultratiefe‘ – sondern auf einer praktikablem Stufe & mit durchaus wichtigen Tips. Dabei versuche ich Vor- und Nachteile aufzudecken und mögliche Dosierungen, Einnahme-Intervalle und Zeiträume zu ergründen die ‚nicht nach hinten‘ losgehen. Das ganze ist dann in der Regel auf den Kontext NO/ONOO und Mitochondrien-Funktion fokussiert.

Ganz wichtig: Ich bespreche folgend – Ideen zu frei verkäufliche Supplementierungen in ‘marktüblichen Dosierungen’ (bis auf T3/T4). Das es etwas zu kaufen gibt, bedeutet jedoch nicht das dies immer sinnvoll und in jedem Falle unschädlich ist (-> Tabak, Alkohol, Zucker, …). So sind nachfolgende Ideen nur theoretische Überlegungen – und stellen keine Anleitung zum nachmachen darf. Auch gibt es keine (Patent-)Lösungen sondern Anregungen zum Nach- und Überdenken.

Magnesium

Das wichtigste zuerst 🙂 Dr. Pall bespricht es in seinem Paper [19] zwar nicht mehr explizit, aber in einem Interview mit Mercola [1] und bezeichnet auch dort Magnesium als den natürlich Ca-Kanal Blocker. A. Cuttler kürzt es ab [30]:

“Magnesium is · mother nature’s calcium channel blocker and taking large amounts of magnesium often solves the problem the calcium channel blockers were prescribed for.”

Dieser Beitrag ist nur für Unterstützer dieses Blog einsehbar. Bitte logge Dich ein, oder registriere Dich als Unterstützer.

Anmelden